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- Geschrieben von Stefan Günter

Das Schülerteam des TSV Westendorf erreicht in Nürnberg beim Bezirksfinale den vierten Platz. © Jürgen Stechele
Der TSV Westendorf hat beim großen Finale um den Gesamtmeister der bayerischen Schülerligen eine Medaille verpasst. Die Ostallgäuer Nachwuchsathleten beendeten das Turnier auf dem vierten Rang. Am Ende setzten sich wieder die Juniorgrizzlys aus Nürnberg durch und verteidigten damit ihren Titel aus dem Vorjahr.
„Sicherlich hätten wir uns einen Platz unter den Top drei gewünscht. Nüchtern betrachtet waren die anderen Teams besser. Das müssen wir neidlos anerkennen“, so Nachwuchscheftrainer Jürgen Stechele in seiner Bilanz. Jugendleiter Jens Rarek ist froh darüber, dass sich zum Ende des Jahres niemand verletzt hat. „Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit unserem Auftritt.“
Allein der 17:12-Sieg im letzten Kampf des Turniers über den TSV Burgebrach sei ein versöhnlicher Abschluss. Die Westendorfer starteten gleich mit einer 9:25-Auftaktniederlage gegen Gastgeber Nürnberg. Etwas knapper war es dann gegen den SV Untergriesbach. Der Meister des Bezirks Niederbayern/Oberpfalz gewann gegen den TSV mit 19:12. Gegen den späteren Zweitplatzierten ASV Hof setzte es eine 12:21-Niederlage.
Dass es diesmal nicht zu einem Top-drei-Platz gereicht hat, begründet Jürgen Stechele wie folgt: „Uns hat etwas die Härte gefehlt. Nürnberg, Untergriesbach und Hof waren nicht nur sehr stark aufgestellt, sondern uns im Nachhinein betrachtet, körperlich überlegen.“ Für den Nachwuchscheftrainer sei das Niveau diesmal bärenstark gewesen, also einer Endrunde sehr würdig. Allerdings macht er deutlich, dass keine Mannschaft leistungsmäßig abgefallen ist. Auch der Tabellenletzte Burgebrach konnte mithalten. „Dieser eine Sieg ist gut für unsere Moral.“ Auffallend ist, dass Maximilian Vogel im Duell gegen Untergriesbach den amtierenden deutschen Einzelmeister der U14, Fabio Plachi, knapp besiegen konnte. Übrigens holte der Westendorfer in vier Turnierkämpfen drei Siege, nur einmal ging er als Verlierer von der Matte. Theo Völk dagegen gewann alle seine vier Duelle, wobei er dreimal sogar technisch überlegen triumphierte.
In Summe können die Westendorfer Nachwuchsathleten nach dem Gewinn der Meisterschaft in der Bezirksoberliga Oberbayern/Schwaben trotzdem stolz sein. „Wir gehören zu den Topteams in Bayern, unsere Jungs haben alles gegeben“, so Jürgen Stechele. „Trotzdem werden wir die Turnierkämpfe analysieren, was wir künftig besser machen können.“
Platz eins ging an die Nürnberg Grizzlys, die sich vor allem im entscheidenden Duell um Gold ein enges Duell mit den Niederbayern lieferten.
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- Geschrieben von Stefan Günter
Der TSV Westendorf hat nur noch theoretische Chancen, seinen Titel aus dem Vorjahr in der Regionalliga Bayern verteidigen zu können. Im Showdown setzte es gegen den SV Siegfried Hallbergmoos auf fremdem Terrain eine empfindliche 14:20-Niederlage.
Zum Auftakt stand Michael Steiner im leichtesten Limit bis 57 Kilo Ramaz Silagava gegenüber. Der Westendorfer wehrte sich bis zum Schluss und konnte den technischen Überlegenheitssieg des Hallbergmoosers nicht verhindern. Im Schwergewicht rechnete Georgi Ivanov zwar mit Ahmet Bilici, doch der SVS stellte Ergün Aydin auf, der gegen den U23-Europameister von 2025 bereits nach 86 Sekunden das Nachsehen hatte. Der Rückstand war somit egalisiert. Markus Stechele (61 kg, Freistil) machte da weiter, wo Ivanov aufgehört hat: Ein weiterer technischer Überlegenheitssieg gegen Amir Hussaini folgte. Westendorfs Felix Kiyek hatte in seinem Duell bis 98 Kilo gegen Michael Prill den erwartet schweren Kampf vor der Brust. Doch das TSV-Eigengewächs schlug den SVS-Chef mit 6:0-Wertungspunkten. Im letzten Kampf vor der Pause bezwang Avgustin Spasov (66 kg, Griechisch-Römisch) den Hallbergmooser Csongor Knipli mit 15:0-Wertungspunkten. Damit führte Westendorf zur Pause mit 14:4.
