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News Archive 2011




Bundesliga-Sonderheft TSV Burgebrach

„Unsere Fans verzeihen uns auch eine Niederlage“
Cheftrainer Alexander Winkler spricht im Interview über die Neuzugänge, die Erwartungshaltung und über die treuen TSV-Fans


Was der TSV Westendorf in der Südgruppe, der SC Isaria Unterföhring als Aufsteiger in der Nordgruppe, ist der TSV Burgebrach in der Gruppe Mitte. Jeweils ein bayerischer Vertreter geht in der kommenden Saison auf Punktejagd Die Unterfranken gehen jetzt zum zweiten Mal in Folge in der 2. Liga Mitte an den Start. In der vergangenen Saison erreichte der TSV am Ende Platz 7. Cheftrainer Alexander Winkler stellte sich den Fragen von Stefan Günter.

Was ist ihrer Meinung für die kommende Saison möglich?

Winkler: „Die 2. Bundesliga-Mitte ist in diesem Jahr genauso ausgeglichen, wie in der vergangenen Saison. Deshalb ist für mich eine Prognose sehr schwer. Wir haben in diesem Jahr wieder eine gute ausgeglichene Mannschaft. Ich bin mir sicher, dass wir mit unserem Kader wieder eine gute Rolle spielen können, denn auch in diesem Jahr kann jeder jeden schlagen. Ich denke, ein guter Mittelfeldplatz ist für uns realistisch“.


Etwas zur Heimstatistik: Es gab es zu Hause nur 2 Siege und ein Unentschieden - was muss dieses Jahr passieren, damit die Windeck-Halle wieder zur Festung wird?


Winkler: „Mit 3 Siegen, 1 Unentschieden und 4 Niederlagen war es eine durchwachsene Heimbilanz. Mit unseren Superfans ist heuer schon eine bessere Heimstatistik möglich“.

Sind die Ansprüche auf einen vorderen Platz diesmal nicht höher?

Winkler: „Die Ansprüche sind nicht höher, als im letzten Jahr. Wichtig für uns ist es, die Zuschauer und Ringerfans mit attraktivem Ringkampfsport zu begeistern. Unsere Fans verzeihen auch eine Niederlage, aber sie wollen immer den vollen Einsatz des Burgebracher Teams sehen“.

Hat sich der Kader arg verändert?

Winkler: „Unseren Kader haben wir kaum verändert. In Burgebrach ist es wichtig einen konstanten, gewachsenen Kader zu haben. Die Zuschauer wollen nicht jedes Jahr eine andere Mannschaft auf der Matte sehen. Unsere Ringer sind sehr mit den Fans verbunden“.

Wo wurde denn punktuell eine Verstärkung vorgenommen?


Winkler: „In zwei Gewichtsklassen wurden Veränderungen vorgenommen. In der Gewichtsklasse bis 84 kg Greco kommt mit Duktic ein Serbe ins Team. Das war notwendig, weil sich Andreas Dehler in diesem Jahr beruflich in Dubai befindet und deshalb verhindert ist. Möglich machte dies Milos Govedarica, bei dem er auch arbeitet. In der Gewichtsklasse bis 96 kg ist Ahmed Memedov aus Gailbach wegen seinem Freund Stoyko Rusev nach Burgebrach gewechselt. Ich glaube, dass diese Beiden eine gute Verstärkung für unser Team sind“.

