Niklas Stechele (links im Bild) zeigte trotz Niederlage einen starken Kampf gegen den späteren Vize-Europameister Zelimkhan Abakarov aus Albanien. © Jens Heinz

Die diesjährige Ringer-Europameisterschaft in Tirana ist alles andere als optimal verlaufen. Die beiden einzigen bayerischen Athleten im Aufgebot des Deutschen Ringer-Bundes, Christopher Kraemer und Niklas Stechele aus Westendorf, sind ohne Medaillen nach Hause zurückgekehrt.

Im Achtelfinale musste Kraemer im griechisch-römischen Stil gegen Abu Amaev ran. Bis kurz vor Kampfende lag der 30-Jährige im Limit bis 67 Kilo nur mit 3:4 zurück. Als er dann alles in die Waagschale warf, gab er weitere technische Punkte ab und verlor letztendlich mit 3:9. Da der Bulgare allerdings im Viertelfinale selbst scheiterte, war auch für Christopher Kraemer der Weg über die Hoffnungsrunde verbaut.

Groß waren auch die Erwartungen bei Niklas Stechele. Der letztjährige EM-Fünfte startete im Freistil bis 61 Kilo. Zum Auftakt stand ihm der Schweizer Nils Leutert gegenüber, der ihm überhaupt keine Probleme bereitete. Souverän gewann er technisch überlegen mit 11:0-Wertungspunkten. Im Viertelfinale wartete dann ein ganz anderes Kaliber auf den Westendorfer. Trotz eines starken Auftritts musste sich Stechele Zelimkhan Abakarov mit 2:6 geschlagen geben. Da der Serbe mit russischen Wurzeln das Finale erreichte, ging es für den 26-Jährigen in der Hoffnungsrunde am Schlusstag der kontinentalen Titelkämpfe wieder weiter. Sein Gegner war der Italiener Simone Piroddu. Nach einigen zum Teil fragwürdigen Entscheidungen des Kampfgerichts setzte sich der aus Sardinien stammende U20-Europameister von 2022 mit 6:3 durch. Damit war für Stechele das Turnier ebenfalls beendet.

Beide Westendorfer Aushängeschilder bereiten sich nun intensiv auf das nächste sportliche Event vor: Anfang Juni stehen in Elsenfeld (Unterfranken) die deutschen Einzelmeisterschaften auf dem Programm.

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