Es ist eine noch nie dagewesene Situation. Seit fast einem Jahr zehrt die Corona-Pandemie an den Nerven. Besonders die Kinder leiden extrem darunter. Seit dem Beginn des Lockdowns im November des vergangenen Jahres können die Johannis Grizzlys nur noch virtuell trainieren. Doch der Zusammenhalt der großen Ringerfamilie geht noch weiter. So weit, dass längst viele Vereine quer durch den gesamten Freistaat zusammen trainieren.

Grizzly-Cheftrainer Matthias Baumeister beim gemeinsamen virtuellen Training. © Baumeister

Schon jetzt ist die Solidarität unter den Ringerinnen und Ringern ein großer Erfolg. Es ist ein gemeinsamer Kampf gegen die Corona-Krise. Grizzly-Coach Matthias Baumeister und Unterföhrings Trainer Fabio Aiello gründeten eine Trainer- und Vereinscommunity, damit das Online-Training auf mehrere Schultern verteilt wird. So kommen regelmäßig viele Sportler aus zahlreichen bayerischen Vereinen zusammen. Auch Athleten aus dem schweizerischen Willisau sind begeistert vom gemeinsamen Training. „Ziel ist es, solche Einheiten auf mehrere Schultern zu verteilen. Für uns bietet sich die Chance, wieder mit zahlreichen Ringern zusammen zu kommen“, so Baumeister (siehe Bild). Egal, ob in der Küche oder im Wohn- oder Kinderzimmer: Überall wird trainiert. Schon fast täglich werden Online-Einheiten von bis zu einer Stunde angeboten. „Es gibt immer ein kurzes Warm-Up, dann stehen Übungen zur Verbesserung von Beweglichkeit, Ausdauer, Schnelligkeit und Kraft auf dem Plan, teilweise wird auch ein sogenanntes Hiit-Training mit eingebaut, um den Puls in die Höhe zu treiben.“ Viermal die Woche trainieren die Vereine gemeinsam. Die Trainer bauen viele ringerspezifische Übungen mit ein: Beinabwehr oder Technikschule ohne Partner. „Es ist wichtig, dass wir den Kontakt aufrecht erhalten. Nur gemeinsam können wir diese Krise schaffen“, freut sich der Grizzly-Cheftrainer auch darüber, dass sich in der Trainergruppe mittlerweile schon 22 Übungsleiter austauschen und dadurch neue Anreize für ihre virtuellen Trainingseinheiten einholen.

Mit dabei ist auch Matthias Einsle. Der Männer-Cheftrainer des TSV Westendorf aus dem Allgäu bietet für seine Ringer bereits zweimal wöchentlich Onlineeinheiten an. Für ihn ist es eine sehr gute Alternative. „Als Trainer musst du ja nicht unbedingt mitmachen. Viel wichtiger ist es, dir neue Impulse zu holen, die man dann in seinem Verein wieder umsetzen kann“, so Einsle. Ein Antreiber und Motivator neben Matthias Baumeister ist auch Fabio Aiello. Der Cheftrainer aus Unterföhring ist in Besitz einer A-Lizenz. „Wir müssen so viele Ringer wie möglich wieder auf die Matte bringen, wenn es wieder losgeht. Einen Motivationsschub geben daher die zahlreichen Trainer, die bayernweit von Nord nach Süd in den unterschiedlichen Vereinen verteilt sind. „Wir freuen uns auf eine große Gemeinschaft, in der kuriosen und distanzlosen Zeit“, hofft Matthias Baumeister auch darauf, dass bei den unterschiedlichen Einheiten künftig mehr Akteure aktiv mit dabei sind. 

 

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