Portrait:
Christian Merkel will beim TSV Burgebrach für immer bleiben

„Ich habe noch nie mit dem Gedanken gespielt den Verein zu wechseln“, betont Christian Merkel. Der 23-jährige ringt seit 15 Jahren beim TSV Burgebrach. Zu seinen Anfangszeiten war die Abteilung noch recht klein, also mit heute überhaupt nicht zu vergleichen. Merkel hat von seinem damaligen und auch noch jetzigen Schülertrainer Günter Montag sehr viel gelernt. „Er spielt auch heute noch eine sehr große Rolle für mich“, so Merkel. Eigentlich liegt alles auf der Hand. Für Merkel ist der TSV wie eine große Familie. „Jeder der hier ringt, fühlt sich total wohl. Das ist mit keinem anderen Verein zu vergleichen“, meint er. Auch auswärtige Ringer wie Patrick Dominik oder Stoyko Rusev teilen die Meinung Merkels. „Beide haben so eine positive Atmosphäre in keinem anderen Verein bisher erlebt“, erzählt der Burgebracher. Für ihn verlief die vergangene Wettkampfzeit sehr gut. 5 Siege in der Vorrunde stehen erneut 5 Siegen in der Rückrunde gegenüber. „Ich hoffe, dass die kommende Saison mindestens genauso erfolgreich und auch verletzungsfrei für mich verläuft“. Doch auch Christian Merkel braucht die nötige Freizeit. Dann unternimmt er viel mit seinen Freunden, denn während der Saison kommen seine Freunde stets zu kurz. Snowboarden gehört neben dem Ringen zu seinen Lieblingssportarten. Und wenn der 23-jährige einmal ganz abschalten möchte, tut es auch sein Sofa und eine gute DVD. Die Vorfreude auf die kommende Wettkampfsaison wird indes immer größer. „Jeder im Ort spricht schon davon, dass es endlich wieder Zeit wird. Wenn man an die überragenden Heimkämpfe in der Windeck-Halle und den klasse Fans denkt, kribbelt es schon überall. Ich freue mich total wieder auf der Matte zu stehen.





 
 

Bundesliga-Sonderheft SV Wacker Burghausen
Sechs Neuzugänge sollen etabliertes Team verstärken
Die Ringerabteilung des SV Wacker Burghausen hat für die am 20. August beginnende Saison in der 1. Bundesliga-Ost wieder eine schlagkräftige Truppe auf die Beine gestellt. Um auch im siebten Jahr in Deutschlands Eliteklasse mit den anderen Spitzenteams mithalten zu können, wurden insgesamt sechs Neuzugänge an Bord geholt. „Generell haben wir bei der Auswahl der Neuzugänge Wert auf größtmögliche Flexibilität und sinnvolle Verstärkung des etablierten Teams gesetzt.“, gibt Abteilungsleiter Jürgen Löblein Auskunft.
Viele Stunden an ehrenamtlicher Arbeit und zahlreiche Telefonate sowie Verhandlungen mit Ringern und deren Managern später, steht der Kader nun fest. Als Abgänge sind Ivan Deliverski (nach Nendingen) sowie Ivan Djorev und Vladislav Metodiev (beide nach Mömbris) zu verzeichnen. Da bis 74 kg Freistil primär auf den Deutschen Vizemeister Christian Maier gebaut wird, konnte Ivan Deliverski nicht gehalten werden. „Bei Djorev und Metodiev wurde versucht sie in Burghausen zu halten. Es kam jedoch keine vertragliche Einigung zu Stande.“, bedauert der Abteilungsleiter den Wechsel der beiden bulgarischen Leistungsträger.

