
Das BRV-Team mit den Landestrainern Alexander Michael (links) und Aaron Sanders (daneben) sowie den Coaches Adelheid Przybylak und Armin Neudorfer (rechts). © Kathrin Hanses
Die deutschen Einzelmeisterschaften der weiblichen U14 und U17 in Frankfurt (Oder) sind Geschichte. Aus bayerischer Sicht gab es bei den jüngsten Starterinnen dreimal Grund zu jubeln. Die hervorragende Bilanz: Zweimal Gold und einmal Silber.
Jonna Maunu hat gut lachen: Die Ringerin des TSC Mering erreichte im Limit bis 58 Kilo den ersten Rang. Auffallend ist, dass sie die ersten drei Begegnungen gegen Miriam Ramirez (Schifferstadt), Jeva Widmann (Bruchsal) und Pauline Kreiselmeier (Grimmen) jeweils mit einem Schultersieg beendete. Selbst im Halbfinale ließ die Meringerin Lenya Wettlin aus Mühlenbach beim 8:0-Punktsieg keine Chance. Ihre Dominanz strahlte sie auch im Finale aus, als nach einer zwischenzeitlichen 6:4-Führung wieder Jeva Widmann erneute schulterte.
Nicht nur im schwäbischen Mering gibt es strahlende Gesichter, sondern auch im Landkreis Passau, genauer gesagt in Untergriesbach. Paula Killersreiter ging in der Gewichtsklasse bis 35 Kilo auf die Matte. Vom ersten Kampf an war sie präsent. Sie punktete Arianna Fibich (Appenweiler) vorzeitig aus und schulterte im zweiten Duell ihre Vereinskollegin Emilia Lorenz. Im Halbfinale musste sie gegen Anna May (Schifferstadt) antreten. Diese Begegnung gewann sie mit 6:0-Wertungspunkten. Richtig spannend verlief dagegen der Finalkampf. Hier traf Killersreiter im rein bayerischen Duell auf die Nürnbergerin Aurelia Dorn, die sie knapp mit 2:1 bezwang und damit mit Gold im Gepäck nach Hause reiste. Dorn wiederum startete mit einem technischen Überlegenheitssieg gegen Anna May (Schifferstadt), ehe sie einen knappen 2:0-Punktsieg gegen Kajsa Lechner (Burghausen) erreichte. Mit einem Schultersieg im Halbfinale gegen die Appenweierin Arianna Fibich ebnete die Athletin der Nürnberg Grizzlys ihren Weg ins Finale.

Die drei Medaillengewinnerinnen, von links, Paula Killersreiter, Joanna Maunu und Aurelia Dorn. © Kathrin Hanses
Übrigens gewann Bayern in der Altersklasse U14 mit 55 Punkten sogar die Länderwertung. Rang zwei sicherte sich Württemberg (45), dahinter platzierte sich Sachsen (31). Der Bayerische Ringer-Verband stellte zudem in dieser Altersklasse mit elf Teilnehmerinnen die meisten Starter aller 14 Landesverbände. Insgesamt traten 60 Ringerinnen den Gang über die Waage.
Anders die Situation bei der U17: Die vier Teilnehmerinnen aus Bayern spielten bei der Medaillenvergabe keine Rolle. Der BRV landete mit 13 Punkten abgeschlagen auf Rang neun. Die Länderwertung gewann Hessen mit 48 Punkten, vor Brandenburg (40) und NRW (29). Die Teilnehmerzahl mit 68 war auch hier überschaubar.
Ergebnisse aus bayerischer Sicht
U14 35 kg: (6 Teilnehmerinnen) 1. Paula Killersreiter (SV Untergriesbach), 2. Aurelia Dorn (SV Johannis Nürnberg), 5. Kajsa Lechner (SV Wacker Burghausen), 5. Emilia Lorenz (SV Untergriesbach)
38 kg: (7 Teilnehmerinnen) 4. Milana Usinger (SV Johannis Nürnberg)
42 kg: (9 Teilnehmerinnen) 4. Antonia Gareis (TSV Burgebrach), 5. Emma Billhöfer (SC Oberölsbach)
52 kg: (13 Teilnehmerinnen) 5. Olivia Peters, 6. Leonie Krüger (beide TSV Burgebrach)
58 kg: (7 Teilnehmerinnen) 1. Joanna Maunu (TSC Mering)
U17
46 kg: (5 Teilnehmerinnen) 4. Emma Killersreiter (SV Untergriesbach)
49 kg: (10 Teilnehmerinnen) 6. Antonia Schuster (TV Feldkirchen)
53 kg: (16 Teilnehmerinnen) 6. Marissa Ender (SV Untergriesbach)
69 kg: (4 Teilnehmerinnen) 4. Leonie Rankl (SV Mietraching)


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