Erfolgreiche Grizzlys bei den Landesmeisterschaften in Burgebrach. Insgesamt erreichten die Norisstädter elf Medaillen, darunter acht Goldene. © Matthias Baumeister

Die Nürnberg Grizzlys sind bei den bayerischen Einzelmeisterschaften der Freistiler im oberfränkischen Burgebrach mit elf Medaillen zurückgekehrt. Darunter erzielten sie allein acht Goldmedaillen.

Ersatzgeschwächt stellten die Grizzlys bei den Kadetten nur einen Teilnehmer, doch Benny-Ben Berkil lieferte ab. Im Limit bis 65 Kilo erreichte er souverän den Titel. So setzte sich Berkil bis zum Finale gegen Taron Avetisyan (RCA Bayreuth), Ilja Serebrennikov (RC Bergsteig Amberg), Johan Mitzscherling (SpVgg Freising) und Joel Anthofer (AC Regensburg) souverän durch, ehe im Finale um Gold auch der Chamer Jakub Mayer beim technischen Überlegenheitssieg chancenlos blieb. Mit Mark Barnowski fehlte sogar noch ein Medaillenkandidat, der allerdings zu einem DRB-Lehrgang eingeladen wurde.

Durchgebissen hat sich Phil Baumeister. Der Nachwuchsgrizzly, in seinem ersten C-Jugendjahr, verlor den entscheidenden Kampf um den Einzug ins Finale gegen Alexander Siebert (SC 04 Nürnberg) auf Schulter. Allerdings konnte er seinen tollen Turniertag mit dem Gewinn der Bronzemedaille noch krönen. In der Gewichtsklasse bis 34 Kilo zwang er den Burghauser Mustafa Ermanbetov in die Knie. Einen starken Auftritt zeigte Max Lehneis (46 kg), der nach drei technischen Überlegenheitssiegen von jeweils 16:0-Wertungspunkten über Amon Paselek (SV Untergriesbach), Paul Schwirtz (SV Siegfried Hallbergmoos) und im Finale gegen Quirin Lang (SV Untergriesbach) verdient ganz oben auf dem Siegerpodest stehen durfte.

Bei den Männern zeigte Julian Edel (61 kg) eine enorme Willensstärke, als er in seinem Auftaktduell noch nach einem Rückstand gegen Ibrahimi Abdul-Basir (SC Isaria Unterföhring) noch den Kampf drehte und mit der letzten Wertung seinen Auftaktkampf mit 4:4 gewann. Keine Konkurrenz hatte Ewald Stoll im Limit bis 97 Kilo und feierte ebenfalls seine Goldmedaille. Mit einer Silbermedaille kehrte Tobias Schmidt (86 kg) zurück, der nur das Finale gegen Benedikt Argstatter (SC Anger) deutlich mit 0:7-Wertungspunkten abgab. Mehr drin gewesen war für Denis Werwein, der in der gleichen Gewichtsklasse den fünften Rang erreichte. „Wir haben trotzdem ein super Ergebnis am ersten Tag in Burgebrach eingefahren“, zieht Grizzly-Cheftrainer Matthias Baumeister ein positives Fazit. Als hauptamtlicher Landestrainer des Bayerischen Ringer-Verbandes ließ er bei der Betreuung der Grizzly-Athleten die Trainer Max Gerlach, Alp Senyigit, Alexander Michael, Tobias Schmidt und Oğuz Karabacak den Vortritt.

Am zweiten Tag standen die D- und B-Jugend sowie die Junioren im Fokus. Can Ali Karabacak zeigte in seinem ersten B-Jugendjahr schon, dass mit ihm künftig zu rechnen ist. So ließ er gegen Gleb Schell (AC Lichtenfels) und Niklas Rudolph (TSV Kottern) überhaupt nichts anbrennen, in dem er beide vorzeitig schulterte. Spannend verlief allerdings das Duell gegen den Hallbergmooser Thomas Bauer, das er mit 6:4-Wertungspunkten für sich entschied. Im Finale zerlegte er Alexander Sakhnenko (ESV München-Ost) mit 10:0-Wertungspunkten. „Das hat Can richtig klasse gemacht, er hat souverän den Titel gewonnen“, lobt Senyigit den Auftritt des Nachwuchsgrizzlys. Allein drei Titel gab es bei den Junioren, wobei Erdogan Güzey (92 kg) in seinen drei Duellen im Nordischen System keinen einzigen technischen Punkt abgab. Schulterte er beim Stand von 8:0 den Hallbergmooser Emre Celik, so punktete er dessen Vereinskollegen Thomas Ernst mit 11:0 vorzeitig aus. Auch im letzten Duell ließ er den Westendorfer Tobias Schlecht keine Chance. In der Teamwertung gelang den Grizzlys bei den Junioren daher auch der erste Rang. In der Gesamtwertung schafften die Nürnberg Grizzlys 136 Punkte und landeten auf Rang fünf. Sie hatten insgesamt 19 Teilnehmer an beiden Tagen am Start.

