Nachgefragt bei Bernhard Hofmann - Cheftrainer TSV Westendorf Drucken

Stefan Günter    15.10.10
„Wir müssen weiter hart an uns arbeiten“

Zweitligist Westendorf holt nach vier Niederlagen infolge endlich zwei Siege

Startschwierigkeiten prägten das Bild des Zweitligisten aus Westendorf. Der TSV, der auch in dieser Saison wieder mit vielen eigenen Ringern an den Start geht, musste vier Kämpfe warten bis der ersehnte erste Saisonsieg zu Buche stand. Ausgerechnet in der Fremde holten die Allgäuer einen Sieg. Schifferstadt wurde auswärts bezwungen und eine Woche später platzte auch in der TSV-Arena der Knoten beim Erfolg über Spiesen-Elversberg. Stefan Günter sprach mit Westendorfs Cheftrainer Bernhard Hofmann:

Noch in der vergangenen Saison wurden die Fans mit einer Siegesserie verwöhnt. Doch heuer hat es erst im fünften Anlauf mit dem ersten Erfolg geklappt. Gibt es hierfür Gründe?

Hofmann:
Letztes Jahr hatten wir einfach das Glück, das genau die Mannschaften, die wir besiegen konnten, nacheinander auf uns trafen. Das gibt Selbstvertrauen und ergibt auch einen gewissen Lauf. Dieses Jahr hingegen ist die Abfolge der Begegnungen nicht ganz so glücklich für uns verlaufen. Auch die Gewichtsklassen-erhöhung um 2 kg kommt uns nicht wirklich entgegen.

Auch aus Niederlagen lernt doch bestimmt ein Cheftrainer. Welche Erkenntnisse hast du gezogen?

Hofmann: Ja, eine so junge Mannschaft braucht natürlich immer wieder viel Zuspruch und Aufbauarbeit um die Motivation nicht zu verlieren.

Dass der Knoten ausgerechnet auswärts platzen würde und dann noch in Schifferstadt - war das für dich überraschend?

Hofmann: Wir haben uns im Vorfeld natürlich etwas ausgerechnet. Allerdings wussten wir auch, dass das nur klappen kann, wenn alles optimal läuft.
Und so war es dann auch. Christian Stühle schulterte Erol Bayram überraschend und macht sich zum Matchwinner.

Nach dem Sieg auswärts in Rheinland-Pfalz - wie groß war die Last, die dann von der dir fiel?

Hofmann: Die Last war natürlich riesig. Dem entsprechend ist auch die Siegesfeier ausgefallen. Hier nochmals Danke an die sympathischen Schifferstädter.

Nach dem Sieg in der Fremde schaffte der TSV eine Woche später gleich in eigener Halle den ersten Heimsieg in der laufenden Runde! Der Sieg war bestimmt auch für die Fans ein ganz besonderer, da sie ja davor nicht mit Siegen verwöhnt wurden?

Hofmann: Ja, richtig. Der Heimsieg war der Hammer. Alle waren bis in die Haarspitzen für diesen Pflichtsieg im Kellerduell motiviert. Und auch die Fans erlebten eine super Stimmung in der Halle.

Kann der TSV das Feld jetzt von hinten ein wenig aufrollen? Oder wäre das vermessen?

Hofmann: Natürlich wollen wir jetzt mehr. Ich denke, vermessen wäre sich mit zwei Siegen zufrieden zu geben.

Was rechnest du dir in der Rückrunde aus?

Hofmann: Ich hoffe, dass wir in der Rückrunde noch den einen oder anderen Sieg einfahren können. Die Mannschaft wird weiter hart daran arbeiten und alles dafür geben, dass uns unsere Fans noch öfter jubeln sehen.