Der Countdown läuft zum offenen Jean-Foeldeak-Turnier am Samstag 6. Juli  in Traunstein. Das renommierte Nachwuchsturnier findet in diesem Jahr in der südostbayerischen Region des Freistaats statt. Ausrichter des Jugendturniers, das beim Bayerischen-Ringer Verband seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil des bayerischen Turnierprogrammes gehört, ist in diesem Jahr der TV Traunstein (Bezirk Inn/Chiem), dessen Geschichte bis ins Jahr 1946 zurückreicht. Dort steigen Vorfreude und organisatorische Planungen gleichermaßen.

„Wir bereiten uns seit Anfang Juni auf das Turnier vor und wollen gute Gastgeber sein“ betont TVT-Abteilungschef Hartmut Hille und fügt hinzu: „Für uns ist das eine Ehre, ein Turnier mit einer solch bedeutenden Historie ausrichten zu können.“ Auch der ebenfalls in Traunstein aktive Bezirksleiter Christian Pribil freut sich auf Ausrichtung der Jugendwettkämpfe in seiner Heimatstadt. Er war im Rahmen seiner Bezirksarbeit maßgeblich daran beteiligt, dass das Foeldeak-Turnier nach Traunstein kommt, das in der vor fünf Jahren in Kooperation zwischen dem Landkreis Traunstein, der Stadt Traunstein und dem TV Traunstein fertiggestellten 3-fach Turnhalle in unmittelbarer Bahnhofsnähe durchgeführt wird. Dort hatte die Stadt Traunstein auch einen Ringerraum erbauen lassen, der den Traunsteiner Ringern moderne und attraktive Trainingsbedingungen ermöglicht.  

Als Belohnung für ihre tollen Leistungen auf den Bayerischen und Deutschen Meisterschaften in den vergangenen Jahren bekamen am vergangenen Wochenende die beiden heimischen Nachwuchsringer Sebastian Gröbner (TSV Trostberg) und Maximilian Hinterstoißer (SC Anger) die Chance, sich unter den Augen des bayerischen Landestrainers Matthias Baumeister auf den internationalen Tallinn Open zu beweisen. Das in sie gesetzte Vertrauen konnten die beiden auch mehr als erfüllen, indem sie im alljährlich in der estländischen Hauptstadt stattfindenden Nachwuchsturnier, das Ringer aus ganz Europa und Nordamerika anzieht, in zwei stark besetzten Gewichtsklassen den 2. Und 9. Platz erreichten. Komplettiert wurde das Bayerische Team durch Vitus Scheifele vom TSV Westendorf, Tobias Kohler und Dominik Thiel vom SC Isaria Unterföhring, Mark Barnowski vom SV Johannis Nürnberg sowie Freistil-Trainer Alexander Michael.

In der Altersklasse 2009 und 2010 ging Sebastian Gröbner vom TSV Trostberg in der Gewichtsklasse bis 48 kg auf die Matte und maß sich dort mit 28 Mitstreitern. Nach einem schnellen Schultersieg zum Auftakt über Denys Vitkovskyy aus der Ukraine unterlag der heimische Nachwuchsringer im zweiten Kampf dem Franzosen Manserer Khadjiev technisch überlegen und stand damit in den folgenden Duellen unter Druck, da eine zweite Niederlage das Turnieraus bedeutet hätte. Gröbner hielt diesem aber hervorragend stand und ließ im Anschluss einen weiteren Schultersieg über Egemen Okuyan aus der Türkei sowie einen hart erkämpften 9:7 Punktsieg über Colton Schultz aus den USA folgen. Im fünften Kampf des Tages konnte auch Gelbs Rubljovs aus Litauen den jungen Trostberger nicht stoppen, der sich dieses Mal sicher mit 5:0 nach Punkten durchsetzte. Gröbner stand damit nur noch einen Sieg vom Finale entfernt, da sein französischer Kontrahent aus dem zweiten Kampf inzwischen ausgeschieden war und nur noch Leo Säynäjoki auf den jungen Trostberger wartete. In einem spannenden Kampf behielt der heimische Ringer nach vier intensiven Minuten mit 6:4 die Oberhand und stand damit nach einer herausragenden Leistung zum Abschluss eines langen Turniertages im Finale. In diesem zeigte sich schließlich Kyrylo Shcherbyna aus der Ukraine als der stärkere Ringer, wodurch Gröbner auf einem hervorragenden zweiten Platz landete und mit der Silbermedaille im Gepäck die Heimreise antreten durfte.

