Ein erfolgreiches Wochenende für den ASV Hof. Bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften im Griechisch-Römischen Stil konnten sich zwei Hofer einen Podestplatz sichern und trugen so erheblich zum vierten Platz der Bayerischen Mannschaft in der Länderwertung bei. Die Ausrichtung dieser sportlichen Großveranstaltung wurde vom KSV Pausa in vorbildlicher Manier umgesetzt. Eine perfekte Organisation und eine ideale Wettkampfstätte, die von den unzähligen Helfern des KSV liebevoll in Szene gesetzt wurde, waren Garant für eine rundum gelungene Veranstaltung.

Lukas Fleischer trat in der Klasse bis 130 kg an und traf dort auf ein Teilnehmerfeld von sechs Ringern. Im ersten Kampf traf der ASVler auf Nico Schmidt vom TSV Taisersdorf. Fleischer war der deutliche aktivere Ringer und ging mit einer 1:0 Führung in die Pause. In Runde zwei legte der Hofer nach und der Südbadener wurde zwei Mal verwarnt, sich dem Kampf zu stellen. Am Ende stand es 5:0 für den ASVler. Dass dieser Sieg bereits den Einzug ins Halbfinale bedeute, wurde erst nach Ende der zweiten Poolrunde klar. Dort traf Fleischer auf Maximilian Mond, ebenfalls aus Südbaden. In einem ausgeglichenen Kampf gelang dem Ringer aus Hausen-Zell eine Einserwertung. Fleischer kam zwar auf 1:1 heran, aber der ausgefuchste Mond gewann den Kampf mit 2:1. Der ASVler wurde somit Zweiter in seinem Pool und kämpfte im Halbfinale gegen den Ersten des anderen Pools, dem favorisierten Artur Schmidt vom Greifswalder RV. In diesem Kampf lieferte Fleischer seine beste Turnierleistung ab und beherrschte seinen Gegner über die gesamte Kampfzeit. Am Ende des Kampfs wurde der ASVler zum verdienten 2:0-Punktesieger erklärt und zog ins Finale ein. Dort traf er erneut auf Maximilian Mond, der sein Halbfinale mit 8:8 aufgrund der höheren Wertung gewonnen hatte. Beide Ringer schenkten sich in diesem Finale nichts und Fleischer erhöhte im Verlauf des Kampfs den Druck. Genau in dieser Phase des Kampfs gelang Mond ein blitzsauberer Kopfzug aus dem Stand. Zwar konnte sich Fleischer befreien, lief aber einem 0:4-Rückstand hinterher. Im zweiten Abschnitt war der ASVler wieder aktiver und Mond musste in die Bodenlage. Fleischer setzte alles auf eine Karte und wurde beim Ansatz eines Durchdrehers gekontert und konnte sich nicht mehr befreien. Der Gewinn der Deutschen Vizemeisterschaft ist nach dem Gewinn der Bayerischen Meisterschaft in beiden Stilarten der größte Erfolg in Fleischers Laufbahn.

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Lukas Fleischer (links im Bild) gewinnt den Halbfinalkampf gegen Artur Schmidt aus Greifswald. Foto: ASV Hof

Yildirim überrascht mit Bronze

Der ASVler startete in der Klasse bis 63 Kilogramm, in der 13 Ringer an den Start gingen. Yildirim hatte in der ersten Runde ein Freilos. Im Viertelfinale traf er dann auf Tien Nguyen Ho vom SV Warnemünde. Nach anfänglichem Abtasten geriet der Hofer mit 0:3 in Rückstand, jedoch merkte man, dass dieser Kampf noch nicht verloren ist. Der Hofer passte beim nächsten Angriff seines Gegner gut auf, gab zwar ochmals zwei Punkte ab, konterte aber so geschickt, dass sich Ho in der Brücke wiederfand. Diese Chance ließ sich Yildirim nicht entgehen und siegte nach knapp zwei Minuten Kampfzeit auf Schulter. Im Halbfinale war Mike Köln von der RG Lahr Yildirims Gegner. Der Hofer machte von der ersten Sekunde an Druck und ging in Führung. Köln glich aus, wurde aber bei der nächsten Griffausführung vom ASVler gekontert. Leider konnte Yildirim, der seinen Gegner wieder in der gefährlichen Lage hatte, dieses Mal nicht auf beide Schultern legen. Im Gegenteil. Yildirim geriet selbst in die Brücke, kämpfte sich aber bis zum rettenden Pausengong. Im zweiten Abschnitt gelangen dem Südbadener noch zwei Angriffe und Yilidrim verlor den Kampf, was allerdings den Einzug ins kleine Finale bedeutete. Dort trag der Hofer auf Nikita Knaub vom RV Haibach. Yildirim wurde von seinem Trainer gut eingestellt und ging sofort mit 1:0 in Führung. Der Hesse wurde vom ASVler regelrecht überrumpelt, denn es folgten noch zwei saubere Wertungen und Yildirim ging mit 5:0 in Führung. Mit der letzten Wertung war der Trainer des Hessen nicht einverstanden und warf den Würfel zur Einleitung eines Videobeweises. Nachdem der Videobeweis keine Änderung der Wertung zu Tage förderte, erhielt Yildirim laut Regel einen weiteren Punkt zugesprochen. Ein Durchdreher brachten dann die letzten zwei Punkte für den Überlegenheitssieg und damit Platz drei für den Hofer, was ebenfalls den größten Erfolg in seiner Laufbahn bedeutet.

Orlando Gutmann mit starker Leistung

Orlando Gutmann startete in der teilnehmerstärksten Gewichtsklasse. 17 Teilnehmer kämpften im Limit bis 72 kg um den Titel. Zwar hatte der Hofer ein Freilos, musste aber im Achtelfinale gegen den späteren Fünften, Chris Militzer vom gastgebenden KSV Pausa, dieser auch qualitativ stark besetzten Klasse antreten. Gutmann kämpfte gewohnt sicher und ließ zunächst keine Wertung zu. Militzer erhöhte in der zweiten Runde den Druck und ging mit 2:0 in Führung. Dieser Rückstand veranlasste den Hofer in der Folge, offensiver zu ringen. Beinahe gelangen dem Hofer zwei Rumreißer, die den Kampfverlauf hätten drehen können. Stattdessen setzte der Sachse nach und holte sich am Ende einen 6:0-Sieg. Da für Militzer das Halbfinale verlor, konnte Gutmann nicht mehr ins Geschehen eingreifen.


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