Der Countdown läuft zum offenen Jean-Foeldeak-Turnier am Samstag 6. Juli  in Traunstein. Das renommierte Nachwuchsturnier findet in diesem Jahr in der südostbayerischen Region des Freistaats statt. Ausrichter des Jugendturniers, das beim Bayerischen-Ringer Verband seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil des bayerischen Turnierprogrammes gehört, ist in diesem Jahr der TV Traunstein (Bezirk Inn/Chiem), dessen Geschichte bis ins Jahr 1946 zurückreicht. Dort steigen Vorfreude und organisatorische Planungen gleichermaßen.

„Wir bereiten uns seit Anfang Juni auf das Turnier vor und wollen gute Gastgeber sein“ betont TVT-Abteilungschef Hartmut Hille und fügt hinzu: „Für uns ist das eine Ehre, ein Turnier mit einer solch bedeutenden Historie ausrichten zu können.“ Auch der ebenfalls in Traunstein aktive Bezirksleiter Christian Pribil freut sich auf Ausrichtung der Jugendwettkämpfe in seiner Heimatstadt. Er war im Rahmen seiner Bezirksarbeit maßgeblich daran beteiligt, dass das Foeldeak-Turnier nach Traunstein kommt, das in der vor fünf Jahren in Kooperation zwischen dem Landkreis Traunstein, der Stadt Traunstein und dem TV Traunstein fertiggestellten 3-fach Turnhalle in unmittelbarer Bahnhofsnähe durchgeführt wird. Dort hatte die Stadt Traunstein auch einen Ringerraum erbauen lassen, der den Traunsteiner Ringern moderne und attraktive Trainingsbedingungen ermöglicht.  

Traunsteins Oberbürgermeister: Ringen unverzichtbarer Baustein im Sportprogramm der Stadt Traunstein

„Ringen ist untrennbar mit der Stadt Traunstein verbunden. Die Abteilung wurde 1946 erstmals gegründet und stellt einen unverzichtbaren Baustein im Sportprogramm der Stadt dar. Wir freuen uns, dass die Ringerabteilung des TV Traunstein das Turnier ausrichtet und heißen die Sportgäste aus nah und fern herzlich willkommen!“ betont Traunsteins Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer und fügt hinzu: „Traunstein ist nicht nur eine Hochschulstadt sondern auch eine Sportstadt, was die vielen aktiven Sportler immer wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen. Und natürlich freuen uns auch die Erfolge der Aktiven, wozu auch gerade die Ringer seit vielen Jahrzehnten beitragen.“ Nicht umsonst seien die Ringer des TVT „Dauergast“ bei der städtischen Sportlerehrung.

Auch Landtagsabgeordneter und Traunsteiner Stadtrat Konrad Baur, der dem Verein im Ehrenamt vorsteht, zeigt sich von dem Engagement der Ringerabteilung begeistert. Als früherem Nachwuchsringer liegt dem bekennenden Ringerfan der Ringsport in der Stadt ohnehin auch persönlich am Herzen. Dass die Ringerabteilung auch die Manpower und den inneren Zusammenhalt mitbringt, um das renommierte Jean-Foeldeak-Turnier zu stemmen und gut auszurichten, freut Baur besonders, der mit seinem Vater Otto Baur und Vorgänger im Ehrenamt, oft bei den Mannschaftskämpfen des TVT (derzeit Landesliga Süd) als sachkundiger Zuschauer am Mattenrand zu sehen ist.

Dabei wissen nur wenige, was es mit dem Namensgeber des Jean-Foeldeak-Turniers auf sich hat. Der in Hitias (im damaligen Ungarn) geborenen Jean Földeák, dessen Name „Foeldeak“ seit fast einem Jahrhundert untrennbar mit dem Ringsport verbunden ist wie es von Seiten des gleichnamigen Trainings- und Wettkampfstättenausstatters heißt, prägte den Ringsport in Deutschland ganz maßgeblich. Geht sein Einfluss doch maßgeblich über das Sportliche hinaus: Es ist die bewegende Geschichte eines Ringers, der trotz vieler Rückschläge an seiner Vision und seinem Traum festhielt und 1932 bei den Olympischen Spielen in Los Angeles die Silbermedaille im Mittelgewicht für Deutschland holte.