Bis 57 kg griechisch-römisch stand vom SC Anger Maximilian Hinterstoißer auf der Matte und sah sich unfassbaren 46 Mitstreitern gegenüber. Davon unbeeindruckt begann der junge Angerer direkt mit zwei technisch überlegenen Siegen und schickte die beiden Schweden Devin Svärtling und Ehsan Alizada vorzeitig mit 8:0 und 10:1 von der Matte. Joel Jyrkilä aus Finnland hieß im dritten Duell der Kontrahent des Angerers, der auch dieses Mal nicht zu stoppen war und sich souverän mit 8:0 durch technische Überlegenheit durchsetzte. Im vierten Duell des Tages musste sich Hinterstoißer zum ersten Mal geschlagen geben und unterlag dem Schweizer Joel Gächter, dem späteren Turnierfünften, mit 4:13. Diesen ersten Rückschlag konnte der Angerer Nachwuchsringer allerdings problemlos verkraften und zeigte bereits im fünften Kampf wieder sein ganzes Können, indem er Oleksii Fominykh vom brandenburgischen 1. Luckenwalder SC technisch überlegen mit 12:2 von der Matte schickte. Das Turnieraus ereilte Hinterstoißer schließlich in seinem sechsten Kampf an diesem Mammut-Tag, als er sich Zakhar Nuzhyn, der sich wenig später auch als Turniersieger durchsetzte, aus der Ukraine geschlagen geben musste und nach seiner zweiten Niederlage ausschied. Dennoch durfte der junge Angerer stolz auf seine Leistung sein und wurde insgesamt Neunter in seiner Gewichtsklasse.

Seit jeher dienen dem Deutschen Greco-Nationaltrainer Michael Carl und seinem Trainerstab die im dänischen Nykøbing Falster ausgetragenen Thor Masters als Gradmesser der Leistungen vor den anstehenden großen internationalen Turnieren. Doch geht es heuer nicht "nur" um die Teilnahme an Weltmeisterschaften, vielmehr stehen die Qualifikationsturniere für die Olympischen Spiele auf dem Plan, zu deren Teilnahme eine Nominierung des Bundestrainers notwendig ist. Für die Burghauser könnten die Karten nach den beeindruckenden Leistungen im hohen Norden kaum besser sein, um beim kommenden Qualifikationsturnier auf Europa-Ebene mit dabei zu sein.

Im heurigen Jahr waren die mittlerweile schon traditionellen Thor Masters, die ausschließlich im griechisch/römischen Stil ausgetragen werden, qualitativ und quantitativ stark besetzt wie nie zuvor: mit 20 Landesvertretungen sowie einigen Sportlern, die ihre Vereinsfarben vertraten, ergab sich ein Teilnehmerfeld, das durch eine durchwegs hohe Leistungsdichte bestach. Somit wurden die Thor Masters zu einem echten Gradmesser für die deutsche Nationalmannschaft. Da das Turnier im sogenannten "Nordischen Modus" ausgetragen wurde, ergeben sich für alle Sportler eine Vielzahl an Mattengefechten, in den jeweiligen Pools alle Sportler gegeneinander antreten mussten.

Im Fall von Witalis Lazovski, der in der Klasse bis 67 Kilo auf die Matte ging, bedeutete dies konkret sieben Kämpfe, verteilt auf zwei Wettkampftage. Nach den ersten fünf Kämpfen war Lazovski, der u.a. den ehemaligen Vize U23-Europameister Niklas Öhlen (Schweden) und den international sehr erfahrenen Finnen Matias Lipasti besiegen konnte, eigentlich auf Finalkurs. Doch im entscheidenden Kampf gegen den Moldawier Valentin Petic war Lazovski nicht nur mit einem starken Gegner, sondern auch mit einer Vielzahl an regelwidrigen Kampfrichterentscheidungen konfrontiert, gegen die er am Ende bei seiner 3:8 Niederlage nichts ausrichten konnte. Im kleinen Finale sicherte sich Lazovski am Ende mit einem 1:1 Sieg auf Grund der zuletzt erzielten Wertung gegen den Schweizer Andreas Vetsch die hochverdiente Bronzemedaille. Lazovskis ärgster Konkurrent auf den Startplatz bei der Olympiaqualifikation - Aaron Bellscheidt - musste im Gesamtklassement mit Rang neun vorliebnehmen, sodass der Burghauser Leistungsträger nach seiner beeindruckenden Bundesliga-Runde nun noch ein weiteres Argument zu seinen Gunsten aufführen kann. 

