Der SC 04 Nürnberg war Schauplatz für die Bezirksmeisterschaften in Mittelfranken. 220 Teilnehmer kämpften um die begehrten Pokale, Medaillen und Urkunden im Freistil. Die besten Ringer qualifizierten sich für die kommende Bayerische Meisterschaft. Der Burgebracher Ringernachwuchs war mit zwölf Medaillen enorm erfolgreich.

Bezirksmeister wurde Aslan Abbasov (C-Jugend/48 kg) mit drei Siegen und einer Niederlage. Da in dieser Gewichtsklasse jeder Ringer mindestens eine Niederlage hinnehmen musste, gaben die höchsten Siege den Ausschlag für die Goldmedaille des Burgebrachers. Silber erkämpften Richard Rutkowsky (C-Jugend/40 kg/3 Siege und 1 Niederlage), Georg Rutkowsky (E-Jugend/30 kg/3 Siege und 1 Niederlage). Weiterhin Silber bei den D-Jugendlichen erkämpften Michael Alexander Gareis (24 kg/1 Sieg und 1 Niederlage), Elias Alt (31 kg/ 4 Siege und 1 Niederlage), Olivia Peters (34 kg/ 4 Siege und 1 Niederlage) und David-Louis Rijnbeek (38 kg/4 Siege und 1 Niederlage). Bronze holten bei den A-Jugendlichen Nazar Shmorhun (57 kg/3 Siege und 2 Niederlagen) und Georgi Udesiani (66 kg/3 Siege und 2 Niederlagen). In der E-Jugend sicherten sich Bronze Simon Schäfer (21 kg/1 Sieg und 2 Niederlagen) und Lukas Krüger (33 kg/1 Sieg und 2 Niederlagen). Antonia Andrea Gareis wurde bei der E-Jugend Dritte und erhielt damit Bronze (29 kg/3 Siege und 2 Niederlagen). Vierter wurde Avram Sharkozi (76 kg/2 Siege und 3 Niederlagen). Fünfter wurde Sergej Dudkin (E-Jugend/28 kg/1 Sieg und 4 Niederlagen). In der D-Jugend gab es mit Henry Schneiderwind (30 kg/1 Sieg und 4 Niederlagen), Leonie Krüger (33 kg/1 Sieg und 4 Niederlagen) und Lean Lunz (38 kg/5 Kämpfe) weitere fünfte Plätze.

Abteilungsleiter Volkmar Schmal ist sehr stolz auf die jüngsten Erfolge: „Alle Ringer haben sich unter den ersten fünf Plätzen gekämpft. Für viele Nachwuchsringer war das ihr erstes Turnier. Wir sind mit dem vierten Platz von 14 teilnehmenden Vereinen wieder eine Macht im Bezirk. Wir freuen uns nun auf die Bezirksmeisterschaft im griechisch-römischen Kampfstil, die am Samstag in Burgebrach stattfindet. Mit dem Heimvorteil freue ich mich jetzt schon riesig auf große Erfolge, viele Burgebracher Siege und einen reibungslosen Verlauf des Turniers“.

Die Gäste aus Oberölsbach brachten einen vollen Bus mit Fans nach Burgebrach. Beide Fanlager unterstützten ihr Team lautstark. Dieser Mannschaftskampf war bis zum Schluss sehr spannend. Am Ende trennten sich beide 13:13-Unentschieden. Abteilungsleiter Volkmar Schmal: „Ein versöhnlicher Saisonabschluss. Jetzt heißt es für die Verletzten, dass sie sich vollständig genesen, damit wir im kommenden Jahr zur 1000 Jahr Feier der Marktgemeinde Burgebrach erfolgreicher sind als in diesem Jahr“. Trainer Michael Giehl ergänzt: „Wir mussten wieder mit Felix Pflauger, Milan Mester und Dominik Winkler auf drei Stammringer verzichten. Das kann auch kein anderer Verein in der starken Oberliga stemmen. Deshalb bin ich mit dem Unentschieden sehr zufrieden. Alle sind an ihre Leistungsgrenze gegangen“.

57 kg Griechisch-Römisch: Das Duell zwischen Mukhmad Khakimov und Salman Kaschijew ging hauchdünn mit 14:13 an den Burgebracher (1:0).

130 kg Freistil: Der Kampf zwischen Jens Bayer und Patrik Fanderl war sehr spannend. Am Ende gewann der Gast mit 0:1 nach Punkten (1:1).

61 kg Freistil: Christopher Rippl versuchte gegen Fabian Meier mit Beinangriffe zum Erfolg zu kommen. Die gegnerische Abwehr bescherte dem Gast einen knappen Punktsieg (1:3).

