«Ein Abstieg tut natürlich weh»
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- Autor Stefan Günter

Verabschieden sich die Ringer des SC Anger aus der Regionalliga? Derzeit sieht es leider danach aus, dass die Zuschauer und Fans in der kommenden Saison ihre Ringer in der Oberliga anfeuern müssen. © Andreas Holthaus
Woche für Woche geben sie auf der Matte alles, doch am Ende holen sich nur die anderen Teams die Siegerpunkte. Die sportliche Situation beim SC Anger ist alles andere als erfreulich. Acht Kämpfe – acht Niederlagen. Mit 0:16-Punkten liegen sie am Tabellenende. Doch was genau ist wirklich los beim SCA? Wir haben uns mit Lukas Koch, dem Pressesprecher der Angerer Ringer, unterhalten.
Sind denn die verletzungsbedingten Ausfälle der Hauptgrund für die sportliche Misere?
Lukas Koch: Sie sind ein wichtiger Grund, aber nicht der Hauptgrund. Dieser ist aus unserer Sicht die immer stärker werdende Regionalliga, die durch den Abstieg der Grizzlys sowie der zahlreichen Neuverpflichtungen bei unseren Kontrahenten noch einmal an sportlichem Niveau hinzugewonnen hat. Damit kann die Philosophie des SC Anger, so viel wie möglich auf eigene Ringer zu setzen, aktuell einfach nicht mehr mithalten. Wir haben einen großen Pool an sehr jungen, talentierten und motivierten Ringern wie Jakob Hogger, Michael Enzinger, Max Hinterstoißer, Sebastian Gröbner, Andreas Hocheder und Simon Resch sowie einen Großteil der Zweiten Mannschaft, die schlichtweg noch etwas Zeit benötigen, um sich zu Siegringern in der Regionalliga zu entwickeln. Die Verletzungen vor und während der Saison erschweren diese Situation dann natürlich noch einmal zusätzlich.
Welche Rolle spielen denn die ausländischen Verpflichtungen? Zum Teil stand nur ein ausländischer Akteur auf der Matte, manchmal habt Ihr gar auf welche verzichtet, wie beispielsweise beim Rückrundenkampf in Geiselhöring.
Koch: Immer, wenn unsere Ringer aus dem Ausland diese Saison zum Einsatz kamen, haben sie auch gewonnen. Sebastian Kolompar konnte beispielsweise sogar Elchin Ibragimov von Burgebrach bezwingen, aber mit Max Hinterstoißer hatten wir in der Hinrunde bis 61 Kilo griechisch-römisch eben auch einen eigenen Ringer, den wir bevorzugt einsetzen wollten und dieses Vertrauen in seinen vier Einsätzen mit hervorragenden Leistungen zurückgezahlt hat. Das gleiche gilt für 57 und 61 kg Freistil, wo wir mit Nikolozi Santeladze einen starken und auch persönlich sehr sympathischen Ringer im Kader haben, bevorzugt aber eben Michael Enzinger entwickeln wollen. Wir setzen eigentlich nur dort Verstärkungen – egal ob In- oder Ausland – ein, wo wir selbst Lücken in der Mannschaft haben. Zum Beispiel im Schwergewicht: Koppany Simon Laszlo holte in allen vier Kämpfen bis 130 Kilo griechisch-römisch jeweils vier Punkte, leider war er an den ersten drei Kampftagen noch durch eine Verletzung aus der U20-WM nicht einsatzbereit. Unser zweiter Ungar, Milan Korcsog, für 130 Kilo Freistil, der vergangenes Jahr starke Kämpfe zeigte, ist bedauerlicherweise aktuell an der Schulter verletzt.
Anger gehörte stets zu den Mannschaften, die immer vorne mit gerungen haben. Jetzt das krasse Gegenteil: Schlusslicht mit 0:16-Punkten. Wie sind die Stimmung und Gemütslage bei der Mannschaft und bei den Verantwortlichen?
Koch: Die Stimmung ist trotz der Lage weiterhin gut, wenngleich mehr Einzel- und Mannschaftssiege natürlich mehr Spaß bereiten würden. Wir gehen mit der Situation im Grunde pragmatisch um und hatten uns durch die Verletzungen von Simon Öllinger, Laszlo und Korcsog im unmittelbaren Vorfeld der Saison sowie dem beruflichen Fehlen von Franz Fröhlich bereits auf eine schwierige Saison eingestellt. Allerdings wäre es heuer selbst mit diesen Ringern schwer geworden, da die Liga noch einmal stärker wurde und wir bereits 2025 im Abstiegskampf steckten.