Im Limit bis 72kg gelang Michael Widmayer nach fünf Siegen in Folge der Finaleinzug. Im Kampf um Gold musste er sich am Ende überraschend deutlich dem Litauer Vilius Savickas geschlagen geben, der zuletzt im Jahr 2023 mit seiner Silbermedaille beim Grand Prix von Deutschland für Aufsehen sorgte. Besonders auffällig bei Widmayers Kämpfen: Aufgrund seines immensen Offensivdrangs und einiger Unaufmerksamkeiten lag Widmayer in den meisten Kämpfen zurück, konnte aber im weiteren Kampfverlauf auf Grund seiner Konditions- und Willensstärke die Kämpfe noch zu seinen Gunsten drehen.

Als mit Abstand am besten besetzte Gewichtsklasse stellte sich das 77kg-Limit heraus, in dessen 28 Mann starkem Teilnehmerfeld sich eine Vielzahl an Weltklasseathleten tummelten, darunter auch die Burghauser Idris Ibaev und Roland Schwarz. Besonders spannend: auch Deni Nakaev - der wohl größte Konkurrent der beiden Wackerianer - war ebenfalls mit am Start, sodass die Ergebnisse der Thor Masters sicherlich direkten Einfluss auf die Nominierung des Bundestrainers haben dürfte. Vor allem Idris Ibaev zeigte bei seinen sechs Turnierkämpfen beeindruckende Leistungen. Nach Siegen gegen den ungarischen U20 Europameister Attila Tösmagi und eben gegen seinen größten Konkurrenten im Bundeskader - Deni Nakaev - gelang Ibaev am Ende der Einzug ins kleine Finale. Einzig dem Serben Viktor Nemes, seines Zeichens amtierender Vize-Europameister, musste sich Ibaev geschlagen geben. Im Kampf um Bronze ließ Ibaev dem Schweden Albin Olofsson keine Chance und punktete diesen vorzeitig aus. Roland Schwarz kam bei seinen sechs Turnierkämpfen auf vier Siege und zwei Niederlagen. Auch Schwarz musste sich dem Serben Viktor Nemes geschlagen geben, zudem kassierte er gegen Deni Nakaev eine vermeidbare 2:3 Niederlage. Im Gesamtklassement landete Schwarz auf Rang sieben, Deni Nakaev auf Platz fünf.

Nicht mit am Start war Christopher Kraemer, der eigentlich für die Gewichtsklasse bis 60kg vorgesehen war. Zuletzt arbeitete Kraemer akribisch auf die Teilnahme bei den Thor Masters hin, nachdem er ja von einer Verletzung und der daraus unvermeidbaren Operation wochenlang zur Pause gezwungen wurde. Zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt machte ihm allerdings ein fiebriger Infekt einen Strich durch die Rechnung, sodass sein Comeback zwangsweise ins Wasser fiel.

Auch die restlichen deutschen überzeugten mit starken Turnierleistungen. So demonstrierte Etienne Kinsinger in der Klasse bis 60 Kilo mangels echter Konkurrenz seine Klasse mit dem ungefährdeten Turniersieg. Im 87 Kilo-Limit verpasste Hannes Wagner zwar die Medaillenränge auf Rang sechs liegend, zeigte aber ansprechende Leistungen auf der Matte. Im Halbschwergewicht bis 97kg sicherten sich Lucas Lazogianis und Peter Öhler Silber und Bronze. Schwergewichtler Jello Krahmer verpasste mit dem vierten Platz die Medaillenränge knapp. Dank der geschlossenen Mannschaftsleistung sicherte sich das deutsche Team mit 17 Punkten unangefochten die Länderwertung. Platz zwei und drei gingen mit elf bzw. zehn Punkten an Litauen und Moldawien.

