Ein Doppelkampftag mit zwei Heimkämpfen erwartet am Wochenende die Ringer des SC Anger, die zuerst am Samstagabend um 19:30 Uhr den SC Isaria Unterföhring und weniger als 24 Stunden später am Sonntagnachmittag um 15:30 Uhr den TSV Burgebrach in der Aufhamer Sporthalle empfangen.

Erstere befinden sich mit zwei Siegen sowie neun Niederlagen mitten im Abstiegskampf der Ringerliga Bayern und haben derzeit noch zwei Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Burghausen II, welches sich aber als zweite Mannschaft bei Bedarf mit nominellen Bundesliga-Ringern verstärken und so im Saisonendspurt noch Boden gut machen könnte. Die Qualität für die höchste Klasse des Freistaats haben die Ringer aus dem Münchner Vorort allemal und feierten beispielsweise vor einem Monat gegen den amtierenden Tabellenzweiten aus Hallbergmoos einen verdienten Auswärtssieg, während in vielen weiteren Duellen bei hauchdünnen Niederlagen oft nur das letzte Quäntchen Glück fehlte. Dies war auch im Hinrundenduell gegen den SCA der Fall, als Leonidas Tzampisvili Franz Fröhlich kurz vor einer kampfentscheidenden Schulterniederlage hatte, ehe sich der Angerer aus dieser gefährlichen Lage noch einmal befreite und anschließend mit drei Mannschaftspunkten dafür sorgte, dass die Angerer doch noch mit 13:15 gewannen. Ähnlich spannend dürfte es auch am kommenden Samstag werden, da mit Blick auf die mutmaßlichen Aufstellungen der beiden Teams in mindestens der Hälfte aller Gewichtsklasse ausgeglichene Gefechte erwartet werden. Für den SCA gilt es, sich im Kampfverlauf einen möglichst hohen Vorsprung zu erarbeiten, um ausreichend Puffer für die beiden letzten Begegnungen zu haben, in denen die Unterföhringer zuletzt ihre beiden ausländischen Verstärkungen punktebringend einsetzten. Mit einem Sieg könnten die Angerer Ringer ihren Fans nach zuletzt drei Heimkämpfen ohne Zählbares endlich wieder einen Erfolg präsentieren und sich damit zum Saisonende hin noch einmal in Richtung der Platzierungen im vorderen Drittel orientieren.

Ebenfalls nötig wäre dafür aber auch ein direkt folgender zweiter Erfolg am Sonntag gegen den TSV Burgebrach, die zum Nachholkampf aus Oberfranken anreisen. Wie der SCA vertraut der aktuelle Sechste in den beiden unteren Gewichtsklassen auf Verstärkungen aus dem Ausland, sodass sich zwischen Sebastian Kolompar und Elchin Ibragimov, die sich bereits vor acht Wochen gegenüberstanden, sowie den bisher beiden ungeschlagenen Nikolozi Santeladze und Yaroslav Hurskyy zwei interessante Duelle entwickeln sollten. Zusätzlich verfügen die Gäste beispielsweise auch mit ihrer starken 75-80-98 kg Greco-Achse über weitere starke Ringer, die den sich ihnen entgegenstehenden Angerern das Leben schwer machen werden, womit es insgesamt ähnlich knapp werden könnte wie bereits im Hinkampf, welchen der SCA mit 12:15 für sich entschied.

Eine am Ende deutliche 7:21 Niederlage mussten am vergangenen Samstag die Ringer des SC Anger hinnehmen, die zum diesjährigen Ringerfestl dem Tabellenführer aus Westendorf unterlagen.

Für den Kampf mit dem Spitzenreiter der Ringerliga Bayern hatten sich die Angerer Verantwortlichen eine Teamvariante überlegt, die auf die bisherigen Aufstellungen der Gäste zugeschnitten war und dabei der weiter ersatzgeschwächten Angerer Mannschaft die beste Siegchance geben sollte. Allerdings stellten die Allgäuer, die für den Spitzenkampf sowie das anschließende Ringerfestl mit einem Fanbus angereist waren, im Vergleich zu den Vorwochen stark um, wodurch die Angerer Hoffnungen bereits nach der Waage stark gesunken waren.

