Home
Strafbescheide




Beschluss in der Sache Vladislavs Jakubovics wg. Tätlichkeit

 
Aufgrund der Anzeige des Kampfrichters Niko Straub gegen den Sportler Vladislavs Jakubovics (Betroffener) wegen Tätlichkeit ergeht am 29.11.2016 folgender Beschluss:



I.     Der Betroffene wird freigesprochen.

II.    Die Kosten des Verfahrens werden dem BRV auferlegt.

III.   Die Kosten des Verfahrens werden auf 5,-€ festgesetzt.

IV.   Gegen diesen Beschluss kann innerhalb von 7 Tagen nach Zustellung Einspruch beim
       Landesrechtsausschuss I eingelegt werden.
 

 

Gründe:

Am 26.11.16 um 21:15Uhr, fand der Mannschaftskampf SV Mietraching gegen ASV Au/Hallertau statt. Im letzten Einzelkampf standen sich der Betroffene und Patrick Feilmeier gegenüber. Der Kampf wurde hart geführt und nach der Pause zog Feilmeier sich eine Platzwunde zu am Kopf, die nach Auffassung des Kampfrichters durch einen Kopfstoß des Betroffenen verursacht wurde. Der Kampfrichter wertete dies als Tätlichkeit des Betroffenen und verhängte daraufhin die rote Karte. Im Nachgang führte sich der Kampfrichter die gegenständliche Situation noch einmal vor Augen und zog dabei auch gemachte Videoaufnahmen herbei. Auf diesen war nach Auffassung des Kampfrichters deutlich zu sehen, dass kein Foul des Betroffenen vorlag und er die Situation falsch eingeschätzt und die rote Karte zu Unrecht vergeben hat.

Bei der gegenständlichen Entscheidung handelt es sich um eine Tatsachenentscheidung des Kampfrichters, welche durch den Rechtsausschuss I nur korrigiert werden darf, wenn diese entgegen der Wettkampfregeln getroffen wurde. Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine Wertung des Kampfrichters als Tätlichkeit, welche dann regelkonform mit der roten Karte sanktioniert wurde. Der Rechtsausschuss hatte nunmehr lediglich zu prüfen, welche Konsequenzen mit der Vergabe dieser roten Karte verbunden sind. Mit Verhängung der roten Karte ist gemäß § 5 der Rechtsordnung des BRV eine automatische Sperre von 1 Kampftag verbunden. Eine Tätlichkeit kann gemäß § 24 Strafordnung BRV mit einer Wettkampfsperre bis zu 24 Monaten und einer Geldstrafe bis 7.500,- geahndet werden. Da jedoch alle Beteiligten angeben, dass keine Tätlichkeit des Betroffenen vorlag und es sich um eine falsche Wahrnehmung der Situation des Kampfrichters handelt, ist nach Auffassung des Rechtsausschuss I keine Sanktion gegen den Betroffenen zu verhängen.
 
Der Betroffene ist daher mit sofortiger Wirkung wieder startberechtigt. Das Ergebnis des Mannschaftskampfes bleibt auf Grund der Tatsachenentscheidung des Kampfrichters bestehen.

 

Michael Pohl

Landesrechtsausschuss I

 

Beschluss in der Sache Andreas Rühle wg. Tätlichkeit


Aufgrund der Anzeige der Kampfrichters Peter Fröhlich gegen den Sportler Andreas Rühle (Betroffener) wegen Tätlichkeit ergeht am 19.09.2016 folgender Beschluss:



I. Dem Betroffenen wird eine Geldstrafe von 50,-€ auferlegt.
II. Der Betroffene wird für 1 Kampftag für den Sportbetrieb der Ligen des Bayerischen Ringerverbandes
gesperrt.


III. Die Kosten des Verfahrens in Höhe von 15,- € werden dem Betroffenen auferlegt.

IV. Gegen diesen Beschluss kann innerhalb von 7 Tagen nach Zustellung Einspruch beim
Landesrechtsausschuss II eingelegt werden.

 

Gründe:

Am 10.09.2016 um 19:30 Uhr, fand in Unterölsbach der Bayernligakampf SC Oberölsbach gegen TSV Berchtesgaden statt. In der Begegnung 86 A kg entwickelte sich ein sehr hitziger Kampf, in dessen Verlauf der Betroffene mehrmals beim Anreißen auf den Kopf seines Gegners schlug. Nach dem der Kampfrichter dem Betroffenen eine Verwarnung ausgesprochen hat, kam es widerholt zu der gleichen Verhaltensweise des Betroffenen, so dass ihn der Kampfrichter mittels der roten Karte disqualifizierte.

