Am Samstag gilt es, wieder einen Heimsieg zu erringen. Damit kämen wir unserem erklärten Ziel, Aufstieg in die Oberliga, wieder einen Schritt näher“ erklärt der Hofer Trainer Fabian Rudert. Dies wird sicher kein leichtes Unterfangen, denn die Bayernligastaffel des SV Joh. Nürnberg ist nicht auszurechnen. Die Nürnberger verfügen über einen unvorstellbar großen Kader und können nach Belieben aufstellen. Unglaubliche 27 Ringer kämpften in dieser Saison bereits für die Norisstädter in der Bayernliga. Nicht umsonst belegen sie derzeit mit einem ausgeglichenen Punktekonto den vierten Platz. Es wird also am Samstagabend um 19:30 Uhr in der Hofer Jahnhalle wieder spannend werden. Greco-Trainer Alexander Ackermann: „Die Jungs sind motiviert und sie werden alles geben, die Punkte in Hof zu behalten. Aber wir dürfen die Nürnberger nicht auf die leichte Schulter nehmen.“ Fabian Rudert hofft wieder auf die Unterstützung der Fans: „Wenn du auf der Matte stehst und weißt, dass du rund 500 Fans im Rücken hast, die dich anfeuern, bist du in der Lage noch mal ein paar Prozent draufzulegen.

Rückblende: Im ersten Heimkampf des ASV Hof, dem zweiten Kampf in der gerade begonnenen Bayernliga-Saison, tritt der TV Erlangen mit gerade mal sieben Ringer in Hof an. Die rund 400 Zuschauer sahen am Ende nur sieben Einzelkämpfe und das Ergebnis von 40:0 aufgrund fehlender Ringer stand bereits auf der Waage fest. Ab diesem Zeitpunkt trat der TV Erlangen immer komplett oder ohne einen, laut Reglement erlaubten, fehlenden Ringer an. Dabei wurden bislang 17 aktive Ringer eingesetzt.

Zurück in die Gegenwart: Am vergangenen Samstag reiste das Team um Trainer Fabian Rudert, begleitet von rund 15 ASV-Fans, nach Erlangen. Auf der Waage dann die Ernüchterung. Auf der Aufstellung des TV Erlangen standen nur acht Ringer. Ein weiterer Ringer hatte Übergewicht. „Eine Mannschaft besteht aus zehn Ringern, von denen neun antreten und acht das vorgeschriebene Gewicht haben müssen“, zitiert der Hofer Trainer die Richtlinien des Bayerischen Ringerverbands. „Wir rechneten natürlich mit einem Sieg hier in Erlangen, aber nicht auf diese Art und Weise“, so Rudert weiter.

Im später stattfindenden Mannschaftskampf kamen am Ende nur fünf tatsächliche Einzelkämpfe zu Stande. Erlangen besetzte zwei Gewichtsklassen nicht, der ASV Hof musste die 66 kg-Klasse leer lassen. Darüber hinaus gaben zwei Ringer des TV Erlangen den Kampf im Vorfeld auf und ließen sich von ihren Hofer Gegner freiwillig auf beide Schultern legen.
Vorsitzender Wolfgang Fleischer ärgert sich: „Ich habe großes Verständnis, wenn Mannschaften Personalprobleme haben. Das kann jeden Verein treffen. Nur hat dies für mich schon einen gewissen Geschmack. Gerade gegen den ASV Hof tritt Erlangen, weder im Vorkampf, noch im Rückkampf, nicht komplett an. In den anderen bisher sieben ausgerichteten Kämpfen stellt Erlangen eine Mannschaft. Mir geht es um das Ringen im Allgemeinen. Ringen ist eine tolle Sportart, die viele Menschen begeistern kann, wie man bei unseren Heimkämpfen unschwer sieht. Mir haben unsere Fans leidgetan, die extra nach Erlangen gereist sind, um einen Bayernliga-Kampf zu sehen. Ich bin maßlos enttäuscht“.

Die rund 500 Zuschauer in der Hofer Jahnhalle erlebten ein glänzend aufgelegtes Team des ASV Hof, aber auch eine faustdicke Überraschung in der Aufstellung des ASV. Martin Preiß schnürte seit über zehn Jahren wieder seine Ringerschuhe, um das Team des ASV Hof zu unterstützen. „Unser Ziel war es den AC Regensburg auf eigener Matte zu schlagen. Es wäre ein fataler Fehler gewesen, die Oberpfälzer zu unterschätzen. Es war nicht zu erwarten, dass diese ersatzgeschwächt in Hof antreten werden“, erklärt Trainer Fabian Rudert. „Wir wollten das allerbeste Team, das wir derzeit in der Rückrunde stellen können, in diesen für die Meisterschaft vorentscheidenden Mannschaftkampf schicken. So fragten wir Martin Preiß, der uns ohne lange zu überlegen zusagte“, ergänzt Greco-Coach Alexander Ackermann.Die Gäste beklagten mehrere Verletzungsausfälle. Außerdem haben sie Berufstätige in ihren Reihen, die im Schichtdienst arbeiten. Dennoch schickten die Regensburger eine durchaus wettbewerbsfähige Mannschaft nach Hof, die allerdings im Hofer Hexenkessel nichts holen konnte.

Kampfverlauf in der Übersicht

In der Klasse bis 57 kg im griechisch-römischen Stil traf Yakup Bozkurt auf Daniel Koch. Der Hofer war auf einen schnellen Sieg aus, brachte den Gast mehrfach in die Bodenlage und legte ihn schließlich nach 1:35 Minuten auf beide Schultern.

