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Nachgefragt bei Andreas Huber Drucken

Stefan Günter    09.04.13

Seit 1979 ist er Mitglied beim SC Isaria Unterföhring. Er ist 44 Jahre alt und wenn er Zeit hat, dann widmet er sich unter anderem dem Fotografieren und das Restaurieren sowie Fahren von alten Motorrädern aus den 20er Jahren. Andreas Huber ist seit dem 21. März 2013 Nachfolger von Georg Daimer. Bei der Jahreshauptversammlung des SC Isaria Unterföhring wurde er zum neuen Vereinschef gewählt. Stefan Günter sprach mit ihm über seine Ziele, über sein neues Amt und warum es wichtig ist, dass Georg "Schorsch" Daimer dem Verein erhalten bleibt.

 

Warum haben Sie das Amt des 1. Vorsitzenden angenommen? Was reizt Sie daran?

 

Huber: "Das Amt des 1. Vorsitzenden habe ich angenommen, da es eine große Herausforderung ist, der ich mich gerne stelle. Der Zusammenhalt des gesamten Teams des SC Isaria bei Veranstaltungen, wie der Deutschen Meisterschaft vor vier Wochen, ist einfach eine Klasse für sich. Mit dieser engagierten Mannschaft kann man hoffnungsvoll in die Zukunft sehen".

 

Musste man Sie lange überreden?

 

Huber: "Überreden lassen heißt ja eigentlich, man hat Bedenken bei dem was man machen soll. Ich habe gründlich über das Amt des Vorsitzenden nachgedacht und bin zu der Überzeugung gekommen, dass ich es mir zutraue, mich dieser Verantwortung zu stellen".

 

Wie wichtig ist es, dass Schorsch Daimer in seiner neuen Funktion für PR/ Öffentlichkeitsarbeit weiterhin im Verein dabei ist?

 

Huber: "Den SC Isaria kann sich wohl keiner ohne Schorsch Daimer vorstellen. Ebenso wenig kann sich Schorsch wohl ein Leben ohne den SC Isaria vorstellen. Es war mutig von Ihm, die Vereinsführung in jüngere Hände zu legen. Gleichzeitig denkt er damit auch in die Zukunft. Ich bin der festen Überzeugung, dass es ihm ein Graus ist, wenn der Verein von der Führung her zu alt wird und nicht mehr zukunftsorientiert arbeiten kann. Durch seine jahrelange Erfahrung wird er sich nun in die äußerst wichtige Funktion PR/Öffentlichkeitsarbeit mit neuem Tatendrang stürzen. Wie wir vor kurzen alle erfahren mussten, ist es extrem wichtig, die olympische Sportart Ringen für einen größeren Personenkreis attraktiv zu machen. Darin liegt die Zukunft für das Ringen. In Unterföhring hat der Ringersport eine lange Tradition von den 20er Jahren bis heute. Mit dem Neubau der tollen Ringerarena hat auch die Gemeinde Unterföhring bewiesen, dass sie auf den sportlichen Nachwuchs großen Wert legt und an uns glaubt".

 

Die Hausaufgaben für die Zukunft wurden durch Georg Daimer ja auch schon gemacht. Was ist das für ein Gefühl jetzt an der Spitze zu sein?

 

Huber: "Wenn man bedenkt, was da in den letzten Jahren an Arbeit und Zeitaufwand dahintergesteckt hat, kann man eigentlich nicht mehr von Hausaufgaben sprechen, sondern schon fast von einem Drang nach Perfektion. Dieses Ergebnis nun übergeben zu bekommen, ist schon ein sehr schönes Gefühl, aber das verlangt auch danach weiterhin gut gepflegt und belebt zu werden".

 

Eine tolle Halle, steigende Mitgliederzahlen, eine Mannschaft, die in der 2. Bundesliga-Süd ringt, was folgt noch?

 

Huber: "Ich bin der Meinung, dass wir uns weiterhin in der Förderung des Nachwuchses stark machen müssen, um für die kommenden Jahre wieder starke Mannschaften mit Ringern aus Unterföhring aufstellen zu können. Wenn uns das gelingt, können wir zufrieden sein".

 

Wie bringen Sie ihre persönliche Handschrift als Vereinschef hinein?

 

Huber: "Momentan muss ich mich erst einmal in die bestehenden Arbeitsabläufe einarbeiten, damit ich bis zum Beginn der Mannschaftskämpfe mit allen vereinsinternen Arbeiten vertraut bin. Wichtig ist mir, das Ringen für Kinder und Jugendliche attraktiv zu machen, damit sie wieder Spaß an Sport und Bewegung haben. Ich werde auch daran arbeiten, dass sich noch mehr Mitglieder aktiv im Vereinsleben einbringen".

 

Die Planungen für die neue Saison laufen bestimmt. Wie ist hier der aktuelle Stand?

 

Huber: "Es ist uns wieder gelungen eine starke Mannschaft auf die Beine zu stellen. Durch unseren Neuzugang Juan Pablo Gonzalez konnten wir die Lücke in der Gewichtsklasse 60kg hervorragend besetzen. Auch mit Fabian Appel, den es beruflich nach Ismaning gezogen hat, ist uns ein Glückstreffer gelungen. Wir können also optimistisch auf die kommende Saison blicken".

 

 

 
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