Das Verhalten des Betroffenen stellt eine Tätlichkeit im Sinne des § 24 der Rechtsordnung des BRV dar. Eine solche kann mit einer Wettkampfsperre bis zu 24 Monaten und einer Geldstrafe bis 7.500,- geahndet werden. Im vorliegenden Fall war zu berücksichtigen, dass der Betroffene durch den Kampfrichter in Form der Verwarnung auf sein Fehlverhalten hingewiesen wurde und dennoch keine Änderung seines Verhaltens herbeigeführt hat. Allerdings verhielt sich sein Gegner im Rahmen dieses Kampfes durchaus provozierend, was durch den Kampfrichter allerdings nicht sanktionierbar war. Diese Provokation musste strafmildernd berücksichtigt werden.

Eine Geldstrafe in Höhe von 50,- € sowie eine Sperre von 1 Kampftag ist daher Tat und Schuld angemessen.

Michael Pohl
Landesrechtsausschuss I

 
Beschluss in der Sache Robel Kissler wg. Beleidigung

Aufgrund der Anzeige des Kampfrichters Bastian Wohlfahrt gegen den Sportler Robel Kissler (Betroffener) wegen Beleidigung ergeht am 18.10.2016 folgender Beschluss:


I.    Der Betroffene wird für 5 Kampftage für den Sportbetrieb der Ligen des Bayerischen Ringerverbandes
      gesperrt.


II.    Dem Betroffenen wird eine Geldstrafe von 50,-€ auferlegt.

III.   Die Kosten des Verfahrens werden dem Betroffenen auferlegt.

IV.   Die Kosten des Verfahrens werden auf 10,- € festgesetzt.

V.    Gegen diesen Beschluss kann innerhalb von 7 Tagen nach Zustellung Einspruch beim
       Landesrechtsausschuss II eingelegt werden.
 

 

Gründe:

Am 08.10.2016 um 19:30 Uhr, fand in der Vierfachturnhalle in der Freisinger Straße, 86551 Aichach des Heimverein TSV Aichach der Mannschaftskampf in der Landesliga Süd zwischen dem TSV Aichach und dem ESV München Ost statt.

Der letzte Kampf des Abends, 75B Gr.-röm., zwischen Moritz Oberhauser & Michael Mössinger endete mit einem Schultersieg für Moritz Oberhauser (TSV Aichach). Der Ringer Robel Kissler (ESV München Ost) hat sich so sehr über die Entscheidung aufgeregt, dass ich ihm durch den Kampfrichter die gelbe Karte gezeigt wurde. Daraufhin hat sich der Betroffene aufgebracht in Richtung Kampfrichter aufgestellt und ihm gegenüber die Worte „Fick Dich!“ geäußert. Dieser Vorgang wurde nach dem Kampf durch den Zeugen Aron Sanders bestätigt.

Das Verhalten des Betroffenen stellt eine Beleidigung des Kampfrichters dar, welche gemäß § 23 Strafordnung BRV mit einer Sperre von bis zu 12 Monaten und einer Geldstrafe von bis zu 3.750,- € bestraft werden kann. Im vorliegenden Fall handelte es sich nach Auffassung des Rechtsausschuss I um eine emotionale Äußerung des Betroffenen, da er persönlich von der Vergabe der gelben Karte betroffen war. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass die Grenze zu einer kritischen Äußerung bzgl. Kampfrichterentscheidungen durch die Worte „Fich Dich“ klar überschritten wurde. Diese Aussage hat keinen Zusammenhang zum Kampfgeschehen, sondern drückt ausschließlich die persönliche Missachtung gegenüber dem Kampfrichter aus.

Eine Sperre von 5 Kampftagen sowie eine Geldstrafe in Höhe von 50,-€ ist daher Tat und Schuld angemessen.

Michael Pohl
Landesrechtsausschuss I

 

Beschluss in der Sache TSV Feucht 04 wegen Rückzug der Mannschaft aus der Gruppenliga Nord

Aufgrund der Anzeige der Anzeige der Ligenreferentin Natascha Schäfer gegen den TSV Feucht 04 wegen Rückzuges der Mannschaft aus der Gruppenliga Nord nach Fertigstellung und Versendung der Terminlisten ergeht am 06.09.2016 folgender Beschluss:
Weiterlesen...
 
Beschluss in der Sache ASC Bindlach wg. Rückzug der Mannschaft aus der Gruppenliga Nord

Aufgrund der Anzeige der Anzeige der Ligenreferentin Natascha Schäfer gegen den ASC Bindlach wegen Rückzuges der Mannschaft aus der Gruppenliga Nord nach Fertigstellung und Versendung der Terminlisten ergeht am 06.09.2016 folgender Beschluss:
Weiterlesen...
 
« StartZurück123456WeiterEnde »

Seite 3 von 6
Copyright © 2010 BRV. Alle Rechte vorbehalten.