Team Niederbayern gewinnt Nachwuchsturnier in Klaus
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Das Gewinnerteam Niederbayern beim 3. ÖRSV-Nike-Wrestling-Mädchen-Teamcup. © ÖRSV
Team Niederbayern hat den dritten ÖRSV-Nike-Wrestling-Mädchen-Teamcup in Klaus (Vorarlberg) gewonnen. Die vor allem aus Athletinnen des SV Untergriesbach bestehende Mannschaft setzte sich im Finale gegen das Team WRV (Württembergischer Ringer-Verband) mit 14:10 durch.
Lehrgang in Aalen und Turnier in Griechenland ein voller Erfolg
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Zu einem letzten zentralen Lehrgang für 2026 hat der Deutsche Ringer-Bund (DRB) auch sieben bayerische Nachwuchsathleten der Altersklassen U17 und U20 nach Aalen eingeladen. Höhepunkt war noch die Teilnahme an einem internationalen Turnier in Griechenland. Hier gab es sogar für die bayerischen Sportler vordere Platzierungen.
Insgesamt nominierte der DRB für dieses Vorhaben 29 Sportler. An Bord waren auch drei Trainer, darunter BRV-Griechisch-Römisch-Cheftrainer Matthias Baumeister. Im Gepäck hatte er allerdings nur Artur Gottfried, Max Baumeister (beide Nürnberg Grizzlys), Theo Völk (Westendorf), Sebastian Gröbner (Anger) und Maximilian Leo (Berchtesgaden). Albert Kreimer und Sultan Muhametow (beide Burghausen) waren beim Lehrgang verhindert. Insgesamt dauerte die Maßnahme in Aalen an der Ostalb fünf Tage, wobei allein sechs Einheiten auf dem Programm standen, inklusive eine Kraftausdauer-Einheit sowie ein Krafttest. „Die Belastung für die Athleten war schon knackig“, berichtet Matthias Baumeister.

Cheftrainer Matthias Baumeister beim Lehrgang in Aalen mit den bayerischen Athleten. © Matthias Baumeister
Verletzungssorgen trübt die Stimmung bei den Grizzlys
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Archivbild: Mark Barnowski (vorne) von den Grizzlys gehört schon im Regionalliga-Team zu den Leistungsträgern. Bisher gewann er sechs seiner insgesamt acht Einzelkämpfe in dieser Saison. © Tom Burger
Die Situation bei den Nürnberg Grizzly ist alles andere als zufriedenstellend. Aufgrund massiver Verletzungssorgen sind beide Männerteams in der Regionalliga sowie in der Oberliga im unteren Bereich der Tabelle zu finden. Zuletzt gab es wieder Niederlagen.
„Wir sind arg gebeutelt vom Verletzungspech“, sagt Grizzly-Cheftrainer Matthias Baumeister. Bei der jüngsten 11:18-Niederlage in Oberölsbach war zudem mit Michael Janot eine wichtige Stütze nicht greifbar. Weil der Deutsche Ringer-Bund zu einer internationalen Maßnahme nach Griechenland einlud, konnten die verantwortlichen Trainer für den Regionalliga-Kampf in der Oberpfalz auch auf Artur Gottfried nicht zurückgreifen. Darüber hinaus fiel Julian Edel kurzfristig ebenfalls aus. Das lange Aus von Deniz Menekse aufgrund eines Kreuzbandrisses kommt noch erschwerend hinzu. „Das ist schon jede Menge Qualität, die wir gerade nicht haben“, so Baumeister. „Weil in der Ersten viele Sportler fehlen, hängt deshalb auch die Zweite durch.“ Sie verlor am vergangenen Wochenende deutlich in Kelheim mit 8:23. Es war die mittlerweile vierte Pleite in Folge. Derzeit liegt die Zweite Mannschaft ebenfalls auf Rang sechs in der Tabelle.
Burgebrach verliert den Spitzekampf in Westendorf
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„Wenn mir einer vor der Saison gesagt hätte, dass wir mit dem ersten Rückrundenkampf das Spitzenduell gegen Westendorf haben, dann hätte ich es sofort unterschrieben, unabhängig von der Niederlage“, sagte Jens Bayer (siehe Bild © Stefan Günter) vom TSV Burgebrach. Die Oberfranken verloren zum Rückrundenauftakt den Auswärtskampf gegen den TSV Westendorf knapp mit 12:14. Erst der letzte Kampf brachte die Entscheidung für den Ligaprimus der Nike-Wrestling-Ringerliga.
Im Pressegespräch, das in Westendorf immer nach dem Kampf stattfindet, zeigte sich Abteilungsleiter und Ringer Jens Bayer trotz der Niederlage im Ostallgäuer Ringerdorf zufrieden mit dem derzeitigen Saisonverlauf: „Sicherlich wäre ein Sieg heute möglich gewesen. Doch Westendorf hatte das bessere Ende für sich und verdient gewonnen.“
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