Mit Wiederanpfiff konnte der Gastgeber den Rückstand auf die Allgäuer nicht nur egalisieren, sondern sogar ausbauen. Simon Einsle (86 kg, Freistil) musste sich Ahmet Bilici dann sehr deutlich mit 0:15-Wertungspunkten geschlagen geben. In der Folge gingen alle TSV’ler volles Risiko, doch Fortuna war an diesem Abend nicht mehr auf ihrer Seite. Nasrat Nasratzada (71 kg, Freistil) gab seinen Kampf gegen Maximilian Anthofer mit 4:10-Wertungspunkten ab. Chancenlos war Matthias Einsle (80 kg). Der Freistil-Cheftrainer, der erneut stilartfremd antrat, unterlag nach 2.08 Minuten dem Litauer Sleiva Kristupas deutlich mit 2:18. Vor den beiden abschließenden Kämpfen im Weltergewicht (75 kg) stand es 14:14. Während Griechisch-Römisch-Spezialist Philipp Reiner noch vor dem Pausengong mit 0:17 gegen Vladislavs Jakubovics unterlag, hätte Westendorfs Daniel Joachim seine Begegnung gegen Jan Madejczyk ebenfalls technisch überlegen oder gar mit einem Schultersieg gewinnen müssen, damit die Ostallgäuer wenigstens noch ein Unentschieden hätten retten können. Doch Joachim, der alles in die Waagschale warf, verlor mit 5:10-Wertungspunkten. „Letztendlich müssen wir neidlos anerkennen, dass Hallbergmoos diesmal stärker war als wir“, so Westendorfs Ringerchef Klaus Prestele. Punktgleich gehen beide Teams in den letzten Kampftag. Während Westendorf daheim auf Burgebrach trifft, muss Hallbergmoos im Lokalderby auswärts gegen Schlusslicht Isaria Unterföhring antreten. Siegt der SVS, sind sie neuer Regionalliga-Meister.
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- Geschrieben von Stefan Günter

Westendorfs Ringerchef Klaus Prestele fiebert dem Duell gegen den SV Siegfried Hallbergmoos in der Nike Wrestlling Ringerliga entgegen. Archivbild © Stefan Günter
Am Samstagabend sind die Augen in der Nike Wrestling Ringerliga (Regionalliga Bayern) auf einen Kampf gerichtet: In der Sparkassen-Arena im Bürgerhaus Alpenblick steht um 19.30 Uhr das Topduell zwischen Westendorf und Hallbergmoos auf dem Programm. Hitzige, spannende und von Emotionen geprägte Momente sind vorprogrammiert. Wir sprachen im Vorfeld mit TSV-Abteilungsleiter Klaus Prestele.
Hallbergmoos kommt als ungeschlagener Spitzenreiter nach Westendorf. Ist für Sie die Favoritenrolle klar?
Klaus Prestele: Wir haben vor dem Anpfiff zwei Punkte weniger. Ich habe vor der Saison gesagt, dass ich Hallbergmoos einen Tick stärker einschätze als uns. Sie haben eine erfahrene und ausgeglichene Mannschaft, somit gehen sie mit einer leichten Favoritenrolle in den Kampf, wenngleich das Duell auf Augenhöhe zu betrachten ist.
Mit Ahmet Bilici und Michael Prill haben sie zwei erfahrene Ringer in ihren Reihen, die schon zu Bundesliga-Zeiten gerungen haben.
Prestele: Gerade Bilici ist extrem stark und schwer zu besiegen. Michael Prill gilt als sehr unangenehmer Gegner. Hinzu kommen noch die Neuzugänge Maximilian Anthofer und Jan Madejczyk. Da haben sie sich verstärkt.
Zu was ist der TSV Westendorf imstande?
Prestele: Wir können Hallbergmoos besiegen, aber nur, wenn wir das Maximale abrufen. Jeder kleinste Fehler kann ausschlaggebend sein. Wir brauchen die Fans im Hintergrund. Sie sind für uns da, werden laut sein und unsere Ringer anpeitschen. Ich habe großes Vertrauen in unsere Mannschaft.
Worauf freuen Sie sich besonders?
