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Ringerbezirk Schwaben

Junioren-EM Niklas Stechele kommt mit Platz fünf zurück
Bezirk - Schwaben Stefan Günter 15.06.19

Mit einem fünften Platz ist der Westendorfer Niklas Stechele von den diesjährigen Europameisterschaften aus Spanien zurückgekehrt. Bei seiner Premiere in der Altersklasse Junioren schlitterte der DRB-Kaderathlet im kleinen Finale an einer Bronzemedaille vorbei. „Sicherlich bin ich enttäuscht“, so der 19-jährige Allgäuer in seiner Bilanz. Dabei begannen die kontinentalen Titelkämpfe in Pontevedra im leichtesten Limit sehr verheißungsvoll.

Zum Auftakt bis 57 Kilogramm im freien Stil stand Stechele dem Azerbaidschaner Azar Ahmodov gegenüber. Hier führte er bereits mit 10:3-Wertungspunkten, ehe sein Gegner nochmals auf 10:9 herankam. Doch elf Sekunden vor Kampfende schaffte der Westendorfer eine Zweierwertung und schaffte damit den Sprung ins Viertelfinale. Hier stand Stechele dem späteren Vize-Europameister, Ahmet Duman, gegenüber. Am Ende war der Türke zu stark und abgezockt. Der DRB-Starter verlor vorzeitig mit 0:11-Wertungspunkten. „Hier hat sich Niki unter Wert geschlagen. Diese Niederlage darf man im Nachgang nicht überbewerten“, so die Erkenntnis von Bundestrainer Marcel Ewald. Da Duman aber das Finale erreichte, war somit für Stechele wieder der Weg über die Hoffnungsrunde frei. Hier stand er dem Polen Klaudiusz Wiezner gegenüber, der bereits im Achtelfinale das Nachsehen gegen den Türken hatte. Stechele dominierte dieses Duell, führte den Polen sogar vor und sorgte mit einem technischen Überlegenheitssieg für den Einzug ins kleine Finale.

Hier stand er dem Ukrainer Kamil Kerymov gegenüber. Zur Pause lag Stechele nur mit 2:4-Wertungspunkten zurück, ehe er in der Folge durch eine Unachtsamkeit mit 3:8-Wertungspunkten auf die Verliererstraße geriet. Obwohl der Westendorfer in den letzten zwei Kampfminuten nochmals alles versuchte, sein Gegner ließ nichts mehr zu. „Es war ein offener Kampf, leider war ich nicht zu konsequent genug. Ich hätte mich im Boden nicht zweimal durchdrehen lassen dürfen“, zeigt sich Stechele nach dem verloren gegangenen Kampf um Bronze selbstkritisch. Zwar sei er in Europa angekommen, doch habe es leider nicht für eine Medaille gereicht. „Ich bin überzeugt, für Niki war Bronze möglich“, zieht Nachwuchsbundestrainer Marcel Ewald nach Platz fünf seines Schützlings ein positives Fazit: „Er hat gezeigt, was er kann. Er hat bei seiner ersten Junioren-EM das Bestmögliche herausgeholt.“ Das sieht auch Thomas Stechele, Vater und Abteilungsleiter des TSV Westendorf: „Niki hat nach großem Kampf das kleine Finale zwar verloren, aber eine überragende Leistung erzielt.“

 

Gold und Silber für Westendorfer Ringer bei Heim-DM
Bezirk - Schwaben Stefan Günter 27.05.19

Mit einem Spektakel sind die diesjährigen Deutschen Ringer-Meisterschaften der Griechisch-Römisch-Spezialisten in Kaufbeuren zu Ende gegangen. Die beiden Westendorfer Christopher Kraemer und Michael Heiß krönten sich bei den Titelkämpfen „dahoam“ mit Gold und Silber.