Zeitlos prägender Einfluss auf das Ringen

Die Wirkung des 1993 im hohen Alter von 90 Jahren verstorbenen Ringers ist enorm – und das nicht nur, weil der überwiegende Teil der bayerischen Vereine und darüber hinaus bis in internationale Spitzenwettkämpfe auf Foeldeak-Matten trainiert und gerungen wird, oder auch der eine oder andere Foeldeak-Dummy zu Übungszwecken auf der Matte geworfen wird. Als Bundestrainer in der Nachkriegszeit – aber auch als Verfasser vieler Publikationen und Bücher über den Ringsport - hat er diesen maßgeblich gelehrt und weiter entwickelt.  Die bewegende Geschichte, mit der sich der junge Ringer seinen Traum erfüllte kann hier nachgelesen werden: (https://www.foeldeak.com/geschichte/).

Die Durchführung des Turniers in Traunstein ist entsprechend dem Namensgeber „Jean Foeldeak“ untrennbar mit dem im oberbayerischen Geretsried ansässigen Traditionsunternehmen Foeldeak verbunden. Und so freut man sich von Firmenseite auf das Turnier in Traunstein wie Geschäftsführer Norbert Hörr betont: „Es ist eine besondere Ehre für uns, dass das Turnier auch heuer seine Fortsetzung findet und bayerische Vereine wie heuer der TV Traunstein die Tradition hoch halten.“ Im Gepäck hat Hörr am 6. Juli nicht nur Mattendecken in einheitlichem, bayerischen Design, sondern auch Preise für die erfolgreichsten Vereine. So ist unter anderem eine Matte für den Schulsport und wertvolles Trainingsequipment von der Firma Foeldeak vorgesehen.

Breiten- und Spitzensport: Talente im Fokus der Landestrainer

Auf die Jahrzehnte lange, erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Firma Foeldeak, aber auch auf die Wichtigkeit des Turniers weist der Präsident des Bayerischen-Ringer Verbandes, Florian Geiger hin: „Wir freuen uns, dass wir 2024 mit unserem größten Sichtungsturnier in Traunstein zu Gast sein dürfen. Für die Rahmenbedingungen zeichnet der Traditionsverein TV Traunstein verantwortlich, mit dem wir einen erfahrenen Ausrichter gefunden haben. Zahlreiche talentierte Nachwuchsringerinnen und Nachwuchsringer werden wieder die Gelegenheit nutzen, sich in den Fokus der Landestrainer zu schieben um sich für einen Platz im Landeskader zu empfehlen. Auch in diesem Jahr wird unser langjähriger Kooperationspartner, Foeldeak, mit seinen attraktiven Sachpreisen wieder für das i-Tüpfelchen beim Turnier sorgen. Ich freue mich auf spannende Kämpfe!“.

Hartmut Hille und Christian Pribil vom Turnierausrichter TV Traunstein und dem heimischen Ringerbezirk Inn/Chiem erhoffen sich gleichermaßen auf eine gute Beteiligung beim offenen Jean-Foeldeak-Turnier in Traunstein. Und während man davon ausgeht, dass die südostbayerischen und grenznahen österreichischen Vereine mit vertreten sind, ist man auch auf weiter angereiste Teams vorbereitet. „Deshalb bieten wir weit gereisten Vereinen auch eine Übernachtungsmöglichkeit in der Nacht von Freitag auf Samstag an. Wir wollen alles tun, dass wir am Samstag 6. Juli gute, spannende und verletzungsfreie Kämpfe sehen und viele junge Ringer ihren persönlichen kleinen Traum auf einen Turniersieg oder eine gute sonstige Platzierung realisieren können – ganz im Stil der Erfüllung der persönlichen Träume für die auch Jean Foeldeak stand!“.

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