Wenige Wochen nach dem Ende der Bundesliga-Saison ist von Ausruhen bei den Johannis Grizzlys nichts zu spüren. Die Nürnberger stellen bereits jetzt den Kader für die neue Saison 2020/2021 zusammen. Mit Johannes Mayer verpflichten die Franken ein hoffnungsvolles Talent. Der 18-jährige Kaderathlet des Deutschen Ringer-Bundes wird für die Grizzlys in der Bundesliga zum Einsatz kommen, allerdings hält er seinem Verein weiterhin die Treue. Bei Einzelmeisterschaften läuft er für den ATSV Kelheim auf.

Bild: Johannes Mayer (rotes Trikot) kämpft nun für den Bundesligisten Johannis Nürnberg. Foto: Ringsport-Magazin

Das Interesse an ihm bestand schon länger. Jetzt haben die Grizzlys Nägel mit Köpfen gemacht und eines der hoffnungsvollsten Talente in Deutschland gewinnen können. „Ich bin überzeugt, dass Johannes uns sportlich weiterbringen wird. Er hat einige lukrative Angebote ausgeschlagen“, freut sich Mario Besold über die Neuverpflichtung. Für Cheftrainer Matthias Baumeister sei er ein „Wunschkandidat“. Auch deshalb, „weil er auch ein sehr fleißiger und ehrgeiziger Ringer ist. Das gefällt mir an ihm. Menschlich und sportlich ist er für unser Team auf jeden Fall eine Bereicherung.“

Der DRB-Kaderathlet hat schon im vergangenen Jahr bewiesen, dass er den Kampf um die deutsche Spitze aufgenommen hat. So gewann er bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren und Männer jeweils den Vizetitel. Im Finale musste er sich jeweils nur seinem größten Widersacher, Ertugrul Agca (TV Essen-Dellwig), nach Punkten geschlagen geben. Keine große Konkurrenz hatte Mayer in der abgelaufenen Oberliga-Runde mit dem ATSV. In zehn Auftritten blieb er stets ungeschlagen und ging sogar bei sechs Duellen vorzeitig als Sieger von der Matte. „Er genießt unser Vertrauen. Wir wissen, Johannes ist ein guter Mann für die nächsten Jahre“, sagt Sportdirektor Besold. Mayer wird im Limit bis 98 Kilo im Freistil für die Grizzlys auf die Matte gehen.

Für Johannes Mayer ist das Trainingsareal am Zeisigweg überhaupt nicht fremd. Schließlich ist er ständiger Gast beim Stützpunkttraining. In diesem Jahr schreibt er zudem sein Abitur in der Bertold-Brecht-Schule in Nürnberg. Sein Wechsel in die Norisstadt ist im Grunde die logische Konsequenz, auch wenn der 18-Jährige mit einem weinenden Auge seine Teamkollegen aus Kelheim verlassen muss. „Für meine Entwicklung muss ich diesen Schritt gehen. Ich kenne alle bei Johannis, bin schon im Verein eingebunden, also Teil des Teams“, freut sich der Neuzugang aus Niederbayern über seine neue Herausforderung. Doch bevor sein Abenteuer Bundesliga startet, will sich Johannes Mayer auf nationaler Ebene bei den deutschen Meisterschaften wieder beweisen. In seinem zweiten Juniorenjahr ist natürlich eine Medaille sein großes Ziel, wie auch die Teilnahme an der diesjährigen Europameisterschaft.

Weißenburg war am vergangenen Samstag Schauplatz für die diesjährigen Bezirksmeisterschaften der A/B-, C-, D- und E-Jugend.163 Teilnehmer aus 15 Vereinen nahmen an den Titelkämpfen teil. „Sehr erfreulich ist die Anzahl der Teilnehmer, aber auch die Anzahl der Vereine“, kommentiert Bezirksvorsitzender Martin Ackermann. Unterdessen kamen zum ersten Mal Kampfrichter zum Einsatz, die ihre Bezirkslizenz im vergangenen Jahr bei der Fachübungsleiterausbildung erworben haben. „Sie haben unter Anleitung der ‚erfahrenen Hasen‘ ihre Sache sehr gut gemacht“, lobt Ackermann und ergänzt: „Dies sollte bei regelmäßigen Einsätzen dann die Situation der Kampfrichter im Bezirk durchaus verbessern.“ Zum ersten Mal rückte das Projekt „Wir sind der Bezirk“ in den Fokus aller Beteiligten. Dies wurde von allen Teilnehmern an der Bezirksmeisterschaft sehr gut und vorbildlich umgesetzt. Trainer, Betreuer und Kampfrichter konnten einen angenehmen Umgang pflegen. Es gab durchaus auch das ein oder andere Gespräch über eine „strittige“ Situation nach dem Kampf, welches in Ruhe diskutiert und auch in Form des Tatsachenentscheids akzeptiert wurde. „Das habe ich vor Beginn der Kämpfe bei einer Kampfrichter- und Betreuerbesprechung angeregt“, erzählt der Bezirkschef.

