Bayern hat eine Olympiastarterin: Spannender hätte es Anna Schell (68 kg/SC Isaria Unterföhring) in ihrem Viertelfinalduell gegen die erfahrene Polin Agnieszka Wieszczek Kordus gar nicht machen können. Mit dem Schlusspfiff des Kampfrichters konterte die DRB-Ringerin einen Angriff ihrer Kontrahentin, kippte sie mit den Schultern in Richtung Ringermatte und bekam dafür zwei Punkte zum 4:3-Endstand zugesprochen. Der von der polnischen Ecke geforderte Videobeweis bestätigte die Wertung der Kampfrichter und brachte Schell einen weiteren Zähler zum 5:3. Der Jubel im deutschen Lager unbeschreiblich, denn damit löst Anna Schell die Fahrkarte nach Tokio 2020. Am Freitag ringt die Unterföhringerin um Bronze.

Anna Schell (rotes Trikot) im Duell gegen die US-Amerikanerin Tamyra Mansah. Foto: Jörg Richter/Ringsport-Magazin

Es macht mich einfach nur stolz, was die Jungs geleistet haben“, resümiert Vereinsboss Robert Zech den ersten Auftritt der neuformierten Ringermannschaft des TSV Westendorf. Nach dem Abstieg aus der Bundesliga ging das stark verjüngte Team am vergangenen Samstag beim TSV Berchtesgaden zum ersten Mal in dieser Form in der Bayerischen Oberliga an den Start und schaffte sogar einen vielumjubelten Auftaktsieg. Mit 17:11 gingen die Ostallgäuer als Sieger hervor. Dagegen gewann die SpVgg Freising mit 20:12 beim SC Isaria Unterföhring und liegt nun mit 3:1-Punkten an der Tabellenspitze. Ausführliches zum Duell zwischen Unterföhring und Freising

In der Bayerischen Oberliga wartet der SC 04 Nürnberg weiterhin auf seinen ersten Sieg. Die Maxvorstädter kassierten vor heimischem Publikum eine deutliche 8:20-Niederlage gegen den ATSV Kelheim. Nur drei von insgesamt zehn Einzelbegegnungen gingen auf das Konto der Nürnberger, die mit null Punkten weiterhin am Tabellenende liegen.

Michael Widmayer (72 kg/SV Wacker Burghausen) ist denkbar knapp an einer Bronzemedaille bei der WM in Nur-Sultan vorbeigeschlittert. Nachdem Sieg in der Hoffnungsrunde gegen Hujun Zhang aus China (2:0-Wertungspunkte) stand er dem Bulgaren Aik Mnatskanyan gegenüber, der zunächst wegen Beinarbeit mehrfach verwarnt wurde. Doch beim Stand von 3:1 für den deutschen Ringer, setzte der Bulgare 40 Sekunden vor Kampfende noch einmal alles auf eine Karte und glich mit einem blitzschnellen Angriff zum 3:3 aus.

Nach dem Aus von Fabian Schmitt bei der Weltmeisterschaft in Nur-Sultan (Kasachstan), kann sich Michael Widmayer vom SV Wacker Burghausen in die Geschichtsbücher schreiben lassen. Widmayer trifft im nicht-olympischen Limit bis 72 Kilogramm im kleinen Finale um Bronze auf den Bulgaren Aik Mnatskanian. „Das ist eine tolle Leistung", würdigt DRB- und BRV-Präsident Manfred Werner schon jetzt den tollen Auftritt. Widmayer gewann seinen Hoffnungsrundenkampf gegen den Chinesen Hujun Zhang mit 2:0-Wertungspunkten. Im Viertelfinale schrammte Widmayer knapp an einer Sensation vorbei, als er gegen den Uzbeken Aram Vardanyan knapp mit 3:4-Wertungspunkten unterlag. Der Griechisch-Römisch-Spezialist führte aber zwischenzeitlich schon mit 3:0.

Foto: Jörg Richter/Ringsport-Magazin

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