Die von Djorev hinterlassene Lücke in der 55 kg Freistil Klasse musste daher gefüllt werden. Durch Thomas Zander von der Deutschen Ringeragentur kam schließlich der Kontakt zu dem Türken Hakan Parlar zu Stande. Der 25 Jahre alte Ringer belegte beim „Dan Kolov – Nikola Petrov Turnier“ im Vorjahr Rang 7. Als Alternative zu Parlar wurde mit Andrei Komar ein Spitzenringer aus Weißrussland verpflichtet. Je nach Anforderung und Einsatzmöglichkeit haben Chefcoach Michael Pronold und Co-Trainer Mahmoud Karimi nun eine gute Wahlmöglichkeit. Diese ist aufgrund der Begrenzung, nur einen Nicht-EU Ringer pro Kampftag einsetzen zu dürfen, durchaus sinnvoll.
Im klassischen Stil bis 55 kg konnte (wie bereits berichtet) eine Einigung mit dem norwegischen Nationalmannschaftsringer Thomas Rönningen erzielt werden. „Rönningen wird in Topform in der Runde nur schwer zu schlagen sein.“, hat Löblein hohe Erwartungen an den Mann aus Nordeuropa. Zusätzlich steht in dieser Gewichtsklasse nach wie vor der junge Ungar Csongor Knipli zur Verfügung.
In den Gewichtsklassen 60 und 66 kg sahen die Wacker-Verantwortlichen keinen Handlungsbedarf. Hier wird auf die bewährten Stammkräfte gesetzt. Die Verantwortlichen der Abteilung freuen sich dabei vor allem auf die Einsätze „der Burghauser Jungs“, Andreas und Martin Maier, Thomas Hohendorf sowie Matthias Maasch. Bis 66 kg Freistil ist zudem nach wie vor der zuverlässig starke Nikolay Kurtev unter Vertrag.
Ein weiterer Neuzugang kann im klassischen Weltergewicht präsentiert werden. Der aus Polen stammende Julian Kwit soll künftig eine Alternative zu Wackers Topscorer der vergangenen Saison, Mykola Daragan, und dem Schweden Sharur Vardanyan darstellen. Im Gegensatz zu dem Ukrainer Daragan, ist Kwit ein EU-Ringer, was die Flexibilität innerhalb der Mannschaft nochmals erhöht. Kwit hat mit seinen 27 Jahren schon eine Menge Erfahrung auf der internationalen Ringerbühne gesammelt. Bei den Militär-Weltmeisterschaften im Vorjahr belegte er Rang 2.
Das Freistil-Mittelgewicht wird Wackers langjähriger Stammringer Miroslav Geshev abdecken und auch im klassischen Stil baut man hier auf Altbewährtes. So soll der bärenstarke Lokalmatador Eugen Ponomartschuk erneut als Punktegarant agieren. Mit dem amtierenden Vize-Europameister Peter Bácsi steht hier ein weiterer Topmann in Reihen der Burghauser Mannschaft.
Ein weiterer europäischer Spitzenmann wird bis 96 und 120 kg Freistil mit dem Ungarn Gergely Kiss zum Einsatz kommen. Auf seine Zuverlässigkeit und sein sympathisches Auftreten freut man sich in Burghausen schon heute. Im klassischen Stil konnte wie bereits berichtet der einstige Publikumsliebling Theodoros Tounousidis nach Burghausen zurückgeholt werden. Der vom bayerischen Liga-Konkurrenten SV Siegfried Hallbergmoos abgeworbene Halbschwergewichtler ist eine absolute Bereicherung für die Staffel von der Salzach.

Um auch bis 120 kg optimal aufgestellt zu sein, wurde der 19-jährige Bulgare Lyubomir Dimitrov verpflichtet. Der Kadetten-Europameister von 2008 wird den „schweren Jungs“ sicher Paroli bieten wollen, zumal er sich in seiner ersten Bundesligasaison natürlich etablieren muss. Zusätzlich kann das Trainergespann in den oberen Gewichtsklassen auf den immer zuverlässigen Anton Losowik zurückgreifen und ist somit auch bezüglich der Deutschquote flexibel.
Generell wurde die Verpflichtung eines Ringers von Trainer, Mannschaftssprecher, Mannschaftsführer sowie Vorstand gemeinsam entschieden. Neben der sportlichen Qualifikation war auch die finanzielle Machbarkeit entscheidend. „Dank unserer Sponsoren und Gönner sind wir für die Saison finanziell gut aufgestellt.“, gab Finanzvorstand Peter Maier Auskunft.
Die nun erarbeitete Lösung scheint also nahezu optimal und so blickt die Abteilung mit ihrem „Multikulti-Kader“, in dem sich Ringer aus zehn verschiedenen Nationen befinden, optimistisch in Richtung Saisonstart am 20. August. „Wir sind gut für die Play-Offs gerüstet.“, hat Maier das Saisonziel bereits jetzt fest im Visier.