Bildcollage: Bezirk Mittelfranken

Auffallend war die neu produzierten Bandenteile. Sie dienen als Abgrenzung zu den Matten und wurden sehr gut angenommen. Somit war die Situation am Mattenrand schon um einiges entspannter. Ebenso kamen die Abstreifklebeteile vor den Matten als hygienische Maßnahme sehr gut an. „Wir haben einen großen Schritt in Richtung ‚Wir sind der Bezirk‘ gemacht“, lobt Martin Ackermann alle Beteiligten, besonders aber den TSV Weißenburg, der mit seinen zahlreichen Helferinnen und Helfer erneut eine tolle Veranstaltung aufgezogen hat. Nun wird es sich zeigen, ob der Bezirk Mittelfranken am kommenden Wochenende in Zirndorf – hier gehen die Griechisch-Römisch-Spezialisten auf die Matten – in diesem Stil weiter dranbleibt.

Alle Ergebnisse zu den Bezirksmeisterschaften gibt es hier

 

Der Bezirk Mittelfranken im BRV trauert um einen sehr verdienten Sportler und Vereinsfunktionär. Helmut Schrenker ist dieser Tage verstorben. Er war beim KSV Bamberg erfolgreicher Ringer, Deutscher Meister bei den Männern, und sehr viele Jahre als erfolgreicher Trainer tätig. Wir behalten Helmut als einen überaus fairen und freundlichen Sportkameraden in Erinnerung. Unsere Beileidsbekundung gilt seiner Frau, Roswitha, und den Kindern Sandra und Klaus.

 

Der Bezirk Mittelfranken im Bayerischen Ringer-Verband richtet am 18. Januar seine Bezirksmeisterschaften in Weißenburg aus. Nicht nur diese Titelkämpfe, sondern das gesamt Sportjahr 2020 steht unter dem Motto: „Wir sind der Bezirk“. Bei der vergangenen Bezirkssitzung waren sich alle Vereinsvertreter und die Bezirksleitung einig, dass zum Ablauf beziehungsweise zur Außendarstellung bei den Meisterschaften im Bezirk einiges getan werden muss. Der Vorschlag „Wir sind der Bezirk“, der vom Vorsitzenden Martin Ackermann stammt, kam bei allen Beteiligten sehr gut an. Das Projekt beinhaltet mehrere Punkte: Ablauf/Außendarstellung/ Bandenteile, „Ordnung“ am Mattenrand; Umgang miteinander an und auf der Matte. Bei den Bandenteilen haben sich bisher zehn Vereine mit ihrem Logo beteiligt.

Die Bezirksleitung hat am vergangenen Donnerstag zur Adventsfeier eingeladen. In den Räumlichkeiten des TV Erlangen wurden Mitglieder der Bezirksleitung, Listenführung und Kampfrichter herzlich willkommen geheißen. Besonders erfreulich war, dass einige neue junge Kampfrichter, aber auch „alten und ehemaligen“ Kampfrichtern die Adventsfeier zum geselligen Beisammensein nutzten.

Aktuelles aus den Bezirken

  • Bezirkspokal 2020 findet nicht statt

    Jetzt ist das eingetroffen, was viele Ringsportbegeisterte bereits erahnt haben: Da bis zum 30. Juni 2020 sämtliche Veranstaltungen nicht stattfinden dürfen, hat sich der Bezirk Mittelfranken im BRV dazu entschlossen, den Bezirkspokal dieses Jahr nicht stattfinden zu lassen. Bezirkschef Martin...

  • Helmut Rösner: Alles Gute zum 60. Geburtstag

    Der ehemalige Kampfrichterobmann und Kampfrichter, Helmut Rösner, hat Ende Februar seinen 60. Geburtstag gefeiert. 1989 begann seine Laufbahn als Kampfrichter. Hier erreichte er die Bezirkslizenz, zwei Jahre später erwarb er die Landeslizenz, ehe er von 2000 bis 2019 sogar Kämpfe in der Bundesliga leitete....

  • Titelkämpfe Anfang Mai

    Der Termin für die Schwäbischen Bezirksmeisterschaften steht nun fest: Am 2. Mai werden die Titelkämpfe in Aichach über die Bühne gehen. Eine Ausschreibung sowie weitere detaillierte Informationen werden zeitnah veröffentlicht.

  • Auslosung Bezirkspokal 2020

    Der Bezirkspokal in Mittelfranken geht auch 2020 in eine weitere Runde. Im Rahmen der Bezirksmeisterschaften in Zirndorf fand die Auslosung zu dieser Neuauflage statt. Insgesamt haben sich sieben Teams angemeldet. Dabei kommt es nun folgenden Paarungen im Viertelfinale:

  • Reibungsloser Verlauf bei den Bezirksmeisterschaften in Zirndorf

    Nach Weißenburg war zum Abschluss der diesjährigen Bezirksmeisterschaften Zirndorf Austragungsstätte der regionalen Titelkämpfe. Ging am Samstag der Nachwuchs in den Altersklassen A/B-, C-, D- und E-Jugend auf die Matten, so suchten einen Tag später die Männer in beiden Stilarten ihre Meister.

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