Für den verhinderten Sebastian Kolompar startete Nikolozi Santeladze stilartfremd bis 57 kg griechisch-römisch gegen Michael Steiner und ging bis zur Pause mit einem Wurf sowie Durchdrehern im Boden mit 9:0 in Führung. Anschließend fand der Westendorfer besser in den Kampf und verkürzte noch etwas auf 11:3, was an den drei Mannschaftspunkten für den SCA aber nichts mehr änderte. Anstatt Oleksandr-Hooman Eftekhari schickten die Gäste bis 130 kg Freistil ihren bulgarischen Koloss Georgi Ivanov auf die Matte, der beinahe 30 kg mehr als Benedikt Argstatter auf die Waage brachte und entsprechend dieses Duell auch dominierte. Während sich der Angerer beim 0:7 Halbzeitstand, der vor allem durch Rausschieben entstanden war, noch gut aus der Affäre zog, geriet er nach der Pause in eine Bodenlage inklusive Durchdreher-Position, die schließlich in der technischen Überlegenheit für den Westendorfer endete. Bis 61 kg Freistil stand zum ersten Mal in dieser Saison Andreas Hocheder für die erste Mannschaft auf der Matte und zeigte wie schon in den Vorwochen eine bärenstarke Leistung. Gegen den erfahrenen Markus Stechele ließ der Jugendliche keine Aktionen zu und punktete nach einem 2:0 Halbzeitstand im zweiten Durchgang zweimal mit jeweils vier Punkten durch Beinangriffe, die in Summe ein 10:0 Ergebnis sowie drei Mannschaftspunkte bedeuteten. Bis 98 kg griechisch-römisch standen sich wie schon vor sieben Wochen Simon Öllinger und Felix Kiyek gegenüber, wobei der knapp 10 kg schwerere Westendorfer in der ersten Hälfte der aktivere Ringer war und eine vom insgesamt souveränen Kampfrichter Christopher Geiger angeordnete Bodenlage für einen Ausheber-Wurf nutzte.

Nach der Pause schwanden beim Gästeringer allerdings zunehmend die Kräfte, was der Angerer für drei eigene Punkte nutzte, mit denen er zwar noch auf 3:6 verkürzte, den Kampf aber insgesamt nicht mehr drehte und zwei Mannschaftspunkte nach Westendorf gingen. Bis 66 kg griechisch-römisch stand für den weiterhin erkrankten Felix Baumgartner erneut Paul Hogger in der Aufstellung, der aber nicht auf den Bulgaren Avgustin Spasov, sondern den Trainer der Westendorfer, Maximilian Goßner, traf. Der ehemalige Bundesliga-Ringer hatte nichts von seinem Können verlernt und war vor allem im Bodenkampf mit Ausheber-Würfen zu stark für den jungen Angerer, der in der fünften Kampfminute die technische Überlegenheit nicht mehr verhindern konnte, womit die Gäste zur Pause mit 6:10 führten. Im ersten Kampf nach der Unterbrechung, die durch eine gelungene Aufführung der „Dance Teens“ aus der Abteilung Leichtathletik verkürzt wurde, standen sich wie schon im Vorkampf Mohammed Khasaev und Luis Wurmser gegenüber. Nachdem dem Angerer vor sieben Wochen noch ein Schultersieg gelungen war, ereilte ihn nun selbst dieses Schicksal, als er mit einer Zange erwischt wurde und weitere vier Punkte an die Allgäuer gingen. Den dritten und letzten Angerer Sieg an diesem Abend erkämpfte sich bis 71 kg Matthias Eckart, der in einem aktionsarmen Kampf mit Nasrat Nasratzada stets der aktivere Ringer war und aufgrund zweier Aktivitätszeiten am Ende mit 2:1 gewann. Der Angerer hatte dem Westendorfer damit dessen erste Saisonniederlage beigebracht und erhielt einen Mannschaftspunkt. Auf 80 kg griechisch-römisch war Franz Fröhlich aufgerückt, der damit eigentlich dem ukrainischen Ausnahmeringer Bohdan Kabyn aus dem Weg gehen wollte, der am Samstag aber ebenfalls eine Gewichtsklasse nach oben gegangen war. In einem ungleichen Duell holte sich der Westendorfer nach zwei Suplex-Würfen noch in der ersten Minute die technische Überlegenheit, indem er den Angerer bis zum 0:16 Endstand über die Matte drehte. Auf 75 kg griechisch-römisch hatte Michael Klouceck abgekocht, der es mit dem zweiten Trainer der Westendorfer, Matthias Einsle, zu tun bekam und in der ersten Runde in einer angeordneten Bodenlage zwei Durchdreher nicht verteidigen konnte. Im aktionsarmen zweiten Durchgang punkteten beide Ringer jeweils einmal, was einen 1:6 Endstand und zwei Mannschaftspunkte für die Gäste bedeutete. Ein ausgeglichenes Duell lieferten sich zum Abschluss bis 75 kg Freistil Philipp Bart und Daniel Joachim, in dem der Angerer bis kurz vor Schluss 3:1 führte, ehe der zuvor sehr passive Westendorfer mit der letzten Aktion einen erfolgreichen Beinangriff landete, durch den er auf 3:3 ausglich und aufgrund der zuletzt erzielten Wertung mit einem Mannschaftspunkt gewann, womit er auch den 7:21 Endstand einstellte.