Autorin: Martina Kastner


Abgänge:

Vladislav Metodiev   RWG Mömbris Königshofen
Ivan Djorev              RWG Mömbris Königshofen
Ivan Deliverski         ASV Nendingen


Trainer: Michael Pronold

Co-Trainer: Mahmoud Karimi

Saisonziel: Attraktiven Ringkampfsport bieten

Ihr Favorit in der Liga: KSV Aalen

Adresse Wettkampfstätte:
SV Wacker Sportparkhalle
Franz-Alexander-Straße 7
84489 Burghausen

 
 
Bundesliga-Sonderheft SC Isaria Unterföhring
„Der Wille in der 2. Liga zu bleiben ist groß“
Isaria-Chef Georg Daimer sieht seine Mannschaft für das Abenteuer 2. Bundesliga gut gerüstet


Es gibt frischen Wind in der 2. Bundesliga. In der Nordgruppe gesellt sich ab der kommender Saison der SC Isaria Unterföhring als Aufsteiger hinzu. Der souveräne bayerische Oberliga-Meister ringt zum ersten Mal in Deutschlands zweithöchster Liga. Die Oberbayern wollen zwar nicht tief stapeln, doch sieht Cheftrainer Andi Walter seine Mannschaft doch klar in der Außenseiterrolle. „Das Saisonziel ist der Klassenerhalt“, haben es sich die Ringer auf die Fahne geschrieben. Man wolle mit der jungen Mannschaft Erfahrungen sammeln und dem Publikum einen guten Ringkampfsport zeigen. In der Vorbereitungsphase wird sich nicht viel zu den Vorjahren ändern und unterscheiden. Mit dem SV Siegfried Hallbergmoos wurde sogar eine Trainingspartnerschaft gegründet. „Zur Formüberprüfung wird es Vergleichskämpfe geben. Anfang August findet zudem ein einwöchiges Trainingslager in Budapest statt“, so Cheftrainer Andi Walter. Hinter den Kulissen schreiten die Arbeiten für die Mission „Klassenerhalt“ schon voran. Stefan Günter sprach mit Isaria-Chef Georg Daimer.

Fiebern sie dem ersten Saisonkampf in der 2. Liga schon etwas entgegen?

Daimer: Na sicher! 2. Liga in Unterföhring, da viele sind neugierig und können sich das noch gar nicht vorstellen. Mein Vorstandskollege Herbert Kreuzer (Red.: Er ist für den sportlichen Ablauf bei Isaria zuständig) und ich haben seit langer Zeit täglich intensivsten Kontakt. Es ist schon eine Unmenge zum Organisieren. Wir wollen ja
für die Mannschaften, Kampfrichter und Gäste ein guter Gastgeber sein. Sportlich wird es eine schwere Aufgabe!“

Welche Rolle dürfte ihrer Meinung der SC in der kommenden Saison spielen?

Daimer: „Die Rolle der Überraschungsmannschaft. Wir haben sicher gegen den einen oder anderen Gegner Chancen zu punkten. Mal sehen wie es am Ende der Saison aussieht. Eventuell steht einer unserer Gegner so unglücklich an der Tabellenspitze und will nicht aufsteigen, das hat es ja alles schon gegeben“.

Normalerweise hat ein Aufsteiger einen gewissen Bonus, weil man ihn in der ersten Saison nicht kennt. Ist das ein Trumpf den ihr in einigen Kämpfen ausspielen könnt?


Daimer: „Das glaube ich nicht. Die Jungs sind ja alle ringerwahnsinnig. Die kennen die Gegner fast alle, lesen Berichte, ziehen sich aus dem Internet was zu kriegen ist, um informiert zu sein“

Wie stark ist ihrer Meinung nach die 2. Bundesliga-Nord?

Daimer: „Sehr stark! Ich hab mir auf der Deutschen Meisterschaft in Herbrechtigen viele Kämpfe angeschaut, wenn man die Einzelergebnisse sieht, weiß man genau in welchen Mannschaften die schweren Brocken ringen. Im Greco-Stil sehe ich eher ein Nordgefälle, da haben mir sehr viele Ringer gut gefallen“.

Die Vereinsphilosophie ist es, mit dem Oberliga-Team das Abenteuer "2 Liga" anzugehen. Habt ihr euch mit einem Ausländer verstärkt?