98 kg Griechisch-Römisch: Peter Dömök sah gegen Petr Novak wie der Sieger aus. Bis er in der zweiten Hälfte einem herrlich gezogenen Schulterschwung nicht abwehren konnte (1:5).

66 kg Griechisch-Römisch: Johann Engelhardt hatte den passiv ringenden Christian Gregor sicher im Griff und gewann folgerichtig mit 12:3 nach Punkten (Halbzeitstand 4:5).

86 kg Freistil: Christian Merkel überraschte gegen Elias Brunner mit einem starken Einsatz und technischen Raffinessen. Nach zwei Runden wurde er zum souveränem 8:0-Punktsieger erklärt (7:5).

71 kg Freistil: Yunier Castillo Silveira wusste, es kommt auf jeden Punkt an. Er bekämpfte Felix Leinweber bis der 16:0 Überlegenheitssieg 10 Sekunden vor Kampfende feststand (11:5).

80 kg Griechisch-Römisch: Hier konnte der TSV auf Grund der Verletzten keinen Gegner stellen (11:9).

75 kg Griechisch-Römisch: Der 6:0 Punktsieg von Leonardo Quintero Torres über Jürgen Fürst war enorm wichtig, um den TSV vor dem letzten Duell eine sichere Führung brachte (13:9).

75 kg Freistil: Josef Giehl versuchte gegen Majid Dadashi alles, um keinen vierer abzugeben. Das klappte auch in der ersten Hälfte. Doch dann drehte der Gästeringer unglaublich auf und gewinnt durch technische Überlegenheit (Endstand 13:13).

Das Landesligateam des TSV siegte mit 27:25 über den Favoriten aus Amberg. Für den TSV gewannen: Nick Gutorov, Giorgi Udesiani, Michael Giehl, Johannes Baum und Ahmad Saidislomzoda.

Platz eins ging an den TV Unterdürrbach. © BRV/Bezirk Mittelfranken

Nur Gewinner gab es bei der Rückrunde des Schüler-Bezirkspokals Mittelfranken. Die Sporthalle des SC 04 Nürnberg war diesmal Austragungsstätte. „Die sieben teilnehmenden Mannschaften lieferten sich spannende und mit viel Herzblut geführte Kämpfe“, resümiert Bezirksjugendleiter Peter Fröhlich. Alle 100 teilnehmenden Kinder erhielten jeweils eine Medaille. Das als Neulings- und Nachwuchsturnier gedachte Event sei für viele der erste Wettkampf ihres jungen Ringerlebens gewesen. „Wir haben sehr viele strahlende Kinderaugen gesehen“, freut sich Fröhlich. Jeder Verein erhielt zudem einen Pokal. Im kommenden Jahr soll es dann bereits die fünfte Auflage geben. Fröhlich dankte im Namen der Bezirksvorstandschaft allen Helfern, „ohne sie ist eine solche Veranstaltung nicht möglich.“

 Bezirksjugendleiter Peter Fröhlich © BRV/Bezirk Mittelfranken

Abschlusstabelle

Kämpfe

g

u

v

Pkt.

1.

TV Unterdürrbach

12

11

1

0

23

2.

SC 04 Nürnberg II

12

10

1

1

21

3.

TSV Zirndorf

12

5

2

5

12

4.

WKG Erlangen/Laubendorf

12

5

1

6

11

5.

SV Joh. 07 Nürnberg II

12

3

1

8

7

6.

TSV Weißenburg

12

2

1

9

5

7.

TSV Burgebrach II

12

2

0

10

4

Ausgerutscht sind die Nürnberg Grizzlys in der Bayerischen Oberliga: Das Team von Alp Senyigit und Alexander Michael verlor den Auswärtskampf gegen den SC Oberölsbach mi 12:18. Durch die Niederlage rutschen die Grizzlys auf Rang fünf ab.

Insgesamt gingen nur drei Einzelkämpfe auf das Konto der Nürnberger. Zur Pause lagen die Gäste bereits mit 4:11 zurück. Nur Hamed Kiani (61 kg, Freistil) schaffte einen technischen Überlegenheitssieg über Fabian Meier und damit den einzigen Sieg im ersten Durchgang. Luis Brandl (57 kg, Griechisch-Römisch) verlor gegen Salman Kaschiiew mit 7:9-Wertungspunkten. Auch Ewald Stoll, der im Schwergewicht antrat, und Patrick Fanderl zum Gegner hatte, gab zwei Mannschaftspunkte ab. Tobias Schmidt (98 kg, Griechisch-Römisch) verlor gegen Petr Novak auf Schulter. Auch Griechisch-Römisch-Spezialist Seyran Hülseynzade musste sich im Limit bis 66 Kilo Christian Gregor geschlagen geben. Nach 1.54 Minuten drückte der Oberölsbacher ihn auf beide Schulter.