Prestele: Ich freue mich auf das Duell zwischen Michael Prill und Felix Kirsch. Das gibt einen offenen Schlagabtausch. Doch ich freue mich auch auf die Atmosphäre in der Halle, auf die emotionale Stimmung. Auf uns warten zehn spannende Kämpfe. Was willst du da mehr.
Ist dieser Kampf schon eine Art Vorentscheidung für den Ausgang der Meisterschaft?
Prestele: Sollten wir verlieren, wird es schwer sein, den Anschluss zu halten. Da müssen wir schon auf einen Ausrutscher von Hallbergmoos hoffen und gleichzeitig den Rückkampf gewinnen. Wenn wir siegreich hervorgehen, sind wir punktgleich, allerdings warten noch viele andere schwere Duelle auf uns. Ich denke, für die Spannung in der Liga wäre ein Sieg des TSV besser. Am Samstagabend sind wir schlauer
Auch die Schüler kämpfen in der Bezirksoberliga gegen Hallbergmoos, die bisher abgeschlagen am Tabellenende liegen. Sind die Vorzeichen hier klar?
Prestele: Hallbergmoos hat derzeit Probleme im Nachwuchsbereich. Trotzdem dürfen und werden wir sie nicht unterschätzen. Unsere Jungs müssen wachsam sein und dürfen sich keine Fehler erlauben.
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- Geschrieben von Stefan Günter
Vor einer schweren Aufgabe steht der TSV Westendorf in der Ringer-Regionalliga Bayern. Der Tabellenzweite muss am Samstagabend auswärts gegen den ASV Hof ran. Der Aufsteiger liegt zwar mit 2:6-Punkten auf dem sechsten Rang, doch die Ergebnisse der Oberfranken zeigen, dass mit ihnen immer zu rechnen ist. Ihren einzigen Sieg feierten sie daheim gegen Geiselhöring mit 19:12. „Hof kann sehr variabel aufstellen. Für uns wird dieser Kampf zu einer echten Herausforderung“, sagt Freistil-Cheftrainer Matthias Einsle. Zuletzt gewann der TSV gegen Unterföhring mit 23:7 und feierte dabei seinen dritten Sieg in Folge. Westendorf ist aktuell Tabellenzweiter.
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- Geschrieben von Reinhardt Eidelsburger

Die Teilnehmer beim Trainingscamp in Aichach. © Tobias Mustafa
Am Samstag, den 10. Mai 2025, fand erstmals ein überregional organisiertes Ringer-Sportcamp des TSV Aichach statt, das mit großem Zuspruch angenommen wurde. Insgesamt nahmen 30 motivierte Ringer aus sechs verschiedenen Vereinen – darunter Aichach, Mering, Westendorf, Penzberg, Kempten und Freising – teil.
Für das intensive Tagesprogramm waren in der Halle vier Ringermatten aufgebaut worden. Nach einem morgendlichen Ausdauerlauf und einem anschließenden Kraftzirkel konnten sich die Teilnehmer mit Wasser, Äpfeln und Bananen stärken, die vom TSV bereitgestellt wurden. Danach ging es direkt in den Technikteil über. Hier unterstützte der Landestrainer Max Goßner aus Westendorf tatkräftig das Camp und übernahm gemeinsam mit Tobias Mustafa und Clemens Seidler vom AC Penzberg die Leitung. Während Goßner den griechisch-römischen Stil betreute, übernahmen Tobias Mustafa und Clemens Seidler den Freistilbereich.
Nach einer Mittagspause und einem gemeinsamen Mittagessen in der Stadt, wurde das Training mit kurzen Aufwärmeinheiten fortgesetzt. Am Nachmittag fanden spannende Trainingskämpfe statt, bei denen jeder Teilnehmer mindestens zwei Wettkämpfe à 2x3 Minuten absolvierte. Für eine professionelle Atmosphäre sorgten offizielle Kampfrichter und Kampfrichtertische.
Am Ende des Tages halfen alle Teilnehmer gemeinsam beim Abbau mit. Das innovative Konzept fand großen Anklang unter den Teilnehmern und weckte den Wunsch nach regelmäßigen Wiederholungen. Zukünftig strebt der TSV Aichach an, ähnliche Camps mit noch mehr Ringern – etwa 60 bis 70 – durchzuführen, um den Leistungssportgedanken weiter zu stärken und talentierten Kaderringern auf hohem Niveau Trainingsmöglichkeiten zu bieten.
Ein besonderer Dank gilt der Stadt Aichach und dem Landratsamt, deren Unterstützung und Genehmigungen das erfolgreiche Event erst möglich machten.


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