Daimer: Ja, aber nur mit einem Ringen: Balazs Fazekas. Der hat schon in der 2. Liga- Süd gerungen und sehr gute Ergebnisse erzielt. Sonst waren wir nicht auf Shopping-Tour. Uns haben schon einige "Kenner" gesagt dass wir mit unseren Team wenig zu bestellen haben, mag sein, wir sehen es am letzten Kampftag wo wir stehen. Der Wille in der 2. Liga zu bleiben ist so groß wie in die 2. Liga aufzusteigen - und wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg“.

Portrait:
Christian Axenbeck die Seele der Mannschaft


Christian Axenbeck wurde zwar 1987 als Münchner geboren, wuchs aber in Unterföhring auf und trat dort folgerichtig mit 6 Jahren dem SC Isaria Unterföhring bei und hielt diesem trotz durchaus verlockender Angebote die Treue. Dieses und sein sportlicher Ehrgeiz waren stets ein Vorbild für seine Teamkollegen und hielten die sehr erfolgreiche Schüler- und Jugendmannschaft weitgehend zusammen.
Seine größten Erfolge im Einzelbereich, waren der Bayerische Meistertitel bei den Männern sowie die Vizemeister auf der deutschen Juniorenmeisterschaft. Mit der Mannschaft natürlich der Aufstieg in die 2. Bundesliga.
Neben dem Ringen machte er sein Abitur auf der Technik FOS in München, besuchte davor die Grundschule in Unterföhring und daraufhin die Realschule Ismaning, wo er die Mittlere Reife erwarb. Aktuell studiert er an der LMU München Lehramt für Realschulen mit der Fächerkombination Mathematik und Physik mit dem Ziel Lehrer zu werden.
Sein Ziel für die kommende Saison ist der Klassenerhalt, der aufgrund der Zusammensetzung der 2. Bundesliga-Nord schwer, aber durchaus möglich ist. Für ihn persönlich gilt das Ziel, „nach jedem Kampf mit einem Gefühl von der Matte gehen zu können, mein Bestes gegeben und sich selber, die Trainer, die Teamkollegen und die Zuschauer nicht enttäuscht zu haben“. Christian Axenbeck verspricht: “Dafür werde ich alles geben und hart trainieren. Ich freu mich jetzt schon extrem auf die kommende Saison, auf spannende Kämpfe, bei denen jeder an seine Grenzen geht und tolle Zuschauer, die uns bei unserem Vorhaben unterstützen.“

Autor: Willi Schindler


 
 

Bundesliga-Sonderheft SV Untergriesbach
Neuland für den SV Untergriesbach
Die Niederbayern ringen in der 1. Bundesliga-Ost


Der Countdown zur 1. Bundesliga läuft für den kleinen Bayerwaldverein aus dem Landkreis Passau. Der Aufstieg in die erste Bundesliga ist der bisher größte Erfolg aber auch die größte Herausforderung für die Untergriesbacher Wölfe, – der Wolf ist das Wappentier der Gemeinde Untergriesbach. Das Ziel für die erste Saison im Oberhaus der Ringerligen ist erstmals das Erreichen eines Nichtabstiegsplatzes bzw. das Vermeiden eines Abstiegs- Relegationsplatzes. „Wenn es mehr werden sollte“, sagt Vereinsboss Simon Rott, „dann schau’n wir mal“ – frei nach Franz Beckenbauer.
Selbstverständlich war der Vereinsleitung bewusst, dass man ohne Verstärkungen in der „Beletage“ des deutschen Ringersports nicht bestehen kann. Aber die Hausaufgaben wurden gemacht und der Kader mit größtenteils jungen ehrgeizigen ausländischen Athleten verstärkt. Wobei der Grundstock natürlich besonders bei den Heimkämpfen aus den eigenen Ringern wie Benedict Pauli, Ralf Neudorfer, Marco Lenz, Christoph Scherr, Andreas Rasch, Christoph Bauer, Benedikt Heindl, Ludwig Pöppel und Andreas Buchetmann bestehen bleibt.
Star der Ringertruppe bleibt natürlich der Ungar Gabor Hatos der EM- und WM-Dritte mit dem Spitznamen „Pitbull“. Er bestreitet bereits seine dritte Saison bei den Untergriesbachern.
In der leichtesten Gewichtsklasse bis 55 kg dürfen sich die Untergriesbacher Zuschauer auf Amiran Elbakidze freuen. Er ging in der vergangenen Saison für Aalen auf die Matte. Ein weiterer Neuzugang im Schwergewicht (griechisch-römischer Stil) ist auch ein Ungar: Balint Lam (19) erkämpfte sich bei der im Juni stattgefundenen Junioren-EM in Serbien den Bronzeplatz.
Der Hexenkessel „Verbandsschulturnhalle“ mit sicher wieder an die 1000 Zuschauern pro Heimkampf wird wieder kochen. Die Einheimischen Ringerfans werden ihre Sportler lautstark anfeuern. Dies ist natürlich auch ein großer Rückhalt für die Mannschaft, besonders wenn es knappe Kämpfe gibt und die wird es sicher heuer genügend geben.

