Die Ringer des ASV Hof geben sich trotz des erneuten Rückschlags in der Bayerischen Oberliga noch lange nicht auf. Trainer Fabian Roderer zeigt sich im Vorfeld des Kampfes gegen den ATSV Kelheim kämpferisch: „Mit Jammern holen wir keine Punkte. Wir verfügen über einen breiten Kader und werden uns nicht schon vor dem Kampf gegen Kelheim geschlagen geben.“ Die Oberfranken haben insgesamt 33 Lizenzringer. Einige von ihnen sind in dieser Runde noch gar nicht zum Einsatz gekommen. Die sportliche Leitung arbeitet seit dem vergangenen Sonntag fieberhaft an der Aufstellung für den anstehenden Mannschaftskampf in der Bayerischen Oberliga Nord. Die Niederbayern haben in der Vorrunde den damals schon geschwächten ASV Hof knapp besiegt. „Wir sind heiß auf den Kampf und wollen uns für die Vorrundenniederlage revanchieren“, erklärt Fabian Roderer.

Das Duell um den zweiten Platz zwischen dem TSV Burgebrach und der Bundesligareserve der Grizzly Nürnberg wurde in allen Belangen hart und hitzig geführt. Die Windeckhalle bebte. Die Zuschauer waren mitgerissen und feuerten ihre jeweiligen Ringer frenetisch an. Drei Disqualifikationen und viele fragwürdige Entscheidungen heizten diese Begegnung zusätzlich an. Mario Ziegler, Mitglied der Abteilungsleitung, sagte nach dem Kampf: „Wir haben gezeigt, dass wir in der zweithöchsten deutschen Ringerliga oben mitringen können. Wir waren wieder sehr nah dran. Am Ende hat es nicht ganz gereicht“, so sein Fazit nach der 13:17-Niederlage. Die Gäste brachten ihr stärkstes Team auf die Matte. „Wir haben uns also sehr viel Respekt erarbeitet. Das freut mich sehr“.

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Yunier Castillo Silveira (rotes Trikot) vom Oberligisten TSV Burgebrach gewinnt mit spektakulären Beinangriffen gegen den stark auftretenden Tobias Schmitt durch technische Überlegenheit. Ein Kampf der Extraklasse. Foto: Schmal/TSV Burgebrach

In der Bayerischen Ringer-Oberliga hat der TSV Burgebrach mit dem Sieg im Oberfranken-Duell gegen den ASV Hof seinen dritten Tabellenplatz behauptet. Burgebrach gewann mit 19:13. Wie hervorragend breit der TSV Burgebrach aufgestellt ist, zeigen die Siege aller TSV Teams in den Hin- und Rückkämpfen gegen den ASV Hof. Trainer Michael Giehl: „Das waren durchweg schöne und spannende Kämpfe. Wir konnten den dritten Platz verteidigen. Vor dem letzten Duell war noch nichts entschieden, denn es wäre sogar noch ein Unentschieden möglich gewesen. Da führten wir mit 17:13. Die Nervenstärke von Schlussringer Josef Giehl machte dann diesen wunderbaren Erfolg perfekt“. Abteilungsleiter Volkmar Schmal ergänzt: „Ich freue mich vor allem, dass unser Schülerteam in Hof mit 33:23 souverän gewonnen hat und damit weiterhin ungeschlagen an der Tabellenspitze liegt. Insgesamt gesehen, sind es erfolgreiche Kämpfe für unsere Mannschaften gegen Hof gewesen“.

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Bild: Jens Brosowski beherrscht die Schwergewichtsklasse auch in Hof. Gegen Kai Schramm gewinnt er durch Überlegenheit. Mit diesem Beinangriff punktet er und holt vier wichtige Zähler zum 19:13-Gesamtsieg über den ASV Hof. Foto: Schmal/TSV Burgebrach

Dieses Duell wurde von zwei Spitzenteams der Oberliga geführt. Die Gäste stellten ihr Team in fast allen Positionen um. Aber die Burgebracher Ringerriege hatte immer eine Antwort parat. Mit Patrik Zsabo und Felix Pflauger fehlten aus beruflichen Gründen zwei Leistungsträger. Obwohl der TSV nicht in Bestbesetzung antrat, lieferten sie gegen den weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer aus Lichtenfels hochklassige Kämpfe ab.Am Ende ging die Begegnung knapp mit 12:16 verloren. Zweiter Abteilungsleiter Georg Ludwig: „Die Stimmung in der Windeck-Halle war toll. Dieser Mannschaftskampf war bis zur letzten Sekunde völlig offen. Ein großes Kompliment an beide Teams. Sie haben Werbung fürs Ringen gemacht. Ein Unentschieden wäre wohl ein gerechtes Ergebnis gewesen“. Abteilungsleiter Volkmar Schmal ergänzt: „Wir haben hier wohl den kommenden Meister der Oberliga 2018 gesehen. Diesem starken Lichtenfelser Team konnten wir Paroli bieten. Beide Teams waren gleichstark“.

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Der Burgebracher Yunier Castillo-Silveira (rotes Trikot) machte die Revanche-Pläne des Bulgaren, Krum Chuchurov, im Dress des AC Lichtenfels zu Nichte. Nach zwei Runden wurde der Burgebracher zum verdienten Punktsieger erklärt. Foto: TSV Burgebrach

Der ASV Hof hat in der Bayerischen Oberliga-Nord wieder einmal mehr eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Jeder einzelne Ringer kämpfte um jeden möglichen Mannschaftspunkt oder versuchte so wenig wie möglich abzugeben. Die Rechnung ging fast auf, hätte nicht der Kampfrichter in der Klasse bis 98 Kilogramm eine äußerst umstrittene Entscheidung getroffen. Der Hofer Trainer Fabian Roderer befand sich in der gefährlichen Lage und zeigte mit der Hand einen Regelverstoß des Nürnberger Ringers an. Dies deutete der Kampfleiter zur Überraschung aller als Aufgabe Rodereres und erklärte den Nürnberger zum Sieger. Präsident Wolfgang Fleischer dazu: „Aus unserer Sicht hätte der Kampfrichter den Kampf nicht abpfeifen dürfen. Roderer hat zu keinem Zeitpunkt das Aufgeben artikuliert. Im Gegenteil, er hat bis zum Abpfiff des Kampfleiters vehement gekämpft. Aus diesem Grund haben wir gegen dieses Kampfrichterurteil Protest eingelegt. Aus unserer Sicht muss dieser Einzelkampf wiederholt werden.“ Die Aufregung der ASV‘ler ist nachvollziehbar. Bei einem Punktesieg Roderers mit mehr als zwei Wertungspunkte hätten die Hofer Ringer eine Punkteteilung erreicht. Jetzt bleibt es abzuwarten, wie der Landesrechtsausschuss entscheidet.

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