Zwei Gold-, drei Silber- und fünf Bronzemedaillen, das ist die Bilanz der Juniorinnen und Junioren bei den deutschen Einzelmeisterschaften in Triberg und Bruchsal. Während die Griechisch-Römisch-Spezialisten einen Medaillensatz im Schwarzwald gewann, sicherten sich die Freistiler im badischen Bruchsal sieben Mal Edelmetall.



Das Freistil-Team des BRV mit den Juniorinnen bei der DM in Bruchsal. © Marcel Fornoff

So richtig zufrieden kann Marcel Fornoff nicht sein. Der hauptamtliche Cheftrainer der Freistiler im BRV: „Platz vier darf und ist nicht unser Anspruch. Es muss am Ende die Top drei sein“, hebt er hervor. Mit 50 Punkten liegt Bayern zwei Zähler hinter dem Drittplatzierten aus NRW. Fornoff ist überzeugt, dass die Verletzungen von Erdogan Güzey und Roman Leifridt (Amberg) ausschlaggebend sind. „Ich bin überzeugt, dass Edi mindestens eine Medaille geholt hätte.“ Aufgrund einer Knieverletzung konnte der Nürnberger nicht mehr alles aus sich herausholen. Am Ende gewann der Bayerische Ringer-Verband letztlich sechs Medaillen. Die für die Nürnberg Grizzlys startenden Damir Shifadugov und Alex Vishniakov zeigten als Kadetten einen starken Auftritt. „Luis Wurmser und Niklas Steiner haben Potential. Die beiden Westendorfer müssen in die neue Altersklasse auch erst einmal hineinwachsen“, sagt Marcel Fornoff. Überrascht zeigt sich der Coach über den Gewinn der Bronzemedaille von Rostislav Leicht, der in seinem ersten Juniorenjahr gleich auf das Siegerpodest kam. Die einzige Goldmedaille in Bruchsal gewann Yusuf Senyigit. Der Grizzly hatte in seiner Gewichtsklasse keine Konkurrenz und verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr. Nun hofft der Nürnberger dieses Jahr wieder auf den internationalen Zug aufspringen zu können. Die erste Etappe soll die Teilnahme bei der Junioren-EM sein. Allerdings gibt es auch vereinzelte Kritik an einige Ringer, die die taktischen Vorgaben der Trainer nicht umgesetzt haben. „Das ist sehr ärgerlich, dadurch wurden Kämpfe verloren und auch bessere Platzierungen vergeben“, betont Marcel Fornoff.

Junioren/Freistil:
57 kg: 3. Felix Kirchhof (SC Isaria Unterföhring), 8. Damir Shifadugov (Nürnberg Grizzlys), 10. Niklas Steiner (TSV Westendorf)
61 kg: 10. Julian Edel (Nürnberg Grizzlys)
65 kg: 3. Maximilian Anthofer (1. AC Regensburg), 7. Alex Vishniakov (Nürnberg Grizzlys)
70 kg: 9. Felix Leinweber (SC Oberölsbach), 20. Luis Wurmser (TSV Westendorf)
74 kg: 3. Rostislav Leicht (ASV Neumarkt/Opf.)
79 kg: 7. Erdogan Güzey (Nürnberg Grizzlys), 8. Adam Leifridt (RC Bergsteig Amberg)
97 kg: 1. Yusuf Senyigit, 3. Ewald Stoll (beide Nürnberg Grizzlys)
125 kg: 2. Mikael Golling (TSV Aichach)

Die einzige Medaille für Bayern holte bei den Juniorinnen die für die TSG Augsburg startende Nina Brosch im Limit bis 50 Kilo. Den entscheidenden Kampf um Gold verlor sie gegen Michelle Schnapp (Frankfurt/Oder) vorzeitig.




Nina Brosch (links im Bild) gewinnt die Silbermedaille in Bruchsal. © Kathrin Hanses

Juniorinnen:
50 kg: 2. Nina Brosch (TSG Augsburg), 5. Darja Prieb (ASV Neumarkt/Opf.)
55 kg: 4. Berenike Kurth (SC Isaria Unterföhring)
57 kg: 4. Sarah Tronsberg (SV 29 Kempten)
59 kg: 6. Margarethe Scheu (SC Isaria Unterföhring), 7. Lena Forstner (AC Penzberg)
65 kg: 5. Tatjana Müller (ESV München-Ost)

Länderwertung:
1. Sachsen (23 Punkte), 2. Südbaden (14), 3. Bayern (14)

Gold, Silber und Bronze erkämpften sich parallel die Griechisch-Römisch-Spezialisten in Triberg. Der Burgebracher Johann Engelhardt gewann Gold im Limit bis 67 Kilo, die Burghauser Alexander Kreimer (130 kg) und Benedikt Rothe (82 kg) reisten mit Silber und Bronze im Gepäck nach Hause zurück. Hauptamtlicher Landestrainer Patric Nuding, der sich für die Junioren und Männer verantwortlich zeigt, sagt nüchtern: „Ich bin zufrieden, drei Medaillen sind Okay, wobei es immer besser sein kann.“ Besonders schaut er auf den Goldjungen Engelhardt, der anfangs zwar ziemlich nervös war, im Laufe des Turniers aber immer stärker wurde. Selbst das Finale hat er souverän und überzeugend gewonnen. „Einige Ringer hatten natürlich einen schweren Stand. Trotzdem hat sich Maximilian Prestele als Kadett sehr gut verkauft. Leider hat er sich durch eine Unachtsamkeit um eine bessere Platzierung gebracht“, so Nuding in seiner Bilanz. Deswegen habe er ihn auch für die Junioren nominiert. Allerdings seien einige Ringer weit von der nationalen Spitze entfernt. „Um da wieder ranzukommen, liegt vor uns noch viel Arbeit“, appelliert der Griechisch-Römisch-Coach im BRV an Vereine und Bezirke, dass die Zusammenarbeit bei der Aus- und Weiterbildung der Ringer enger forciert werden müsse. „Nur so profitieren unsere Athleten und letztendlich dann auch unser Verband.“



Das BRV-Team mit den Athleten aus dem griechisch-römischen Bereich. © Patric Nuding 

Junioren/Griechisch-Römisch:
55 kg: 4. David Dik (TV Traunstein)
63 kg: 9. Fabian Meier (SC Oberölsbach)
67 kg: 1. Johann Engelhardt (TSV Burgebrach), 9. Maximilian Prestele (TSV Westendorf)
72 kg: 12. Jonas Edel, 15. Ole Hansen (beide Nürnberg Grizzlys)
77 kg: 8. Benedikt Resch (1. AC Bad Reichenhall)
82 kg: 3. Benedikt Rothe (SV Wacker Burghausen), 9. Marvin Music (SV Untergriesbach), 15. Philipp Bart (SC Anger)
97 kg: 6. Philip Hergert (ASV Neumarkt/Opf.)
130 kg: 2. Alexander Kreimer (SV Wacker Burghausen)

Länderwertung:
1. Württemberg (73 Punkte), 2. Südbaden (68), 3. NRW (54), 6. Bayern (34)

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