Im Rahmen eines DRB-Kaderlehrgangs stand auch ein interner Wettkampf in verschiedenen Gewichtsklassen der Freistiler auf dem Programm. Aus bayerischer Sicht waren vier Athleten am Olympiastützpunkt in Heidelberg dabei. Verletzungsbedingt musste der Nürnberger Tim Stadelmann seine Teilnahme allerdings absagen. Der Wettkampftag diente nicht nur als Standortbestimmung für den anstehenden World-Cup in Belgrad (Serbien), sondern auch für die im Frühjahr stattfindenden Olympia-Qualifikationsturniere in Budapest und Bukarest.

Der Westendorfer Niklas Stechele kämpfte im Limit bis 61 Kilo. Nach seinen drei Siegen und der unglücklichen Halbfinal-Niederlage gegen Nico Megerle landete der 19-Jährige am Ende auf Rang drei. Für den hauptamtlichen Landestrainer des Bayerischen Ringer-Verbandes, Marcel Fornoff, habe Stechele auf ganzer Linie überzeugt. „Niki ist clever, ringt intelligent. Er ist einer der Besten, den wir in Deutschland haben“, stellt er dem DRB-Kaderathleten ein Spitzenzeugnis aus. „Es macht Spaß ihm zuzuschauen.“ Der Freistil-Landestrainer attestiert dem Ostallgäuer eine sehr professionelle Einstellung. Fornoff habe selten so einen guten Ringer gesehen, der mit Weitblick und Übersicht seine Kämpfe bestreitet. „Ihm bringt nichts aus der Fassung. Ich bin überzeugt, dass er auf einem sehr guten Weg ist, sich auch international zu etablieren.“

Der Nürnberger Adrian Barnowski war der jüngste Teilnehmer im Limit bis 70 Kilo. Mit Alexander Semisorow, Shamil Ustaev und Kevin Henkel hatte der Grizzly routinierte und erfahrene Gegner. Obwohl Barnowski, der im ersten Juniorenjahr ist, alle seine vier Kämpfe verlor, spielte dies für Marcel Fornoff überhaupt keine Rolle. „Dass wir Adrian eine Gewichtsklasse höher haben ringen lassen, war im Vorfeld mit Bundestrainer Jürgen Scheibe abgesprochen gewesen. In der Juniorenklasse hat er wenig Konkurrenz“, begründet der BRV-Landestrainer diese Entscheidung. Für ihn sei das Turnier dagewesen, um zu schauen, wie es im Männerbereich läuft. „Er hat Wettkampfpraxis gesammelt. Das allein zählt.“

Eduard Tatarinov (Wacker Burghausen) dagegen hatte in der Gewichtsklasse bis 79 Kilo nur zwei Gegner, die er auch souverän in die Schranken wies. Unter seinen Möglichkeiten blieb dagegen Johannes Mayer (92 kg). Der Kelheimer, in den Diensten der Johannis Grizzlys, verlor seine beiden Auftritte. „Johannes hat sein Potential nicht abgerufen. Er hatte einfach keinen guten Tag“, bilanziert Marcel Fornoff. Auch Mayer gehört noch der Altersklasse Junioren an.

Unterdessen malt der hauptamtliche Landestrainer für den Freistil für 2020 ein düsteres Bild. Die Unterkünfte im BLSV-Camp in Regen (Niederbayern) und der Sportschule Oberhaching sind geschlossen. Wohl Ende Januar 2021 soll das Training, ein Konditionslehrgang, wieder aufgenommen werden. Eigentlich für dieses Jahr terminierte Lehrgänge sind abgesagt. „Es macht momentan alles überhaupt keinen Sinn. Wir haben alles nach hinten verlegt“, bedauert auch Fornoff, dass er für seine Ringer keine guten Nachrichten hat.

 

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