altBesser hätte man dieses Drehbuch nicht schreiben können. Fünf Finalisten aus Bayern standen in der Arena im Finale. Nach den Erfolgen der Burghauser Fabian Schmitt (60 kg), Witalis Lazovski (67 kg) und Michael Widmayer (72 kg) schlitterte Michael Heiß (77 kg) nur denkbar knapp an Gold vorbei. Mit 4:6-Wertungspunkten verlor der Westendorfer, angepeitscht von der tobenden Menge, gegen den DRB-Kaderathleten Karan Mosebach (Frankfurt/Oder). „Ich freue mich absolut über den zweiten Platz. Ich habe ein klasse Turnier gerungen und mich mit Silber gekrönt“, strahlt Heiß. Für ihn sei es ein denkwürdiger Tag gewesen, „mit perfekten Bedingungen, die für uns Ringer geschaffen wurden.“

Der krönende Abschluss einer perfekt organisierten Veranstaltung folgte im letzten Kampf des Finaltags. Christopher Kraemer (63 kg) lag gegen Etienne Kinsinger, seinem größten Widersacher, bereits mit 0:5 zurück, ehe er nicht nur den Kampf kippte, sondern dadurch eine ganz Halle zum Kochen brachte. Spektakulär wuchs er in den zweiten drei Minuten über sich hinaus und zwang den Saarländer mit 7:5-Wertungspunkten in die Knie. „Es war durch die Bank eine Topleistung von Chris, der mit Kampfgeist und Kondition herausstach“, lobt Matthias Fornoff, hauptamtlicher Landestrainer des Bayerischen Ringer-Verbandes. Kraemer habe über das gesamte Turnier konstante Leistungen abgerufen. „Die Zuschauer haben ihn zu Gold gepusht“, so der Landestrainer.

Aus den Händen von Bundestrainer Michael Carl erhielt der 23-Jährige sogar die Auszeichnung zum technisch besten Ringer des Turniers. „Michael Heiß und Christopher Kraemer sind bei diesem Turnier über sich hinauswachsen. Sie haben sich ihre Erfolge redlich verdient“, so Carl. Und Kraemer selbst: „Dass ich so deutlich zurückliege, war nicht geplant. Ich habe mir Weltmeister Frank Stäbler als Vorbild genommen und mich zurückgekämpft. Ich wollte unbedingt diesen Titel. Die Zuschauer haben mir zusätzliche Kraft geschenkt“, genießt das Westendorfer Eigengewächs das Bad in der Menge.

Auch die Reaktionen aus dem eigenen Verein sprechen Bände: Coach Klaus Prestele freut sich über das Spitzenergebnis seiner Ringer, wobei auch der vierte Platz von Junior Michael Steiner (55 kg) nicht außer Acht gelassen werden darf. „Wir haben als Verein Maßstäbe gesetzt. Alle, die an dieser Meisterschaft beteiligt waren, haben Großes geschaffen.“ In die gleiche Kerbe schlägt auch TSV-Ringerchef Thomas Stechele. Unter Freudentränen sagt er: „Diese Meisterschaft vergesse ich mein ganzes Leben nicht mehr. Der Zuspruch war enorm. Wir haben als Verein das Optimale herausgeholt und uns am Ende mit Gold und Silber, dank Michi und Chris, belohnen dürfen.“

Pech hatte Maximilian Goßner (67 kg), der zwar in die Hoffnungsrunde einzog, doch hier am späteren Bronzemedaillengewinner Erik Weiß (Frankfurt/Oder) scheiterte. Felix Kiyek (87 kg) und Simon Einsle (77 kg) schieden vorzeitig aus.

 

Erfolgsgeschichte Deutsche Meisterschaft: Zwei Westendorfer kämpfen um Gold!
Bezirk - Schwaben Stefan Günter 25.05.19

Es sind herausragende Nachrichten: Bei den Deutschen Männermeisterschaften der Griechisch-Römisch-Spezialisten in Kaufbeuren stehen zwei Westendorfer am Sonntag im Finale. Christopher Kraemer (63 kg) und Michael Heiß (77 kg) kämpfen um Gold. Bronze hat Michael Steiner (55 kg) schon sicher. In die Hoffnungsrunde muss Maximilian Goßner. „Ich werde alles probieren“, will der Westendorfer diese Chance nutzen. Sein Gegner ist Erik Weiß (RSV Frankfurt/Oder).

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Michael Heiß kämpft am Sonntag um Gold. Foto: Falko I.-Werner Ringsport-Magazin

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