„Wir sind voll im Soll. Anhand der teilnehmenden Sportler, die wir an beiden Tagen auf die Matte geschickt haben, können wir mehr als zufrieden sein“, zieht Grizzly-Coach Alp Senyigit nach den Landesmeisterschaften im Freistil ein positives Fazit. Selbst Abteilungsleiter Florian Wohlfahrt zeigt sich begeistert: „Ich bin zufrieden mit der Leistung der Teilnehmer. Da lacht mein Herz.“ Der Ringerchef konnte sich selbst vor Ort von der Leistung seiner Schützlinge überzeugen. „Die Arbeit des Trainerteams trägt Früchte. Jetzt heißt es, weiterarbeiten und die individuellen kleinen Fehler ausbessern.“

Zwei Wochen nach dem reibungslosen Verlauf der Bezirksmeisterschaften in Mittelfranken in Burgebrach, standen nun die Titelkämpfe in Zirndorf auf dem Programm. Im Griechisch-Römisch waren die Jahrgänge von der A- bis zur E-Jugend am Samstag gefordert, die Männer gingen am Sonntag über die Waage.

Mit 185 Teilnehmern waren die Titelkämpfe ähnlich gut besucht wie bereits in Burgebrach. Präsentierten sich bei der A-/B-Jugend 58 und bei der C-Jugend 51 Teilnehmer, so nahmen bei der D-Jugend noch passable 42 Teilnehmer, bei der E-Jugend leider nur 25 Nachwuchsrecken, teil. „Das Niveau der Kämpfe in der A-/B- sowie der C-Jugend waren sehr gut. Hier macht sich die Arbeit in den Vereinen, aber auch im Bezirk mit den Trainingstagen bemerkbar“, stellt Bezirksvorsitzender Martin Ackermann fest. In der Altersklasse der E-Jugend werde es wohl noch ein bis zwei Jahre dauern, bis hier wieder eine größere Teilnehmerzahl zu erwarten sei. „In Gesprächen mit den Vereinen ist es aber wohl so, dass einige Vereine im Bambinitraining hohe Teilnehmerzahlen haben.“

14 Vereine nahmen insgesamt am Samstag teil, wobei am Ende die Nachwuchsgrizzlys aus Nürnberg mit 101 Punkten die Teamwertung knapp vor Stadtrivale SC 04 Nürnberg (98) gewannen. Auf Rang drei kam der TSV Burgebrach (79). Alle Ergebnisse gibt es hier nachzuschauen.

Die Männer nahmen den Sonntag für sich in Beschlag. Mit 43 Aktiven aus neun Vereinen war die Bezirksmeisterschaft gut besucht. Nach längerer Pause konnten nun auch sie sich wieder im Bezirk messen. Intensive und attraktive Duelle gab es zu bestaunen. Für Martin Ackermann gibt es einen einzigen Wehrmutstropfen: Im Vorfeld ging man von 75 gemeldeten Teilnehmern aus, am Ende waren es dann doch deutlich weniger. „Hier müssen sich die Vereine durchaus mehr engagieren, damit die im Vorfeld angekündigte Teilnehmerzahl auch in die Realität umgesetzt wird“, betont Bezirkschef Martin Ackermann. Insgesamt sei es aber ein absolut toller Erfolg für alle Vereine und den Bezirk gewesen, dass wieder eine Männer-Bezirksmeisterschaft stattgefunden habe.

Nach der erfolgreichen Bezirksmeisterschaft in Burgebrach zeigten sich die Burgebracher Nachwuchsringer auch in Zirndorf im griechisch-römischen Kampfstil in bester Form. Acht Bezirksmeister mit Gold-, eine Silber- und drei Bronzemedaillen waren die hervorragende Ausbeute. Trainer Günter Montag: „Wir sind sehr stolz auf unseren Nachwuchs. Wir haben bewiesen, dass im Bezirk kein Verein an uns vorbeikommt. Die nächste Stufe ist die kommende Bayerische Meisterschaft, die am 10. und 11. Februar in Burgebrach stattfindet. Die Goldmedaille erkämpften Katharina Gareis, Arthur Peters, Michael Gareis, Mika Bayer, Vladyslav Revutzkyi, Nasar Shmorhun, Giorgi Udesiani und Michael Erohovec. Auch im Finale stand Lukas Bogensperger, der Silber erkämpfte. Bronze holten im kleine Finale David-Louis Rijnbeek, Richard Rutkowsky und Nick Gutorov. Jakob Kraus und Aslan Abbasov verpassten mit dem vierten Platz nur knapp das Treppchen. Fünfte wurden Antonia Gareis, Henry Schneiderwind und Olivia Peters. Simon Schwarzkopf und Paul Bogensperger lieferten mit sechste Plätze weitere Punkte für den Gesamterfolg. Der TSV Burgebrach belegte einen hervorragenden dritten Platz in der Gesamtwertung aller Vereine. Abteilungsleiter Volkmar Schmal freute sich enorm über diese starken Erfolge. „Mit meinem geschulten ringerischem Auge sehe ich, dass hier viele Talente im Burgebracher Dress unterwegs sind. Für die Zukunft ist mir bei diesen Leistungen nicht bange. Ein großes Dankeschön an unsere sehr gut ausgebildeten Trainer, die unseren Nachwuchs trainieren“.

