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Nachgefragt bei Josef Hinterreiter - SC Anger Drucken

Stefan Günter    27.12.12
BRV Josef Hinterreiter Bronze bei Polizei-EM in Polen

„Ich bin gespannt auf die neue Saison“
Josef „Seppi“ Hinterreiter nach seinem dritten Platz bei der Polizei-EM und der Oberliga-Meisterschaft des SC Anger


Vor dem heißen Saisonfinale in der Bayerischen Ringer-Oberliga hatte Josef „Seppi" Hinterreiter schon sein Eisen aus dem Feuer geholt.

 

Der 27-Jährige startete bei der Polizei-EM im tschechischen Prag und holte sich einen Podestplatz. Hinterreiter besiegte im ersten Kampf einen Österreicher, bevor er im zweiten Duell gegen den ehemaligen Weltmeister Serafin Barzakov aus Bulgarien einen großen Kampf bot und umstritten in zwei Runden das Nachsehen hatte. Doch im Duell um Platz Drei war der Angerer, der in der Klasse bis 74 Kilogramm Freistil auf die Matte ging, wieder mit blitzschnellen Aktionen parat und holte sich eine internationale Medaille. Allerdings fehlte er beim finalen Kampf in Untergriesbach. Stefan Günter sprach mit dem sympathischen Sportler aus dem Berchtesgadener Land.

Was bedeutet es für dich, den dritten Platz bei der Polizei-EM erreicht zu haben?

Hinterreiter: „Die Polizei-EM war sicherlich meine einzige Chance auf eine internationale Medaille. Von dem her würde ich schon vom größten Erfolg meiner Ringerlaufbahn sprechen".

Parallel zur Oberliga-Runde fand die EM in Tschechien. Wie verlief die Vorbereitung an sich?

Hinterreiter: „Es gab vor der EM noch zwei Vorbereitungslehrgänge in Bruchsal und Freiburg. Beim ersten Lehrgang musste ich zwei Qualifikationskämpfe gegen Kollegen aus Deutschland absolvieren. Erst dann stand fest, dass ich mit zum zweiten Lehrgang und auch mit nach Prag fahren durfte. Die Lehrgänge dauerten in der Regel je eine Woche und wir hatten zwei Trainingseinheiten pro Tag. Der Rest meiner Vorbereitung bestand aus meinen ganz normalen Trainingseinheiten beim SC Anger sowie den Oberligakämpfen an den Wochenenden".

Welche Stilart bevorzugst du eher? Freistil oder Greco? In der Liga ringst du ja beide Stilarten bis 74 und bis 84 kg.

Hinterreiter: Definitiv Freistil.

War der Meistertitel mit dem SC die Krönung im Jahr 2012?

Hinterreiter: „Ja, das könnte man so ausdrücken. Im Sommer konnte ich schon mit meiner Fußballmannschaft einen Aufstieg feiern. Auch wenn es nur von der A-Klasse in die Kreisklasse war und dann folgte auch noch die Europameisterschaft und Platz Drei"

Beim entscheidenden Duell in Untergriesbach warst du nicht aufgestellt! Was war der Grund?

Hinterreiter: „Die Aufstellung ist immer eine Entscheidung der Trainer. Je nach Gegner muss entschieden werden wie die Mannschaft am Besten steht. In diesem Fall war der Gedanke, dass mit Markus Fürmann in 74 Kilogramm/Freistill, Attila Drechsler im griechisch-römischen Stil und Bernhard Koch in 84 Kilogramm/Freistil die entscheidenden Kämpfe gewonnen werden. Also rücke Manfred Ortner in de 96 Kilogramm-Klasse griechisch-römisch auf und somit war für mich kein Platz mehr in der Mannschaft. Beim Saisonfinale und einem echten Entscheidungskampf nicht dabei zu sein, ist natürlich etwas enttäuschend. Da unsere Zweite Mannschaft aber am selben Tag auch in Untergriesbach antreten musste, konnte ich dort aushelfen und mir anschließend den Kampf ansehen und mitfiebern".

Die Anzeichen deuten darauf hin, dass es wohl keine Aufstiegskämpfe geben wird und der SC Anger wieder zweitklassig ist. Freust du dich auf die 2. Bundesliga?

Hinterreiter: „Ich habe mit Anger ja schon in fast allen Ligen gerungen. In der 2. Liga konnte ich jedoch noch keine Erfahrungen sammeln. Von daher bin ich sehr gespannt auf die neue Saison"

Bedeutet das automatisch auch mehr Training im kommenden Jahr?

Hinterreiter: „Aufgrund der EM habe ich auch in diesem Jahr schon sehr viel trainiert. Mein Vorsatz wäre aber trotzdem, dieses Jahr noch eine Schippe drauf zu legen.

Wirst du auch bei den Bayerischen Meisterschaften angreifen?

Hinterreiter: „Grundsätzlich würde ich gerne auf der Bayerischen Meisterschaft antreten. Für die Saison und die EM habe ich aber sehr oft dienstfrei machen müssen. Eigentlich wäre ich in nächster Zeit mit den Wochenend-Diensten dran. Aber vielleicht drückt mein Chef bei der Bayerischen ja noch mal ein Auge zu"

 

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