Die bayerische Ringerfamilie wächst weiter. Nach dem vor einigen Jahren im schwäbischen Höchstädt eine Ringerabteilung beim SSV ins Leben gerufen wurde, gibt es im Bezirk Oberbayern ebenfalls zwei neue Sparten.
In Ingolstadt gibt es die Ringerabteilung bei der DJK. Die Initiative entstand aus dem Engagement von drei Personen: Mustafa Calik, Zafer Ates und Murat Eroglu. Das Trio hat nicht nur eine langjährige Erfahrung im Ringkampfsport. Sie brennen für den Sport und haben sich zum Ziel gesetzt, den Ringkampfsport in Ingolstadt nachhaltig aufzubauen und Menschen aller Altersklassen für diese traditionsreiche olympische Sportart zu begeistern. Seit dem Trainingsstart im Mai konnten sie bereits mehr als 35 Interessierte für ihre Abteilung gewinnen – Tendenz weiter steigend. Multikulturell präsentieren sich die aktiven Ringer. Aus unterschiedlichen Nationalitäten und Herkunft setzt sich die Abteilung zusammen.

Das Team der DJK Ingolstadt beim Training. © DJK Ingolstadt
Drei erfahrene Ringsportverrückte
Cheftrainer Mustafa Calik leitet die Abteilung. Er begann seine Ringerlaufbahn beim ASV Neumarkt, und setzte sie in Hallertau fort. Dort agierte er auch als Trainer. Murat Eroglu startete seine Ringerlaufbahn beim TSV Ehningen. Der dritte Trainer im Bunde ist Zafer Ates, der das Ringer-ABC beim ASV Hallertau erlernte.
Erfahrung und fachgerechte Vermittlung
Gemeinsam bringen sie ihre Erfahrung in den Aufbau der neuen Abteilung ein und unterstützen das Training und die Entwicklung des Ringsports in Ingolstadt. Insgesamt vereint das Trainerteam Erfahrung aus beiden olympischen Ringkampfstilen und sorgt so dafür,
dass sowohl Freistil als auch griechisch-römisches Ringen in der DJK Ingolstadt fachgerecht vermittelt werden.
Ehemaliger Olympiateilnehmer mit Begeisterung dabei
30 Kilometer südlich von München liegt Wolfratshausen und hier wird seit Januar 2026 fleißig trainiert. Die Ringer der DJK Waldram starteten sogar am Wochenende (4./5.7.) bei den Oberbayerischen Meisterschaften in Freising mit 27 Ringern. Geboren wurde die Idee schon im Dezember des vergangenen Jahres. Der Antreiber hierfür ist Martin Wipperfürth, der als Coach im Verein Arbeit für Jugend selbst aktiv mitwirkt und Jugendliche, die vorwiegend die Mittelschule besuchen, betreut, damit sie einen Schulabschluss schaffen. Wipperfürth ist der Initiator und Gründer der Ringerabteilung innerhalb der DJK Waldram. Zum Trainingsstart waren über 30 Sportlerinnen und Sportler dabei, aktuell sind es schon über 50 Aktive aus 12 Nationen. Trainiert wurde anfangs noch auf Judomatten, ehe die Firma Foeldeak, der Mattenhersteller aus Geretsried – übrigens nur fünf Minuten entfernt - die Ringerabteilung mit einer neuen Ringermatte ausstattete. Mit dem ehemaligen syrischen Meister und Olympiateilnehmer Safwan Lazkani haben sie auch einen erfahrenen Trainer gewinnen können, der mit Leidenschaft und Enthusiasmus die Einheiten in der Sporthalle leitet. Als neuer Abteilungsleiter wächst Martin Wipperfürth in seine Aufgaben hinein. Er bringt den Verein in die Öffentlichkeit, startete sogar eine Crowdfunding-Aktion für seine Ringer. Eine Bürgervereinigung verzichtete im Kommunalwahlkampf auf Werbeartikel und spendete 600 Euro an die Ringer. „Ich will, dass die Abteilung eine starke und nachhaltige Basis bekommt. Wir haben die Rahmenbedingungen dafür“, betont Wipperfürth und macht deutlich: Vom südlichen Landkreis Münchens bis zum Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sei die DJK Waldram das Einzugsgebiet für lokal interessierte Ringerinnen und Ringer. Wenn das nicht nach einer Erfolgsgeschichte schreit.

Mit Eifer beim Aufbau der neuen Ringerabteilung dabei: Safwan Lazkani. © Martin Wipperfürth


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