Die strahlenden Bezirksmeister vom TSV Burgebrach, vorn von links: Michael und Katharina Gareis, hinten von links: Arthur Peters, Giorgi Udesiani, Mika Bayer, Michael Erohovec, Vladyslav Revutzkyi und Nasar Shmorhun. © Volkmar Schmal

Die Bezirksmeisterschaften in Mittelfranken waren wieder einmal ein voller Erfolg. In Burgebrach standen die Wettkämpfe der A- bis E-Jugend im Freistil auf dem Programm. Insgesamt nahmen 13 Bezirksvereine an den Titelkämpfen im Nachwuchs teil. 

Die Gesamtwertung bei den Bezirksmeisterschaften ging an den SC 04 Nürnberg mit 103 Punkten, vor dem TSV Burgebach (88) und den Nürnberg Grizzlys (83).


War die E-Jugend mit 22 Teilnehmern noch eher schwach besetzt, so sah es bei der D-Jugend mit 55 Aktiven etwas besser aus. Acht Vereine meldeten bei den Jüngsten, wobei Gastgeber Burgebrach mit 26 Punkten vor dem TV Unterdürrbach (16) und den Nürnberg Grizzlys (16) in der Gesamtwertung die Nase vorn hatte. Bei der D-Jugend war der SC 04 Nürnberg mit 28 Zähler am Ende in der Punktebewertung ganz weit oben. Dahinter platzierten sich Oberölsbach (24) und Burgebrach (19). Zwölf Vereine waren gemeldet.



In der C-Jugend nahmen wie bei der D-Jugend 55 Athleten teil. Hier setzte sich der SC 04 Nürnberg mit 35 Punkten als erfolgreichstes Team durch. Gut besetzt war auch die A/B-Jugend mit 62 Teilnehmern. Auch hier landete der SC 04 Nürnberg mit 32 Punkten in der Gesamtwertung auf Rang eins.

Sportwart Günter Metz, Bezirksjugendleiter Peter Fröhlich und Bezirksvorsitzender Martin Ackermann sind sich einig: „Der Rahmen und auch das Niveau der Kämpferinnen und Kämpfer war sehr gut.“ Nun geht es Ende Januar weiter. Dann steht die zweite Bezirksmeisterschaft im griechisch-römischen Stil in Zirndorf auf dem Programm.

Kampfrichterteam mit Martin Ackermann (2.v.l.) und Günter Wetz (2.v.r.) © Martin Ackermann/BRV

Der Bezirk Mittelfranken ist jüngst mit seinen Vereinen in Erlangen zu einer Sitzung zusammengekommen. Rückblickend waren sich die Bezirksleitung und alle teilnehmenden Vereinsvertreter einig, dass der Bezirkspokal der Männer, die Trainingstage im Nachwuchsbereich, sowohl männlich als auch weiblich, und der Schülerbezirkspokal sehr gute Veranstaltungen waren. Im kommenden Jahr soll es jeweils eine Fortsetzung geben. Darüber hinaus stellten die Vereine den Antrag, dass 2024 wieder eine Bezirksmeisterschaft im Männerbereich stattfinden soll. Aufgrund zu weniger Teilnehmer wurden die Titelkämpfe die vergangenen Jahre ausgesetzt. Nun ist Ende Januar der TSV Zirndorf Ausrichter der Wettkämpfe im Freien Stil. Die Titelkämpfe wurden aufgrund zu weniger Teilnehmer die letzten Jahre ausgesetzt. Am 13. Januar finden die Bezirksmeisterschaften der A- bis E-Jugend im Freistil in Burgebrach, am 27. Januar die Wettbewerbe im griechisch-römischen Stil in Zirndorf statt. Weil die Nachwuchsgewinnung bei den Kampfrichtern stets ein Dauerthema ist, soll es bei den Bezirksmeisterschaften einen Test geben: „Jugend pfeift für Jugend“, lautet der Vorschlag und die Idee des Bezirkskampfrichterreferenten Patrick Tomanek, der von allen Teilnehmern begrüßt wird. Ziel ist es, dass sich im Vorfeld der Bezirksmeisterschaften Athleten der Altersklassen A- bis C-Jugend melden, um bei Kämpfen der D- und E-Jugend unter Anleitung von erfahrenen Kampfrichtern erste Erfahrungen als Mattenleiter zu sammeln.

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