Nach dem Kampf feierten beide Vereine, die seit vielen Jahren eine Freundschaft verbindet, gemeinsam mit ihren Fans beim Angerer Ringerfestl die bisherige Saison, die mit vier ausstehenden Kampfwochenenden nun auf die Zielgerade einbiegt. Am kommenden Samstag hat die erste Mannschaft aufgrund einer Kampfverschiebung frei und kann diese Zeit zur Regeneration nutzen, ehe dafür eine Woche später direkt zwei Heimkämpfe gegen Unterföhring und Burgebrach anstehen.

Der Countdown läuft zum offenen Jean-Foeldeak-Turnier am Samstag 6. Juli  in Traunstein. Das renommierte Nachwuchsturnier findet in diesem Jahr in der südostbayerischen Region des Freistaats statt. Ausrichter des Jugendturniers, das beim Bayerischen-Ringer Verband seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil des bayerischen Turnierprogrammes gehört, ist in diesem Jahr der TV Traunstein (Bezirk Inn/Chiem), dessen Geschichte bis ins Jahr 1946 zurückreicht. Dort steigen Vorfreude und organisatorische Planungen gleichermaßen.

„Wir bereiten uns seit Anfang Juni auf das Turnier vor und wollen gute Gastgeber sein“ betont TVT-Abteilungschef Hartmut Hille und fügt hinzu: „Für uns ist das eine Ehre, ein Turnier mit einer solch bedeutenden Historie ausrichten zu können.“ Auch der ebenfalls in Traunstein aktive Bezirksleiter Christian Pribil freut sich auf Ausrichtung der Jugendwettkämpfe in seiner Heimatstadt. Er war im Rahmen seiner Bezirksarbeit maßgeblich daran beteiligt, dass das Foeldeak-Turnier nach Traunstein kommt, das in der vor fünf Jahren in Kooperation zwischen dem Landkreis Traunstein, der Stadt Traunstein und dem TV Traunstein fertiggestellten 3-fach Turnhalle in unmittelbarer Bahnhofsnähe durchgeführt wird. Dort hatte die Stadt Traunstein auch einen Ringerraum erbauen lassen, der den Traunsteiner Ringern moderne und attraktive Trainingsbedingungen ermöglicht.  

Als Belohnung für ihre tollen Leistungen auf den Bayerischen und Deutschen Meisterschaften in den vergangenen Jahren bekamen am vergangenen Wochenende die beiden heimischen Nachwuchsringer Sebastian Gröbner (TSV Trostberg) und Maximilian Hinterstoißer (SC Anger) die Chance, sich unter den Augen des bayerischen Landestrainers Matthias Baumeister auf den internationalen Tallinn Open zu beweisen. Das in sie gesetzte Vertrauen konnten die beiden auch mehr als erfüllen, indem sie im alljährlich in der estländischen Hauptstadt stattfindenden Nachwuchsturnier, das Ringer aus ganz Europa und Nordamerika anzieht, in zwei stark besetzten Gewichtsklassen den 2. Und 9. Platz erreichten. Komplettiert wurde das Bayerische Team durch Vitus Scheifele vom TSV Westendorf, Tobias Kohler und Dominik Thiel vom SC Isaria Unterföhring, Mark Barnowski vom SV Johannis Nürnberg sowie Freistil-Trainer Alexander Michael.

