| Vorwort:
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In der Jugend lernt, im Alter versteht man. Marie von Ebner-Eschenbach
Das Fortruecken in der Kalenderzahl macht wohl den Menschen, aber nicht die Menschheit reifer. Johann Peter Hebel
Aus dem Lateinischen stammt die Erkenntnis „ arduum videtur res gestae scribere...“ zu deutsch: „Es ist mühselig Geschichte niederzuschreiben“.
Eine Chronik schreibt nur derjenige, dem die Gegenwart wichtig ist. Johann Wolfgang von Goethe Ich hoffe, dass ich nicht die unwichtigen Personen erwähnt und die wichtigen Personen vergessen habe. Dies ist der Versuch wichtige Ereignisse aus 120 Jahre Ringkampf in Bayern zu schildern und dabei ein kleines Portrait unserer mehr oder weniger bekannten Athleten abzugeben. Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst die Niemand kann. Änderungen, Ergänzungen, Fehler oder Unwahrheiten bitte schriftlich an meine Adresse und ich verspreche Abhilfe zu schaffen. Papier ist bekanntlich geduldig. Im Grunde genommen ist dieses Werk meinem Hobby zuzuschreiben. Schon immer hat mich die Deutsche Geschichte und der Ringkampfsport interessiert. Ich wußte allerdings nicht, dass es zu einer Sucht ausarten könnte. Gleichzeitig mit dieser Chronik entsteht ein Rückblick über den BRV-Bezirk Ober- /Unterfranken, sowie eine Vereinschronik des 1. AC Bayreuth und eine Erfassung aller Bayerischen Meister der Nachkriegszeit. Ich muß deshalb parallel in vier verschiedenen Dateien schreiben und wirke dadurch in der Schilderung oft sprunghaft. Immer wieder flicke ich neu erhaltene Berichte und Resultate ein, so dass langsam aber sicher ein deutliches Puzzle entsteht. Allerdings besteht dadurch auch die Gefahr, dass ein Sachverhalt doppelt erwähnt wird. Auch hier wäre ich für Hinweise dankbar, da ich den Entwurf immer nur grob „überfliege“ und fast wöchentlich ein Exemplar auf meinem alten Tintendrucker ungelesen ausdrucke. Weil ich kein Lehrbuch über die Geschichte des Ringkampfes schreiben wollte, habe ich bewußt nicht im Jahr 3000 vor Christus begonnen. Im Grabtempel des Beni Hassan sind 5000 Jahre alte Zeichnungen über diese Sportart verewigt. Genauso alt ist die fernöstliche Frühgeschichte der Ringer in Japan und China. Auch die abendländische Kultur der Kelten ( Ringkämpfe ab 400 vor Christus) und die griechische Antike (Ringen war dort bereits 708 vor Christus eine olympische Disziplin im Einzel- und Fünfkampf) will ich bewußt übergehen. Dies ist ebenso wie die ausgearteten Gladiatorenkämpfe im römischen Imperium längst den Ringkampfanhängern bekannt. Aus dem Mittelalter ist überliefert, dass der Ringkampf zu den sieben „Behendigkeiten“ der Ritter gehörte. Adelige und damit auch Könige mußten diesen Kampfsport in ihrer Jugend erlernen. Es wäre mühselig über die ältesten erhaltenen Ringkampfdarstellungen aus der Hand von Albrecht Dürer zu berichten. Erst unter Guths Muths (1759-1839) und Turnvater Jahn gab es in Deutschland eine Wiedergeburt des Sports und auch des Ringkampfes. Doch von einem vereinsmäßigen Zweikampf der für Jedermann zugänglich war, kann man in Bayern erst wesentlich später berichten. Mein Schilderung beginnt deshalb erst Ende des 19. Jahrhunderts.
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