Groß ist die Vorfreude auf das nächste bayerische Duell für den SV Siegfried Hallbergmoos. Nach dem klaren Heimsieg über die Grizzly Nürnberg (18:5) und der Niederlage gegen den Deutschen Mannschaftsmeister Burghausen (7:19) erwarten die Oberbayern in der Hallberghalle den TSV Westendorf. Die Allgäuer sind mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet. Verletzungspech und Aufstellungsprobleme sorgten hier für keinen optimalen Start in die neue Saison. „Bei uns läuft alles wie geplant“, sagt Vereinsboss Michael Prill vor dem zweiten Heimkampf. „Wir werden eine sehr starke Truppe auf die Matte schicken. Für uns ist das ein sehr wichtiger Kampf“, macht Prill deutlich. Allerdings könne er nur spekulieren, mit welcher Mannschaft der TSV über die Waage gehen wird. Der TSV Westendorf erwartet dagegen einen schweren Auswärtskampf. „Wir haben in Hallbergmoos nichts zu verlieren“, macht Abteilungsleiter Thomas Stechele deutlich. „Wir wollen und werden uns gut aus der Affäre ziehen.“ Derweil dürfte für den SV Wacker Burghausen in der Südstaffel der Bundesliga mit dem Auswärtskampf gegen die Grizzly Nürnberg der erste richtige Prüfstein zu erwarten sein. Noch gut in Erinnerung ist der Play-Off-Achtelfinalkampf aus der vergangenen Saison, als die Norisstädter den Ostbayern ein 13:13-Unentschieden abtrotzten. Mit welcher Mannschaft der amtierende deutsche Mannschaftsmeister die Reise ins rund 270 Kilometer entfernte Nürnberg antreten wird, ist Mario Besold genauso ein Rätsel wie Coach Matthias Baumeister. „Sie sind wie eine Wundertüte. Sie haben eine große Variabilität bei ihrer Aufstellung, da sie die Gewichtsklassen zum Teil mit zwei oder drei Ringern besetzt haben.“ Bei ihrem Heimkampf gegen Hallbergmoos hatten sie den Polen Magomedmurad Gadzhiev nicht aufgestellt. Der Vize-Weltmeister von 2017 und Vize-Europameister von 2018 wird wohl aller Voraussicht die Reise in die Norisstadt antreten. Damit würde Tim Stadelmann im Limit bis 75 Kilogramm im freien Stil auf ihn treffen. Mit Kakhaber Khubezhty steht noch ein weiterer Spitzenringer auf dem Lohnzettel der Burghauser. Der Russe könnte Gegner des türkischen Neuzugangs der Grizzlys, Soner Demirtas, sein. Der 27-jährige Europameister gibt sein Debüt für die Nürnberger. „Auf diesen Topkampf, wenn er zustande kommt, würde ich mich sehr freuen“, sagt Baumeister. Nürnberg wird im Gegensatz zur deutlichen 5:18-Auswärtsniederlage in Hallbergmoos auf einigen Positionen sein Team umstellen. „Ich erwarte einen guten Kampf, wobei wir noch nicht die stärkste Mannschaft stellen können“, so Manager Mario Besold. Ob es ein Wiedersehen mit Fabian Schmitt geben wird, der noch in der vergangenen Saison für Johannis auflief, bleibt abzuwarten. Insgeheim hofft Matthias Baumeister auf ein volles Haus. „Das wäre richtig cool, mit den Fans im Rücken.“

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