In der Altersklasse 2009 und 2010 ging Sebastian Gröbner vom TSV Trostberg in der Gewichtsklasse bis 48 kg auf die Matte und maß sich dort mit 28 Mitstreitern. Nach einem schnellen Schultersieg zum Auftakt über Denys Vitkovskyy aus der Ukraine unterlag der heimische Nachwuchsringer im zweiten Kampf dem Franzosen Manserer Khadjiev technisch überlegen und stand damit in den folgenden Duellen unter Druck, da eine zweite Niederlage das Turnieraus bedeutet hätte. Gröbner hielt diesem aber hervorragend stand und ließ im Anschluss einen weiteren Schultersieg über Egemen Okuyan aus der Türkei sowie einen hart erkämpften 9:7 Punktsieg über Colton Schultz aus den USA folgen. Im fünften Kampf des Tages konnte auch Gelbs Rubljovs aus Litauen den jungen Trostberger nicht stoppen, der sich dieses Mal sicher mit 5:0 nach Punkten durchsetzte. Gröbner stand damit nur noch einen Sieg vom Finale entfernt, da sein französischer Kontrahent aus dem zweiten Kampf inzwischen ausgeschieden war und nur noch Leo Säynäjoki auf den jungen Trostberger wartete. In einem spannenden Kampf behielt der heimische Ringer nach vier intensiven Minuten mit 6:4 die Oberhand und stand damit nach einer herausragenden Leistung zum Abschluss eines langen Turniertages im Finale. In diesem zeigte sich schließlich Kyrylo Shcherbyna aus der Ukraine als der stärkere Ringer, wodurch Gröbner auf einem hervorragenden zweiten Platz landete und mit der Silbermedaille im Gepäck die Heimreise antreten durfte.

Bis 57 kg griechisch-römisch stand vom SC Anger Maximilian Hinterstoißer auf der Matte und sah sich unfassbaren 46 Mitstreitern gegenüber. Davon unbeeindruckt begann der junge Angerer direkt mit zwei technisch überlegenen Siegen und schickte die beiden Schweden Devin Svärtling und Ehsan Alizada vorzeitig mit 8:0 und 10:1 von der Matte. Joel Jyrkilä aus Finnland hieß im dritten Duell der Kontrahent des Angerers, der auch dieses Mal nicht zu stoppen war und sich souverän mit 8:0 durch technische Überlegenheit durchsetzte. Im vierten Duell des Tages musste sich Hinterstoißer zum ersten Mal geschlagen geben und unterlag dem Schweizer Joel Gächter, dem späteren Turnierfünften, mit 4:13. Diesen ersten Rückschlag konnte der Angerer Nachwuchsringer allerdings problemlos verkraften und zeigte bereits im fünften Kampf wieder sein ganzes Können, indem er Oleksii Fominykh vom brandenburgischen 1. Luckenwalder SC technisch überlegen mit 12:2 von der Matte schickte. Das Turnieraus ereilte Hinterstoißer schließlich in seinem sechsten Kampf an diesem Mammut-Tag, als er sich Zakhar Nuzhyn, der sich wenig später auch als Turniersieger durchsetzte, aus der Ukraine geschlagen geben musste und nach seiner zweiten Niederlage ausschied. Dennoch durfte der junge Angerer stolz auf seine Leistung sein und wurde insgesamt Neunter in seiner Gewichtsklasse.

Seit jeher dienen dem Deutschen Greco-Nationaltrainer Michael Carl und seinem Trainerstab die im dänischen Nykøbing Falster ausgetragenen Thor Masters als Gradmesser der Leistungen vor den anstehenden großen internationalen Turnieren. Doch geht es heuer nicht "nur" um die Teilnahme an Weltmeisterschaften, vielmehr stehen die Qualifikationsturniere für die Olympischen Spiele auf dem Plan, zu deren Teilnahme eine Nominierung des Bundestrainers notwendig ist. Für die Burghauser könnten die Karten nach den beeindruckenden Leistungen im hohen Norden kaum besser sein, um beim kommenden Qualifikationsturnier auf Europa-Ebene mit dabei zu sein.

Im heurigen Jahr waren die mittlerweile schon traditionellen Thor Masters, die ausschließlich im griechisch/römischen Stil ausgetragen werden, qualitativ und quantitativ stark besetzt wie nie zuvor: mit 20 Landesvertretungen sowie einigen Sportlern, die ihre Vereinsfarben vertraten, ergab sich ein Teilnehmerfeld, das durch eine durchwegs hohe Leistungsdichte bestach. Somit wurden die Thor Masters zu einem echten Gradmesser für die deutsche Nationalmannschaft. Da das Turnier im sogenannten "Nordischen Modus" ausgetragen wurde, ergeben sich für alle Sportler eine Vielzahl an Mattengefechten, in den jeweiligen Pools alle Sportler gegeneinander antreten mussten.