„Wir als Aufsteiger haben keinen Druck“

Nachgefragt beim Cheftrainer des SV Untergriesbach Armin Neudorfer


Es beginnt also die Mission "1. Bundesliga-Ost". Mit welchen Erwartungen gehst du als Cheftrainer in die Runde?

Neudorfer: „Mein Ziel ist es schon immer gewesen, meine Jungs, die auch bei mir trainieren immer weiter voran zu bringen. Ich lass mich heuer überraschen wie sie diese Aufgabe lösen werden. Und ich bin überzeugt, dass sie mich wie schon in den letzten Jahren nicht enttäuschen werden“.

Muss die Vorbereitung anders verlaufen, weil der Anspruch jetzt noch höher sein wird?

Neudorfer: Ich bin von meinen Jungs schon begeistert was sie an Zeit und Energie in den Sport hängen. Sie sind ja alle berufstätig. Nach der Arbeit geht’s meistens direkt in die Halle zum Trainieren. Aber zu deiner Frage: Ich als Trainer habe natürlich noch eine Schippe in der Vorbereitung drauf gelegt. Man wird sehen, was wir daraus machen“.

Apropos Anspruch: Als Sportler will man natürlich immer gewinnen, wie schwer werden die Duelle gegen die bayerischen Mannschaften?

Neudorfer: „Wir als Aufsteiger haben ja keinen Druck, aber ich denke, dass wir Zuhause auch einige bayerischen Mannschaften ärgern können. Es wird aber sicherlich schwer diese Duelle zu gewinnen, da alle bayerischen Teams sehr gut aufgestellt sind“.

Nur 9 Mannschaften kämpfen in dieser Saison in der Gruppe Ost! Wer zählt zu deinen Favoriten im Kampf um die begehrten Play-Off-Plätze?

Neudorfer: „3 Vereine sind für mich ganz sicher in den Play-Off dabei: Aalen, Burghausen und Nürnberg. Um Rang 4 werden sich mehrere Vereine streiten, aber ich denke dass Luckenwalde noch das Rennen macht“.

Der SV Untergriesbach war in der vergangenen Saison zu Hause eine Macht. Es gab keine Niederlage. Was macht euch im eigenen Hexenkessel so stark - das frenetische Publikum etwa?


Neudorfer: „Ja und dass nicht nur letztes Jahr. Wir haben in den letzten 3 Jahren nur einen Heimkampf verloren und dieser war an einen Sonntag, also zählt er für uns nicht (lacht). Aber diese Serie in der 1. Bundesliga zu halten wird unmöglich sein. Aber es wird für viele sicherlich ein Hexenkessel. Das Publikum ist natürlich wie man im Fußball gerne sagt unser 12 Mann“.

Welche Rolle spielen die Zuschauer in der kommenden Saison?

Neudorfer: „Eine ganz große Rolle. Ohne unsere Zuschauer und Fans wären wir sicherlich nicht so weit gekommen. Ohne unsere Zuschauer wären wir nicht das Untergriesbach, das in den letzten Jahren für die eine oder andere Schlagzeile gesorgt hat“.