Im Schwergewicht kämpfte Fabian Rudert gegen Anton Stiglmaier. Ein Schulterschwung vom Stand bescherte dem Hofer einen schnellen Schultersieg.

Rene Roth kann in der Rückrunde nun in seiner Lieblingsstilart, dem Freistil ringen. In der Klasse bis 61 kg punktete er den passiv eingestellten Joel Anthofer aus. Kurz nach Beginn der zweiten Runde wurde der ASVler zum Überlegenheitssieger erklärt.

Seine reine Weste behielt Lukas Fleischer in der Klasse bis 98 kg im griechisch-römischen Stil. Der passiv eingestellte Tristan Ruhstorfer wurde immer wieder vom Kampfrichter ermahnt aktiver zu kämpfen. Fleischer ließ sich davon nicht beeindrucken, spulte sein Programm ab und wurde nach 3:48 Minuten zum Überlegenheitssieger erklärt.

Süleyman Yildirim traf auf einen der stärksten Ringer der Liga in dieser Gewichtsklasse. Dem Hofer gelang zwar die erste Wertung, jedoch drehte der Gastgeber dann auf. Yildirim fand gegen den Regensburger kein Rezept und musste eine 2:17-Niederlage hinnehmen.

In der Klasse bis 86 kg im Freistil kam dann der lang erwartete Einsatz von Martin Preiß. Der ASVler kämpfte gegen Mohamad AlMelhem von Anfang an sehr konzentriert und zeigte eindrucksvoll, dass er nichts verlernt hat. Beim Stand von 12:0 legte der Hofer seinen Kontrahenten auf beide Schultern.

Einen harten Brocken bekam Felix Marek, der in die 71 kg-Klasse im freien Stil aufrückte, mit Chyngyz Shailobekov vorgesetzt. Der ASVler begann den Kampf mit einigen schönen Techniken, musste allerdings im Laufe des Kampfs die Überlegenheit des Regensburgers anerkennen. Shailobekov siegte mit 3:18 nach Punkten.

Einen sehr guten Einstand feierte Chris Söllner in der Klasse bis 80 kg im griechisch-römischen Stil gegen Albert Ibragimov vom AC Regensburg. Der Hofer war von Anfang an der aktivere Ringer, dem immer wieder sehenswerte Techniken gelangen. Der 9:3-Punktesieg des ASVlers war hochverdient.

Orlando Gutmann musste in der Klasse bis 75 kg Greco gegen Jonas Zimmermann auf die Matte. Der ASVler griff unentwegt an, was der Regenburger gut abzuwehren wusste. Dennoch konnte er die 7:0-Pausenführung Gutmanns nicht verhindern. In der zweiten Runde bot sich das gleiche Bild. Gutmann ackerte, Zimmermann wehrte ab. Der 11:0-Punktesieg des Hofers war hochverdient.

Im letzten Kampf des Abends zeigte Manuel Albert einmal mehr seine Freistil-Künste. Mit schönen Techniken holte sich der Hofer eine beruhigende 8:0-Pausenführung, um im Durchgang zwei nochmals so richtig aufzudrehen. Albert holte sich mit vier wunderschönen Griffausführungen weitere Wertungen, die ihm an Ende einen 18:0-Überlegenheitssieg einbrachten.

Am Samstag um 19:30 Uhr wird in der Hofer Jahnhalle der Spitzenkampf der diesjährigen Bayernliga Nord steigen. Der AC Regensburg, der bislang nur vom ASV Hof geschlagen werden konnte, ist bei den Hofer Ringern zu Gast. Vorsitzender Wolfgang Fleischer freut sich auf die Begegnung: „Regensburg hat eine ausgeglichene Mannschaft, die sehr variabel aufgestellt werden kann. Das beweist die Tatsache, dass die Oberpfälzer in dieser Saison bislang 24 Ringer aufgeboten haben. Fast doppelt so viele, wie der ASV Hof, der auf 13 eingesetzte Ringer in der Bayernliga kommt“.

Darüber hinaus bleibt abzuwarten, wie die Hofer Trainer auf den Stilartwechsel der Rückrunde reagieren. Alexander Ackermann, der vergangene Woche seinen letzten Kampf bestritten hat, muss ersetzt werden. Außerdem hat sich Maximilian Fleischer krank gemeldet und wird ebenfalls nicht zum Einsatz kommen. Trainer Fabian Rudert: Wir feilen noch an der Aufstellung, aber wir sind uns sicher, dass wir ein schlagkräftiges Team gegen den AC Regensburg auf die Matte schicken werden. Außerdem haben wir ja noch unseren elften Mann, unsere fantastischen Fans, im Rücken.

Am Samstag um 19:30 Uhr empfangen die Ringer des ASV Hof im letzten Kampf der Bayernliga-Vorrunde den TSV Weißenburg. Die Mittelfranken stehen zwar auf Platz 6, sind aber nur 2 Punkte vom dritten Platz in der Tabelle entfernt. Erst in der vergangenen Woche konnten sie den ASV Neumarkt besiegen.

Im Kader des ASV Hof gibt es immer noch Verletzte, so dass es durchaus zu Veränderungen in der Mannschaft kommen könnte. Der Hofer Trainer Fabian Rudert blickt dennoch zuversichtlich auf die Begegnung: „Natürlich sind wir als Tabellenführer Favorit in diesem Mannschaftskampf, aber wir werden uns den Sieg am Wochenende hart erkämpfen müssen“. Mannschaftsführer Willi Popp ergänzt: „Mit der Einstellung, die unser Team am vergangenen Wochenende in Nürnberg an den Tag gelegt hat und den fantastischen Fans, die als elfter Mann hinter der Mannschaft stehen, sollten wir die Punkte in Hof behalten“.

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