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Nachgefragt bei Reinhard Hogger SC Anger Drucken

Stefan Günter    12.12.12

„Wir gehen den richtigen Weg"
Oberliga-Meister Anger ist wieder reif und heiß auf die 2. Bundesliga

Wenige Tage sind vergangen und das Saisonfinale in der Bayerischen Ringer-Oberliga ist noch immer in aller Munde. Vom sogenannten „Herzschlagfinale" war die Rede oder „Finale fantastico". Unterm Strich haben nicht nur der SC Anger und der SV Untergriesbach, sondern auch der ASC Bindlach als Spitzenteams in Bayerns höchster Liga viel Positives für den Ringkampfsport getan.


 

Auch die anderen Mannschaften sorgten ein ums andere Mal für Überraschungen und prägten mit ihren Leistungen eine Daseinsberechtigung in dieser Liga. Doch der SC Anger ist nach seinem Absturz aus der Ersten Bundesliga wieder zurück. Reinhard Hogger, Sportlicher Leiter des SCA stand Rede und Antwort.

Hast du es schon begriffen, dass der SC Anger einen sensationellen Kampf geboten hat?

Hogger: „Die Abteilungsleitung war ja mit vor Ort. Es war sicherlich nichts für schwache Nerven. Sensationell waren beide Mannschaften. Bis zum letzten Kampf wurde um jede Runde gefightet. Hier nochmals ein Lob an die Verantwortlichen und Aktiven des SV Untergriesbach".

Die Presse lobte dieses Duell in höchsten Tönen. War das wieder einmal Werbung für unseren tollen Sport?

Hogger: „Ja, definitiv. Wann kommt es schon zu solch einem Showdown und dann auch noch mit Spannung bis zur letzten Sekunde".

Wie dramatisch war dieser Abend aus deiner Sicht?

Hogger: „Ich glaube, dass kann man nicht richtig beschreiben. Vor allem wusste ja nach dem 21:14 keiner zu 100%, ob jetzt der direkte Vergleich oder eben eine Dreier-Tabelle mit Bindlach herangezogen werden muss. 30 Minuten nach Kampfende war die Halle noch voll und es kam endlich Gewissheit, dass unsere Regelauffassung richtig war".

Ist Markus Fürmann der Held des Abends aus Angerer Sicht?

Hogger: „Entscheidend war die Leistung der gesamten Mannschaft, wobei Markus sicherlich zum Abschluss der gefeierte Held war. Dass dies noch einmal möglich wurde, haben wir aber vor allem Attila Drechsler zu verdanken. Er gewann gegen Benedict Pauli mit 3:0-Runden und hat ihn derart zermürbt und ihn schlussendlich technisch überlegen besiegt. Damit konnte keiner rechnen. Eingeleitet wurde die Aufholjagd im drittletzten Kampf von Bernhard Mayr, der Andreas Buchetmann ganz klar mit 3:0 besiegte. Hier hätte der Mattenleiter mehr als eine Verwarnung geben müssen".

Wie wichtig ist der Meistertitel 2012?

Hogger: „Der Titel ist sehr wichtig für uns. So können wir schwarz auf weiß nachweisen, dass wir den richtigen Weg gehen. Alle Aktiven der Ersten Mannschaft, einschließlich Attila Drechsler und Robert Molnar, wohnen und arbeiten hier in Anger und Umgebung. Somit können sie täglich gemeinsam trainieren, was die Mannschaft unheimlich zusammenschweißt".

Ist der SC Anger nun reif für die 2. Bundesliga?

Hogger: „Wenn alle Beteiligten aus der Abteilungsleitung, alle Sportler, Helfer, Fans und Sponsoren mitziehen, dann Ja!".


 




 
 
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