„Es hat sehr viel Spaß gemacht“. Mit vielen Eindrücken ist Tim Stadelmann von der Weltmeisterschaft im ABA Ringen aus der südlichen, türkischen Provinz Hatay zurückgekehrt. Der Bundesligaathlet der Nürnberg Grizzlys und der Hallbergmooser Ergün Aydin waren aus deutscher Sicht die beiden einzigen Teilnehmer. Auf Einladung von Hamdan Iflazoglu, ABA-Präsident für den europäischen Raum, konnten sie an den Start gehen. Vor etwa 5000 euphorischen Zuschauern ging es in einer Arena, die einem Kolosseum ähnelt, unter freiem Himmel und auf kurzem Rasen, ordentlich zur Sache.

Tim Stadelmann (70 kg, siehe Bild, links © Jörg Richter) kämpfte sich siegreich bis ins Viertelfinale seiner sehr stark besetzten Gewichtsklasse, wo er auf den Iraner Maisam Arjmand traf, von dem er kurz vor Ende der Verlängerung bezwungen wurde. Der Iraner verlor seinen Halbfinalkampf, damit schied der Franke aus und konnte auch nicht mehr über die Hoffnungsrunde ins Kampfgeschehen eingreifen. Sportlich gesehen sei es ihm dann doch ungewohnt gewesen, „dass dich jemand ständig an der Weste festhält.“ Fasziniert zeigte sich der Freistilspezialist, dass selbst bis nachts um 2 Uhr die Tribünen noch voll besetzt waren. „Sie sind alle bis zum Schluss geblieben“, blickt Stadelmann zurück, allerdings auch noch nach vorn. „Wenn ich nächstes Jahr nochmals Zeit habe, bin ich wieder dabei. Ich kann dieses Event als Ringer mehr als empfehlen“, bedankt sich der Nürnberger noch bei Hamdan Iflazoglu für die Teilnahme und die besondere Stadtführung zu den Sehenswürdigkeiten vor Ort. Übrigens: Ergün Aydin hatte mit dem sehr starken Mostafa Eskadri gleich zum Beginn einen Iraner aus dem Lostopg gezogen, ein Wurf Eskadris beendete das Duell kurz nach Beginn des Kampfes bei dieser Weltmeisterschaft, an der etwa 150 Ringer aus 35 Nationen teilnahmen. 

Ergün Aydin in der Türkei bei der ABA-WM © Jörg Richter

Über ABA-Ringen:
Hier kämpfen die Ringer mit einer stabilen Leder-Weste, die von den Kämpfern auch gepackt wird. Gerungen wird im Freistil, gewonnen hat derjenige, der seinen Gegner mit den beiden Schultern in Richtung Boden drückt, oder wirft. Gelingt das keinem der beiden Kämpfer in der fünfminütigen Kampfzeit, gibt es eine 5-minütige Verlängerung. Steht dann weiterhin kein Sieger fest, entscheidet das Los.

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