Mit zwei Bayerischen Meistern, einem Vizemeister und zwei Bronzemedaillisten kehrte der Burghauser Tross von den diesjährigen Bayerischen Meisterschaften im freien Stil zurück, die am zurückliegenden Wochenende im oberfränkischen Burgebrach ausgefochten wurden. Damit bestätigten die Burghauser Ringer ihre zuletzt schon gute Formkurve mit jeder Menge Edelmetall.


Bayerische Meisterschaften in Burgebrach: Erwin Kobsar, Benjamin Pap Orsag, Timur Muhametow, Alexander Bulatov, Talha Yilmaz, Mustafa Ermanbetov, Magomed Kartojev (v.l.). © SV Wacker Burghausen

Am Samstag gingen mit den Männern auch die Nachwuchsathleten der A- und C-Jugend auf die Matte. Bei den jüngsten Teilnehmern war der SVW mit vier Startern gut vertreten – gleich zwei davon traten in der Klasse bis 34kg an. So kämpfte sich Mustafa Ermanbetov, der zum ersten Mal in der 34 Kilo-Klasse auf die Matte ging, nach drei Siegen und einer Niederlage in den Poolkämpfen bis ins kleine Finale vor. Dort traf er auf Phil Baumeister (SV Johannis Nürnberg), dem er knapp und unglücklich mit 4:7 unterlegen war. Somit blieb Ermanbetov trotz starker Leistungen nur der undankbare vierte Plate im Gesamtklassement. Als zweiter Burghauser Starter war Alexander Bulatov angetreten, der nach zwei Siegen und zwei Niederlagen in seinem Pool ein ausgeglichenes Punktekonto aufweisen konnte. Die reichte zwar nicht für den Einzug in die Finalkämpfe, mit dem guten achten Platz und seinen gezeigten Leistungen konnte Bulatov durchaus zufrieden sein. Neben Mustafa Ermanbetov rückte auch Talha Yilmaz eine Gewichtsklasse auf und startete im Limit bis 38 Kilo - der mit 21 Startern mit Abstand am besten besetzte Gewichtsklasse. Auch ihm gelangen wie schon Alexander Bulatov in den Poolkämpfen zwei Siegen und zwei Niederlagen, sodass Yilmaz am Ende auf dem elften Platz landete. Der erfolgreichste Burghauser Starte war in der C-Jugend hingegen Timur Muhametow, der in der Klasse bis 42 Kilo an den Start ging. Nach drei Siegen und einer Niederlage in den Poolkämpfen zog Muhametow ins Finale ein, in dem er Pavlos Gkampaeridis (SC Isaria Unterföhring) gegenüberstand. Zwar konnte Muhametow den Kampf lange offen gestalten, am Ende musste er beim Stand schon 4:12 eine Schulterniederlage hinnehmen. Trotz der Finalniederlage konnte sich Muhametow dank seiner starken Auftritte zurecht über die hochvierdiente Silbermedaille freuen. Bei den A-Jugendlichen war hingegen als einziger Burghauser Starter Benjamin Pap Orsag im Turnierverlauf vertreten. Nach zwei Schulterniederlagen landete Pap Orsag in der Gewichtsklasse bis 42 Kilo auf dem dritten Platz.

Bei den Männern vertraten mit Erwin Kobsar und Magomed Kartojev zwei Starter die Farben des SV Wacker Burghausen – und dies durch die Bank erfolgreich! Nach längerer Pause ging Erwin Kobsar im Limit bis 57 Kilo auf die Matte. Auf zwei vorzeitige Siege gegen Mehmetcan Düzenli (TSV Sulzberg e.V) und David Dik (TV Traunstein) folgten Niederlagen gegen Nikolay Dobrev (SC Oberölsbach) und Simon Thurner (TV Geiselhöring). Am Ende war die Bronzemedaille Lohn für die Kobsars Mühen. Ein klarer Klassenunterschied wurde schnell bei den Auftritten von Magomed Kartojev sichtbar, der in der Klasse bis 70 Kilo seine Gegner nach Belieben beherrschte. Nach zwei Schultersiegen und einem Sieg durch verletzungsbedingtes Nicht-Antreten seines Gegners zog Kartojev souverän ins Finale ein. Dort traf er Felix Marek (ASV Hof), den er beim Stand von 11:0 noch auf die Schultern legte und damit seinen zweiten Titel bei den Bayerischen Meisterschaften feiern konnte.