Im Fall von Witalis Lazovski, der in der Klasse bis 67 Kilo auf die Matte ging, bedeutete dies konkret sieben Kämpfe, verteilt auf zwei Wettkampftage. Nach den ersten fünf Kämpfen war Lazovski, der u.a. den ehemaligen Vize U23-Europameister Niklas Öhlen (Schweden) und den international sehr erfahrenen Finnen Matias Lipasti besiegen konnte, eigentlich auf Finalkurs. Doch im entscheidenden Kampf gegen den Moldawier Valentin Petic war Lazovski nicht nur mit einem starken Gegner, sondern auch mit einer Vielzahl an regelwidrigen Kampfrichterentscheidungen konfrontiert, gegen die er am Ende bei seiner 3:8 Niederlage nichts ausrichten konnte. Im kleinen Finale sicherte sich Lazovski am Ende mit einem 1:1 Sieg auf Grund der zuletzt erzielten Wertung gegen den Schweizer Andreas Vetsch die hochverdiente Bronzemedaille. Lazovskis ärgster Konkurrent auf den Startplatz bei der Olympiaqualifikation - Aaron Bellscheidt - musste im Gesamtklassement mit Rang neun vorliebnehmen, sodass der Burghauser Leistungsträger nach seiner beeindruckenden Bundesliga-Runde nun noch ein weiteres Argument zu seinen Gunsten aufführen kann. 

Im Limit bis 72kg gelang Michael Widmayer nach fünf Siegen in Folge der Finaleinzug. Im Kampf um Gold musste er sich am Ende überraschend deutlich dem Litauer Vilius Savickas geschlagen geben, der zuletzt im Jahr 2023 mit seiner Silbermedaille beim Grand Prix von Deutschland für Aufsehen sorgte. Besonders auffällig bei Widmayers Kämpfen: Aufgrund seines immensen Offensivdrangs und einiger Unaufmerksamkeiten lag Widmayer in den meisten Kämpfen zurück, konnte aber im weiteren Kampfverlauf auf Grund seiner Konditions- und Willensstärke die Kämpfe noch zu seinen Gunsten drehen.

Als mit Abstand am besten besetzte Gewichtsklasse stellte sich das 77kg-Limit heraus, in dessen 28 Mann starkem Teilnehmerfeld sich eine Vielzahl an Weltklasseathleten tummelten, darunter auch die Burghauser Idris Ibaev und Roland Schwarz. Besonders spannend: auch Deni Nakaev - der wohl größte Konkurrent der beiden Wackerianer - war ebenfalls mit am Start, sodass die Ergebnisse der Thor Masters sicherlich direkten Einfluss auf die Nominierung des Bundestrainers haben dürfte. Vor allem Idris Ibaev zeigte bei seinen sechs Turnierkämpfen beeindruckende Leistungen. Nach Siegen gegen den ungarischen U20 Europameister Attila Tösmagi und eben gegen seinen größten Konkurrenten im Bundeskader - Deni Nakaev - gelang Ibaev am Ende der Einzug ins kleine Finale. Einzig dem Serben Viktor Nemes, seines Zeichens amtierender Vize-Europameister, musste sich Ibaev geschlagen geben. Im Kampf um Bronze ließ Ibaev dem Schweden Albin Olofsson keine Chance und punktete diesen vorzeitig aus. Roland Schwarz kam bei seinen sechs Turnierkämpfen auf vier Siege und zwei Niederlagen. Auch Schwarz musste sich dem Serben Viktor Nemes geschlagen geben, zudem kassierte er gegen Deni Nakaev eine vermeidbare 2:3 Niederlage. Im Gesamtklassement landete Schwarz auf Rang sieben, Deni Nakaev auf Platz fünf.

Nicht mit am Start war Christopher Kraemer, der eigentlich für die Gewichtsklasse bis 60kg vorgesehen war. Zuletzt arbeitete Kraemer akribisch auf die Teilnahme bei den Thor Masters hin, nachdem er ja von einer Verletzung und der daraus unvermeidbaren Operation wochenlang zur Pause gezwungen wurde. Zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt machte ihm allerdings ein fiebriger Infekt einen Strich durch die Rechnung, sodass sein Comeback zwangsweise ins Wasser fiel.

Auch die restlichen deutschen überzeugten mit starken Turnierleistungen. So demonstrierte Etienne Kinsinger in der Klasse bis 60 Kilo mangels echter Konkurrenz seine Klasse mit dem ungefährdeten Turniersieg. Im 87 Kilo-Limit verpasste Hannes Wagner zwar die Medaillenränge auf Rang sechs liegend, zeigte aber ansprechende Leistungen auf der Matte. Im Halbschwergewicht bis 97kg sicherten sich Lucas Lazogianis und Peter Öhler Silber und Bronze. Schwergewichtler Jello Krahmer verpasste mit dem vierten Platz die Medaillenränge knapp. Dank der geschlossenen Mannschaftsleistung sicherte sich das deutsche Team mit 17 Punkten unangefochten die Länderwertung. Platz zwei und drei gingen mit elf bzw. zehn Punkten an Litauen und Moldawien.

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