Nach der Pause schafften die Grizzlys kurz die Wende in diesem Kampf. Franco Besold holte sich in der Gewichtsklasse bis 86 Kilo einen Disqualifikationssieg über Matthias Stich. Selbst Roman Leifridt (71 kg, Freistil) sicherte sich weitere vier Mannschaftspunkte beim technischen Überlegenheitssieg (16:0). Die Grizzlys führten zwischenzeitlichen mit 12:11. In der Folge gewann Oberölsbach vor 300 Zuschauern die restlichen Kämpfe. Mark Weimer (80 kg), Tom Pusch (75 kg, beide Griechisch-Römisch) und Adam Leifridt (75 kg, Freistil) gaben ihre Kämpfe ab.

Am Ende gibt es die Erkenntnis, dass es einfach nicht zu einem weiteren Sieg gereicht hat. Eine Woche nach dem Derbysieg der Nürnberg Grizzlys in der Ersten Bundesliga gegen den AC Lichtenfels musste sich das Team von Cheftrainer Matthias Baumeister der AV Germania Markneukirchen knapp mit 14:16 geschlagen geben. Damit dürfte der Abstieg aus dem Oberhaus nicht mehr zu vermeiden sein.



Es war angerichtet für einen tollen Schlagabtausch. Die Vogtländer traten mit nur neun Mann an, ließen das leichteste Limit bis 57 Kilo unbesetzt. Wieder einmal stand der Kasache Amangali Bekbolatov ohne Gegner da, die ersten vier Zähler waren eingetütet. Einen Spitzenkampf erlebten die Zuschauer in der AVIA-Arena, als sich im Schwergewicht Robert Baran und Magomedgadzhi Nurasulov gegenüberstanden. Der Grizzly siegte am Ende mit 4:0-Wertungspunkten. Chancenlos war dagegen Julian Edel, der im Limit bis 61 Kilo im Freistil antrat. Der Hofer Roman Walter punktete nach zwei Minuten den Nürnberger vorzeitig aus. In Bestform präsentierte sich wieder einmal Tamas Levai. Im Halbschwergewicht eingesetzt, holte er bei seinem technischen Überlegenheitssieg über Luca Dariozzi vier Mannschaftspunkte für die Hausherren. Maximilian Gerlach (66 kg, Griechisch-Römisch) gab vier Punkte gegen Dustin Scherf ab. Zur Pause führte Nürnberg mit 10:8.

Mit dem Beginn der zweiten Halbzeit kippten die Markneukircher allerdings den Kampf. Andreas Walter, der im Limit bis 86 Kilo im Freistil auf die Matte ging, verlor seine Begegnung gegen den Polen Patryk Dublinowski mit 0:4-Wertungspunkten. Tim Stadelmann (71 kg, Freistil) wehrte sich in seinem Duell gegen den Türken Münir Aktas nach Kräften. Der Bronzemedaillengewinner der Europameisterschaft von 2022 holte einen knappen 2:1-Sieg. Zum ersten Mal waren somit die Gäste in Führung gegangen. Doch der Nürnberger Zoltan Levai (80 kg, Griechisch-Römisch) feierte noch über Seyran Simonyan einen vorzeitigen 15:0-Erfolg, was unterm Strich der letzte Einzelsieg für die Grizzlys bedeutete. Die zwischenzeitliche 14:11-Führung des Tabellenletzten blieb vor den beiden Kämpfen im Weltergewicht nur eine kurze Momentaufnahme. Michael Janot (Griechisch-Römisch) verlor gegen Maximilian Simon knapp mit 1:2, während Adam Leifridt (Freistil) der Überlegenheit des Russen Rasul Shapiev Tribut zollen musste. „Es ist eine bittere Niederlage, wenn gleich wieder einen tollen und spannenden Kampfabend erlebt haben“, stechen für Cheftrainer Matthias Baumeister die Einzelkämpfe von Tim Stadelmann und Michael Janot besonders hervor. Nicht nur, dass beide unglücklich verloren, war es doch ein schmeichelhafter Sieg des Türken Aktas. Die Enttäuschung ist sehr groß und auch die Gewissheit, dass der Abstieg wohl nicht mehr aufzuhalten ist. „Uns ist die Situation bewusst, dass wir nun die Planungen für die Zweite Bundesliga vorantreiben werden“, so der Cheftrainer. In den abschließenden Duellen gegen Kleinostheim (A), Greiz (H) und Schorndorf (A) geht es darum, dass sich vorwiegend die eigenen Athleten weiterentwickeln sollen.

© Thomas Hahn

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