 
 
Bundesliga-Sonderheft SV Siegfried Hallbergmoos
„Ziel ist ein Play-Off-Platz“
SV Siegfried Hallbergmoos greift wieder an
Karriereende für Thomas Sedlmeier


Mit der Viertelfinalniederlage gegen den KSV Aalen 05 beendete das Team des SV Siegfried Hallbergmoos die Saison 2010/2011. Man konnte zufrieden sein, denn die Niederlage gegen den Meisterschaftsanwärter war nicht zu verhindern. In der Gruppenphase zeigte Hallbergmoos dem Publikum spannende Kämpfe. Zweimal mussten sich die Oberbayern dem Lokalrivalen aus Burghausen mit nur einem Punkt Differenz denkbar knapp geschlagen geben. Der 1. Luckenwalder SC konnte zum ersten Mal vor eigenem Publikum besiegt werden. Der SV Siegfried Hallbergmoos belegte einen leistungsgerechten dritten Platz in der Ostgruppe. Eine herausragende Saison zeigte Ergün Aydin im 74 kg Freistil. Auch die Neuzugänge Marcel Fornoff, Christopher Geiger und Patric Nuding integrierten sich hervorragend in die Mannschaft und rechtfertigten ihre Verpflichtung.

Für die kommende Saison gab es zunächst wenig Handlungsbedarf sich nach neuen Ringern umzusehen. „Wir wollten den eingeschlagenen Weg, die eigenen Ringer in das Bundesligateam zu integrieren weiter fortsetzen und die Gesamtleistung stimmte ebenfalls“, so Jürgen Entholzner, Stellvertretender Vorsitzender des SV Siegfried Hallbergmoos
Eine Personalentscheidung musste allerdings getroffen werden, denn Mahmoud Karimi hatte bereits vor der Saison verkündet, dass er sich zukünftig mehr um seinen Beruf kümmern will und nicht mehr als Trainer zur Verfügung steht. Schnell war jedoch adäquater Ersatz gefunden. Der bisherige Co-Trainer Rudi Gebhard übernahm das Ruder und so konnte die Philosophie der letzten Jahre, auf eigene und junge deutsche Ringer zu setzen, weiter fortgeführt werden.

Die Zusagen von Marcel Fornoff (66 kg/Freistil), Christopher Geiger (60 kg/Greco), Michael Prill (66 kg/Greco) und Ergün Aydin (74 kg/Freistil) bildeten das Grundgerüst. Mit den beiden Leistungsträgern Soslan Gattsiev (84 kg/Freistil) und Aleksandr Kazakevic (74 kg/Greco) konnte man ebenfalls eine Einigung erzielen und für die Saison 2011 mit ihnen planen. Nicht gelungen ist dies bei Andrei Dukov (55 kg/Freistil), dessen Leistung auch den finanzkräftigen West-Vereinen nicht verborgen blieb. Mit Mainz und Köllerbach waren gleich zwei Vereine an ihm interessiert, wobei die Saarländer den rumänischen Freistilspezialisten verpflichtet haben. Auch Patric Nuding wechselte zum ASV Mainz. Für Dukov wird der Pole Adam Bienkowski zukünftig das Siegfried-Trikot tragen und auch für Nuding konnte mit Michal Jaworski vom 1. LSC einen erfahrenen Mann verpflichtet werden. Im Halbschwergewicht wird es ebenfalls neue Gesichter für die Siegfried-Fans zu sehen geben. Rolf Linke wird Tounousidis im Greco ersetzen. Matheus Gucman rückt für Bona im Freistil in die

Mannschaft. Beide decken auch das Schwergewicht mit ab, so dass zum einen Ezerskis entlastet und Bartnicki, der im Olympiajahr keine Freigabe erhält, ersetzt werden kann.

Schmerzvoll ist der Verlust von Thomas Sedlmeier, der aus gesundheitlichen Gründen seine großartige Karriere beenden musste. Für ihn rückt mit Thomas Kopp ein Ringer aus dem eigenen Nachwuchs im 60 kg Freistil ins Team.

Ziel ist die Teilnahme an den Play-Offs, wenn gleich mit dem KSV Aalen ein starker Gegner wieder in der Ost-Gruppe vertreten ist.
Jürgen Entholzner/Stefan Günter















 
 
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