Am Sonntag standen die Meisterschaften für die Altersgruppen der D-Jugend, B-Jugend und Junioren auf dem Plan. Während bei den D-Jugendlichen keine Burghauser Starter vertreten waren, gingen in der B-Jugend Arseni Michalev und Enes Saglam auf die Matte. Nach vier Schulterniederlagen in Folge mobilisierte Michael im letzten Turnierkampf nochmals alle Kräfte und sicherte sich zum Abschluss der Poolkämpfe noch einen hart umkämpften 8:7 Punktsieg gegen Moritz Klüpfel (RSV Schonungen), sodass er am Ende auf dem fünften Platz landete. Mit einem Sieg und zwei Niederlagen sicherte sich Enes Saglam am Ende in der Klasse bis 80 Kilo die Bronzemedaille. Als einziger Burghauser Vertreter machte Alexander Kreimer bei den Junioren gegen seinen einzigen Gegner Benedikt Hinterseer (AC Bad Reichenhall) gleich mit der ersten Aktion einen Schultersieg perfekt und sicherte sich damit die Goldmedaille im Limit bis 125 Kilo.


Die Burghauser Arseni Michalev, Alexander Kreimer, Enes Saglam, v.l., bei der Bayerischen in Burgebrach. © SV Wacker Burghausen

Die Bayerischen Meisterschaften im griechisch-römischen Stil finden in zwei Wochen statt, die heuer im Allgäu vom TSV Kottern ausgetragen werden.

Wie schon in der vergangenen Saison war das Interesse an den diesjährigen Bayerischen Meisterschaften enorm:  So traten 242 Ringer und Ringerinnen von 44 Vereinen im Rahmen der diesjährigen Titelkämpfe an, um die begehrten Landesmeistertitel auszufechten. Aufgrund des großen Andrangs standen gleich vier Matten bereit, denn nicht nur die Männer gingen in der Oberpfalz auf die Matte, sondern die weibliche Jugend, Junioren, Kadetten, bis zu den jüngsten Teilnehmern der D-Jugend. Mit bedruckenden elf Teilnehmern stellte der SV Wacker Burghausen die viertgrößte Abordnung an aktiven Athleten bei den diesjährigen bayerischen Meisterschaften, die wie schon im Vorjahr überaus erfolgreich vom 1. AC Regensburg ausgerichtet wurden.

Gleich sechs Starter gingen am Samstag in der C-Jugend für den SV Wacker Burghausen an den Start – und das mit großem Erfolg. So kämpfte sich Mustafa Ermanbetov nach zwei Siegen und einer Niederlage bis ins kleine Finale vor, in dem er Adam Tokmalov von AC Lichtenfels auf beide Schulterblätter legen konnte. Der Lohn für diese starke Leistung war die Bronzemedaille. Ebenfalls über den dritten Platz konnte sich Eric Dietrich freuen, der bereits bei den Bezirksmeisterschaften überraschen konnte. Auch auf Landesebene wusste Dietrich gegen wesentlich stärker einzustufende Gegner zu überzeugen. Auch er zog nach zwei Siegen und einer Niederlage in den Kampf um die Bronzemedaille ein. Dort lieferte er sich mit dem Regensburger Lokalmatadoren Gleb Underberg einen aktionsreichen Kampf auf Biegen und Brechen, an dessen Ende Dietrich als 10:9-Punktsieger hervorging. Zwei Wacker-Ringer gingen in der Klasse bis 34 Kilo an den Start. Zwar gelang Denis Vernergold mit einem Schultersieg ein guter Turnereinstieg, doch musste er im weiteren Verlauf zwei Niederlagen hinnehmen, die für ihn das vorzeitige Aus bedeuteten. Und auch Talha Yilmaz tat sich in der höheren Gewichtsklasse schwer, wenngleich auch ihm in den ersten beiden Turnierkämpfe hoch einzuschätzende Siege gelangen. Doch gegen den späteren bayerischen Meister Mario Welz (SC 04 Nürnberg) und Tamino Lischewski (SC Isaria Unterföhring) kassierte Yilmaz zwei Schulterniederlagen, die auch für Ihn das Turnierende bedeuteten. Im Endklassement belegten die beiden Burghauser den dreizehnten bzw. neunten Platz. Trotz starker Leistungen schrammte in der stark besetzten Klasse bis 38 Kilo Timur Muhametow knapp an Edelmetall vorbei. Nach drei Siegen und zwei Niederlage zog Muhametow in den Kampf um Platz 5 und 6 ein. Dort punktete er seinen Gegner Alexander Weber (AC Bad Reichenhall) vorzeitig aus und belegte damit den fünften Platz. Auf dem Bronzerang landete zudem Semih Becher in der Klasse bis 54kg.

