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Die ersten Kämpfe sind vorüber: Und Bayern hat bei den nationalen Titelkämpfen in Kaufbeuren im griechisch-römischen Stil Höhen und Tiefen: DRB-Kaderathlet Anthony Sanders (ESV München-Ost) verlor sein Duell gegen Domenik Chelo (ASV Schorndorf) auf Schulter. Dabei führte der Oberbayer kurz mit 1:0, ehe er seinen Kampf herschenkte. Keine Probleme hatten Michael Heiß (77 kg/TSV Westendorf) und Michael Prill (77 kg/SV Siegfried Hallbergmoos), die ihre Auftaktkämpfe erfolgreich bestritten. Simon Öllinger (SC Anger) blieb gegen Kevin Reuschling (KSK Furtwangen) siegreich. Einen starken Kampf absolvierte Simon Einsle gegen Kai Stein aus Riegelsberg. Der Freistil-Spezialist zwang den Saarländer mit 3:1-Wertungspunkten in die Knie. Auf verlorenem Posten war Artur Tatarinov (SV Siegfried Hallbergmoos), der im Limit bis 72 Kilo gegen Maximilian Schwabe (KSV Pausa) vorzeitig verlor. Keine Probleme hatte der Burghauser Michael Widmayer (72 kg), der mit 8:0 gegen Jannis Helbing (WKG Untere Nahe) auftrumpfte. Dennoch zieht der hauptamtliche Landestrainer Matthias Fornoff ein durchwachsenes Zwischenfazit: „Ich bin etwas enttäuscht darüber, dass einige Ringer, die klare Anweisungen bekommen, leider ihre Form verlieren. Mir fehlt hier der Kampfgeist“, so die erste Reaktion des Bindlachers vor der Pause.

Die ersten bayerischen Duelle bei der Deutschen Meisterschaft sind aus bayerischer Sicht vorüber. Gleich im ersten Kampf gab es aus Sicht des BRV eine Hiobsbotschaft. Der Untergriesbacher Jonas Lenz musste beim Stand von 0:2-Wertungspunkten gegen Andreas Heidt (SV Gresgen) verletzungsbedingt aufgeben. „Wir wünschen ihm auf diesem Wege gute Besserung", so Vizepräsident Sport, Florian Geiger. In der gleichen Gewichtsklasse, bis 55 Kilo, ringt auch der Westendorfer Michael Steiner. In seinem Auftaktkampf unterlag der Junior nach technischer Überlegenheit dem Niedernberger Ibrahim Fallacara. Auf verlorenem Posten stand auch Lukas Fleischer (ASV Hof). Der Schwergewichtler verlor gegen Bastian Frank (RSV Schuttertal) mit 0:3-Wertungspunkten.

Bayerns Griechisch-Römisch-Spezialisten müssen bei der Deutschen Meisterschaft in Kaufbeuren gleich in der Qualifikationsrunde ran. So muss im Schwergewicht Lukas Fleischer (130 k/ASV Hof) gegen Bastian Frank (RSV Schuttertal) bestehen. Zu einem brisanten bayerischen Aufeinandertreffen kommt es im Limit bis 67 Kilo, wenn der Westendorfer Maximilian Goßner auf den amtierenden Deutschen Meister, Witalis Lazovski, trifft. Der Penzberger Thomas Kramer (87 kg) erwartet Julian Lejkin (KSK Neuss), während Felix Kiyek (TSV Westendorf) in der gleichen Gewichtsklasse gegen Arian Güney (KSV Ispringen) gefordert ist.

Günter Maienschein hat die richtigen Worte gefunden, als er beim Empfang des Bayerischen Ringer-Verbandes und der Gemeinde Westendorf im Grünen Baum sagte: „Ganz Westendorf scheint Kopf zu stehen.“ Der Vizepräsident Sport des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) machte in seinem Grußwort vor den geladenen Gästen deutlich, „dass es Westendorf verdient hat, die Titelkämpfe auszurichten.“ Allein schon das Ambiente und die Räumlichkeiten in der Eisarena seien einfach nicht zu toppen. „Ich bin begeistert“, dankt er dem Trio Georg Steiner (Vorsitzender des Festausschusses für die DM), Robert Zech (Vereinsvorstand) und Thomas Stechele (Ringer-Abteilungsleiter), die sich getraut haben, dieses sportliche Event mit zahlreichen Helferinnen und Helfern zu stemmen. „Wir werden tolle Deutsche Meisterschaften erleben“, so Maienschein. Davon ist auch Zech überzeugt. „Ich selbst war beim Anblick in der Halle überwältigt. Ich habe selten erlebt, dass eine Zeichnung auf einem Blatt Papier so umgesetzt wurde.“ Er sei hier mächtig stolz auf die Truppe, die seit Tagen bereits am Aufbau beteiligt war. Er habe schon am Freitag ein unglaubliches Feedback erhalten, verspricht der Vereinsvorsitzende noch die eine oder andere Überraschung. Auch Georg Steiner nimmt den Dank gerne an, gibt das Vergelt’s Gott aber gleich an die Gemeinde Westendorf weiter, die sich finanziell auch am Bayerischen Abend beteiligt hat.

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Es ist angerichtet: Kaufbeuren im Allgäu erwartet die besten Ringer Deutschlands zum Schlagabtausch. Foto: Christine Joachim/TSV Westendorf

Eine Woche nach den Deutschen Meisterschaften der Männer im freien Ringkampf, sowie der Frauen stehen jetzt am Wochenende die nationalen Titelkämpfe der Griechisch-Römisch-Spezialisten im Fokus der deutschen Ringer. Ausrichter dieser Meisterschaften ist der TSV Westendorf, ausgetragen werden die Kämpfe in der Eisarena Kaufbeuren. 107 Ringer meldeten bis jetzt ihre Teilnahme in den zehn Gewichtsklassen, mit dem dreifachen Weltmeister Frank Stäbler (KSV Musberg) fehlt allerdings der prominenteste, deutsche Ringer, der derzeit vor allem die Weltmeisterschaft im September im Fokus hat, wo es auch um die ersten Tickets für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio geht. „Wir haben nach der Ernährungsumstellung erst mit dem Mattentraining begonnen, die Deutschen Meisterschaften kommen für ihn einfach zu früh“, so Bundestrainer Michael Carl, der den Weltmeister von 2015, 2017 und 2018 bei dessen Gewichtsreduzierung ins olympische Limit bis 67 Kilo anleitet. Auch ohne Stäbler ist die Gewichtsklasse bis 67 Kilo für Michael Carl eine der spannendsten dieser Titelkämpfe, denn mit Routinier Erik Weiß, Junioren-Europameister Andrej Ginc (beide RSV Hansa 90 Frankfurt/O.), sowie den Titelverteidiger Witalis Lazovski (SV Wacker Burghausen) kämpfen drei starke Athleten im Teilnehmerfeld.

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