Einen Tag nach dem starken Auftritt von Anna Schell (SC Isaria Unterföhring), die sich die Bronzemedaille im Limit bis 72 Kilo sicherte, regnete es am Freitagabend erneut Edelmetall. Roland Schwarz gewann das kleine Finale der Griechisch-Römisch-Spezialisten gegen den Weißrussen Tsimur Berdyieu mit 10:5-Punkten.

 

Patric Nuding (Bundesstützpunkttrainer Nürnberg), Michael Böh (Bundesstützpunkttrainer Heidelberg) und Bundestrainer Michael Carl (v.l.) gratulieren Roland Schwarz zur Bronzemedaille. © BRV/Nuding

Der in der Bundesliga für den SV Wacker Burghausen startende Schwarz lag zur Pause bereits mit 2:5 zurück, ehe der DRB-Kaderathlet eine Aufholjagd startete. Zwei Ausheber wurden jeweils mit zwei beziehungsweise vier Punkten belohnt. Ein zusätzlicher Punkt kam aufs Konto, weil die Ecke von Berdyieu eine Challenge verlor. Jubel nicht nur bei Bundestrainer Michael Carl und Bundesstützpunkttrainer Patric Nuding (Nürnberg), sondern auch daheim. „Bayerische Medaillen am laufenden Band. So muss es sein“, klatscht auch Florian Geiger, Vizepräsident Sport des BRV, Beifall. Für ihn habe Schwarz eine super Leistung erzielt, „und damit hat er nach seinen ganzen Problemen um die Olympia-Qualifikation (Anm. d. Red.: Schwarz war positiv auf Corona getestet und konnte nicht nach Tokio fliegen) ganz klar gemacht, wer die Nummer eins in Deutschland ist und dass der Weg nur über ihn geht.“

Roland Schwarz ebnete seinen Weg ins kleine Finale durch einen vorzeitigen Schultersieg in der Hoffnungsrunde gegen Kairatbek Tugolbaev (Kirgisistan). Im Viertelfinale musste der Vize-Europameister von 2019 gegen den späteren Weltmeister Sanan Suleymanov (Aserbaidschan) die Segel streichen (2:10).

Bitter lief es dagegen für Hannes Wagner. Der Lichtenfelser verlor im Viertelfinale gegen Adlan Akiev. Da der Russe im Halbfinale scheiterte, war auch für den Bronzemedaillengewinner der EM 2021 das Turnier bereits vorüber. Über die Hoffnungsrunde konnte er nicht mehr eingreifen. Nur einen Auftritt hatte dagegen Idris Ibaev im Limit bis 72 Kilo. In der Qualifikation scheiterte er am Aserbaidschaner Ulvu Ganizade mit 6:9-Wertungspunkten. Auch für Fabian Schmitt (55 kg) war nach einem Kampf im Achtelfinale gegen Norayr Hakhoyan aus Armenien das Turnier bereits vorüber.

Mit Deniz Menekse (Nürnberg Grizzlys) und Witalis Lazovski (Burghausen) gehen am Wochenende die letzten beiden bayerischen Athleten bei der WM in Oslo auf die Matte.

 

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