Drei Ringer aus dem Burghauser Nachwuchskader gingen bei den Kadetten auf die Matte. Fest in Burghauser Hand war die Klasse bis 65 Kilo, in der sich Valentin Turovskij im Finale gegen seinen Teamkameraden Albert Kreimer durchsetzen konnte. Zuvor marschierten beide Burghauser Ringer in beeindruckender und unaufhaltsamer Manier durch die Poolkämpfe, in denen sowohl Turovskij als auch Kreimer je vier klare Siege gelangen. Auf dem fünften Platz landete am Ende Hasan Altintas, der in der Klasse bis 71 Kilo nach zwei Siegen und zwei Niederlagen knapp an Edelmetall vorbeischrammte.

Traditionell dünn besetzt fielen die Titelkämpfe bei den Männern aus, zumal sich mit dem SC Siegfried Kleinostheim und dem SV Wacker Burghausen zwei bayerische Vereine noch im Rennen um die deutschen Mannschaftsmeisterschaften befanden. So hatte schlussendlich Mansur Dakiev in der Klasse bis 74 Kilo mit Mohammed Tareq (TV Erlangen) nur einen einzigen Gegner. Diesen konnte das Burghauser Eigengewächs mit 10:0 vorzeitig auspunkten und sich so den diesjährigen Titel des bayerischen Meisters sichern. Mit der Silbermedaille musste sich am Ende der Kirchweidacher Jakob Rottenaicher zufriedengeben. Nach einem technischen Überlegenheitssieg und einem Schultersieg fand Rottenaicher im Finale in Manuel Albert (AS Hof) seinen Meister, gegen den er mit 1:11 nach Punkten unterlag.

Bei den Meisterschaften der D-Jugend stellten die Burghauser Ringer mit Alexander Bulatov nur einen Athleten. Mit einem Sieg und drei Niederlagen beendete dieser das Turnier auf dem sechsten Rang. Mit drei Athleten war der SV Wacker Burghausen bei den B-Jugendlichen vertreten. Nach drei Siegen und einer Niederlage kämpfte sich Sultan Muhametow bis ins kleine Finale der Klasse bis 52 Kilo vor, dort konnte er jedoch verletzungsbedingt nicht antreten, sodass er den undankbaren vierten Platz im Gesamtklassement belegte. Sieglos blieb hingegen bei seinen beiden Auftritten in derselben Gewichtsklasse Arseni Michalev. Enes Saglam ging im Gewichtslimit bis 62kg auf die Matte: nach einem Sieg und drei Niederlagen landete er schlussendlich auf dem sechsten Platz.

„Alles in allem bin ich mit den Ergebnissen zufrieden, wenngleich ich nach den gezeigten Leistungen bei den Bezirksmeisterschaften beim ein oder andern auf eine bessere Platzierung gehofft habe. Aber es gab auch einige positive Überraschungen, wie beispielsweise die Bronzemedaille von Eric Dietrich, mit der wir nicht gerechnet haben. Viele unserer Nachwuchsringer befinden sich gerade in einer Phase des Umbruchs, da sie in höheren Gewichtsklassen antreten. Es wird noch eine gewisse Zeit dauern, bis alles sich dort richtig eingefunden haben. Nun gilt es für uns weiter hart zu trainieren, dann bin ich guten Mutes, dass wir diesen Schritt gemeinsam schaffen werden. Und am kommenden Wochenende finden in Berchtesgaden bereits die bayerischen Meisterschaften im griechisch-römischen Stil statt. Dort möchten wir ebenfalls wieder eine gute Rolle spielen und möglichst viele Medaillen sammeln.“

 

 

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