15. Talfahrtbeginn bei den Maennern

 

Nürnberg hatte mit der WKG Johannis 07 / Gostenhof 03 und dem SC 04 Nürnberg im Jahr 1975 gleich zwei Mannschaften in der zweiten Liga.  Beiliegend ein Foto aus dem Derby 1975. Böckl (07) behält über Lindner (04) die Oberhand.

 

Foto: links Böckl kurz vor einem Einsteiger

In der damaligen Regionalliga Süd waren noch die Vereine Anger, Mietraching und  Berchtesgaden vertreten. Mit die fleißigsten Punktesammler beim SC 04 waren der frühere Gostenhofer Mittelgewichtler Walter Fritz und Leichtgewichtler Manfred Hermann. Beide sind beim SC 04  noch immer als erfolgreiche Jugendtrainer aktiv.

 Doch in diesem Jahr beginnt auch das 15. und schwärzeste Kapitel dieser Geschichte. Ab 1975 verlegten sich die  Erfolge auf Bundesebene immer mehr in den Jugendbereich. Bei den Männern gewannen nur noch Schöndorfer im Leichtgewicht im gr.-röm. Stil und Neumair im Halbschwergewicht im Freistil einen DM-Titel.

 Bei den Junioren waren es zumindest noch fünf Bayern mit Willi Wohlschläger (Hallbergmoos, 62 kg, G), Bruno Kastner (Burghausen, 90 kg, G), Hans Huber (Reichenhall, 52 kg, F), Hans Mag (TSV Trostberg, 82 kg, F) und Michael Schmidt (ASV Neumarkt, 90 kg, F). Der Oberpfälzer sorgte eigentlich für die größte Überraschung. Gegen Titelverteidiger und den Männer-Vize Günter Klein von Heros Dortmund lag er nach 5:05 Minuten schon mit 26:3 zurück. Der Westfale griff pausenlos an und war nicht zu bremsen. Mit einem Konter legte Schmidt den späteren 10fachen Deutschen Meister auf die Schultern und war nach vier Schultersiegen Erster.

 Das Bezirkspokalturnier in Neustadt bei Coburg sah 1975 nur drei Teilnehmer. Mittelfranken, Inn/Chiem und die gastgebenden Oberfranken gingen auf die Matte. Genauso lautete am Ende auch die Siegerliste. Es gab damals noch keine Pflichtteilnahme und man besuchte es nur sporadisch. 123 Teilnehmer wetteiferten dagegen wenige Tage später bei den Bayerischen Erstlingsmeisterschaften in Moosburg. Auch hier zur Erinnerung die Gewinner:

21 kg Harald Hippacher, KSV Bamberg

23 kg Johann Eberhard, SpVgg Freising

25 kg Rainer Ebert, TV Unterdürrbach

27 kg Norbert Kraus, TSV Weilheim

29 kg Andreas Walter, SC Unterföhring

31 kg Winfried Schreindl, AC Penzberg

34 kg Josef Ledermann, SpVgg Freising

37 kg Adrian Schöcke, ESV Neuaubing

40 kg Martin Eicher, TSV Trostberg

44 kg Robert Wirth, Zirndorf

Im Jugendbereich setzten sich auf Bundesebene bei den Klassikern zwei Ringer durch. Dies waren  Hans Huber (Reichenhall, 52 kg) und Erhard Petzenhammer (Penzberg, 87 kg).

 Bei den Schülern erreichten dies Rainer Moll, Manfred Sixt (beide Hallbergmoos, 40  und 44 kg, G), sowie Uwe Fuhr vom SC 04 Nürnberg in der 48 kg Klasse.

 Unterhalb der Bundes- und Regionalliga ermittelten die Bayernliga Süd- und Nordmeister den Prestigetitel eines bayerischen Mannschaftsmeisters. Trostberg konnte sich gegen  Lichtenfels durchsetzten. Der TSV 1861 Zirndorf mußte aufgrund eines einzigen Pünktchens den Korbstädtern den Vortritt im Endkampf des Nords überlassen. 23 Jahre später sollte der TSV Zirndorf in der untersten Leistungsklasse Frankenliga stehen. Der KSV Neuendettelsau konnte in der Bezirksliga immerhin noch eine Mannschaft stellen und hauchte 20 Jahre später für immer sein Licht aus.