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Strafbescheid - Andre Bordihn Drucken

Matthias Fornoff    17.01.12
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Kläger Bay.Ringer Verband e.V. vertreten durch den Präsidenten
Manfred Werner, dieser vertreten durch Kampfleiter Michael Günther

gegen

Beklagte Aktiven Herrn Andre Bordhin SC 04 Nürnberg

wegen
Grober Unsportlichkeit § 19 SO/BRV,
und § 5Abs. 2c RO/BRV
Nach § 27 Abs.1 RO/BRV ergeht

Beschluß

1. Die durch den KL Günther gegen den Beschuldigten ausgesprochene „rote Karte“ und die daraus folgende Anzeige wird nach § 5 Abs. 2c RO/BRV in ihrer rechtlichen Form bestätigt.

2. Der Beschuldigte Andre Bordihn SC 04 Nürnberg erhält eine
Wettkampfsperre.
Die Sperre wird auf Grund des Endes des Sportjahres 2011/12 auf das Sportjahr 2012/13 übertragen. Die angeforderte Kampfsperre für die Teilnahme, die den Bestimmungen des BRV und DRB unterliegen,
endet am
02.12.2012


Begründung

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, gegen die Satzung und Ordnungen des BRV verstoßen zu haben .Dem Beklagten Andre Bordihn wird im Mannschaftskampf

SC 04 Nürnberg v..ASC Bindlach
ein vorsätzliches, grobes, unsportliches Verhalten, nach § 19 SO/BRV zur Last gelegt.
Die Die Beweisführung dieser Anschuldigung obliegt, dem LRA, in einer durch den Kampfleiter schriftlichen Schilderung des Sachverhaltes. Der Beschuldigte musste auf Grund seiner sehr unfairen Ringkampfweise mehrmals ermahnt werden fair zu kämpfen.
Nach zwei verbalen und zwei Verwarnungen durch den KL wegen sehr unfairen, unsportlichen Verhaltens, beging der Beschuldigte in der 5. Kampfrunde ein offensichtliches Foul um bei seinem Gegner dadurch eine Griffaktion zu verhindern. Sein Gegner musste auf Grund dessen unter Schmerzen seinen Griffansatz lösen. Der KL hat diese Aktion des Beklagten als Brutalität und grobe Unsportlichkeit gewertet und die „ rote Karte“ als Sanktionsmaßnahme eingesetzt.
In der abgebenden Stellungsnahme des SC 04 Nürnberg durch den Vorsitzenden werden die Verfehlungen und die Brutalität des Beschuldigten eingeräumt. Die in der Stellungnahme abgegebene Behauptung, dass der Beschuldigte den Kampfrichterpfiff nicht hören konnte, wertet der LRA als reine Schutzbehauptung, da er sich dies nicht vorstellen kann. Für den LRA spielt diese Entschuldigung für die in der Anzeige gemachten Unsportlichkeiten im Gesamtverlauf des Kampfes keine Rolle, für ein eingeräumtes Schuldbekenntnis einer unsportlichen, groben Ringweise.
Für den LRA Vorsitzenden kommt bei der Zumessung des Strafmaßes die wiederholte Erscheinung des Beschuldigten wegen unsportlichem Verhalten im Wettkampf vor dem Rechtsausschuss erschwerend hinzu.
Der Beschuldigte musste wegen unsportlichem Verhalten bereits am 17.10.2009 und am 28.03.2010 ( 2 Wochen Kampfsperre ) zu Geldstrafen bzw. Wettkampfsperren verurteilt werden.
Dem LRA sieht in dem Verhalten des Beklagten eine gewisse Art von Unbelehrbarkeit.
Genau diese Erkenntnis ist in der Höhe der Strafe mit zu berücksichtigen und zu verwenden.
Der Ringkampfsport bezieht einen gewissen Ehrgeiz und eine gewisse Härte zum Erfolg mit ein.
Die darf aber nicht zu grober Unsportlichkeit oder Tätlichkeit führen.
Der Erhalt der „ roten Karte“ durch den KL war regelkonform.
Zum Schutz und zum Ansehen unseres Ringkampfsportes ist der Beklagte einer groben Unsportlichkeit nach § 19 SO/BRV unter Strafe zu stellen und schuldig zu sprechen.

Walter Heindl
LRA I / BRV Vorsitzender
 
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