Es sind gute Nachrichten für den Bayerischen Ringer-Verband. Dr. Daniel Mahr ist der neue Verbandsarzt des BRV. Künftig wird der 37-jährige Regensburger allen bayerischen Ringerinnen und Ringern eine wertvolle Unterstützung sein. „Wir sind sehr froh, einen ehemaligen Ringer für diesen Posten gewonnen zu haben. Damit bieten wir unseren Ringern einen noch besseren Service. Das hat uns lange gefehlt“, so BRV-Vizepräsident Sport Florian Geiger.

Daniel Mahr ist kein Unbekannter. So rang er nicht nur für den AC Bavaria Forchheim, SV Johannis 07 Nürnberg, SC Isaria Unterföhring und AC Regensburg, auch während seines Studiums in Innsbruck schnürte sich der Doc die Ringerstiefel für den RSC Inzing. Auch jetzt hält sich Mahr, der in seiner aktiven Zeit in beiden Stilarten eingesetzt wurde, beim AC Regensburg fit. Darüber hinaus steht er bei den Heimkämpfen als Mattenarzt zur Verfügung. Daher ist es auch kein Wunder, dass Jens Heinz, Vorstand des AC Regensburg und Ligenreferent im BRV, hier die Sache etwas ins Rollen brachte und für Mahr die Türen öffnete.

Daniel Mahr ist mit Leidenschaft Unfallchirurg und behandelt viele Unfallverletzte und Sportler. Nun möchte er seine beiden Leidenschaften, den Ringkampfsport und die Unfallchirurgie, verknüpfen. An der Uniklinik Regensburg, einem von nur wenigen Krankenhäusern das mit dem Zertifikat des Fußball-Weltverbands FIFA ausgezeichneten „Medical Centre of Excellence“ ausgewiesen ist, erwarb er seine chirurgischen Fähigkeiten sowie seine unfallchirurgische und sporttraumatologische Ausbildung. Mit dem Karrieresprung in die oberärztliche Tätigkeit in das Caritas Krankenhaus St. Josef Regensburg bietet Mahr nun seine fachliche Expertise dem BRV und seinen Ringern an. „Im Lauf der Jahre habe ich mir hier in Regensburg ein unfassbar starkes Team zusammengestellt. Wir haben hier so viele Ressourcen und eine unglaublich große Expertise in allen Fachbereichen der Unfallchirurgie und Sporttraumatologie“, verweist Mahr auf sein großartiges Team. Jetzt will er dieses kostbare Gut zur Verfügung stellen und sich um die Ringer kümmern. „Mein persönliches Ziel ist es zunächst einmal Verletzungen im Ringen zu vermeiden. Verletzt sich doch einmal ein Ringer, stehe ich mit Rat und Tat zur Verfügung und zwar rund um die Uhr, 24/7. Ziel muss es ja sein, dass kein Ringer unters Messer kommt. Ist es doch notwendig, soll das Skalpell dann doch bitte nur der Beste führen“, so Mahr.

Seine Aufgabe als Verbandsarzt versteht er so: „Ich bin jederzeit bereit, eine objektive Meinung abzugeben, auch Kollegen aus allen Gebieten der Unfallchirurgie zu mobilisieren, um dann mit dem Ringer die für ihn notwendigen und sinnvollen diagnostischen und therapeutischen Schritte einzuleiten.“ Jeder Athlet im BRV dürfe anrufen, um einen schnellen Termin zu erhalten. „Ich bin für die gesamte bayerische Ringerfamilie da! Auch für die vielen ehrenamtlichen Unterstützer unseres Sports und für in die Jahre gekommenen Ringer mit dem ein oder anderen Wehwehchen“, freut sich Mahr über seine neue Aufgabe. 

Auch das wissenschaftliche Interesse spielt für den 37-Jährigen eine große Rolle. „Anders als im Fußball ist die Verletzungshäufigkeit beim Ringen ja überschaubar. Wissenschaftlich interessant ist es aber dennoch, die Verletzungen, die auftreten, zu analysieren, um dann Rückschlüsse auf Art und Entstehung ziehen zu können. Mit einem solchen Wissen kann man anschließend beratend auf Vereine und Trainer einwirken. Deswegen werde ich mich auch wissenschaftlich mit der Verletzungsprävention als Verbandsarzt des BRV auseinandersetzen. Der Ringer gehört auf die Matte und nicht zum Doc“, so Mahr.  

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