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Aktuelles aus den Bundesliga-Vereinen Drucken

Stefan Günter    09.11.11
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Westendorfer Ringer mischen 2. Liga-Süd auf

Untergriesbach kämpft gegen den Abstieg aus dem Oberhaus

Wacker-Staffel zur Halbzeit weiterhin auf Play-Off-Kurs

  
„Die Liga ist viel rauer, das ist mit der 2. Bundesliga nicht mehr zu vergleichen“, kann Untergriesbachs Cheftrainer Armin Neudorfer jetzt nach einigen Wochen die 1. Bundesliga-Ost genau einschätzen. Der Aufsteiger liegt momentan auf dem letzten Tabellenplatz. Die bayerischen Vereine Nürnberg, Lichtenfels und Untergriesbach werden wohl den Absteiger aus der Eliteliga unter sich ausmachen. Obwohl Luftfahrt Berlin nur zwei Zähler entfernt ist. Die Niederbayern haben derzeit 5:17 Punkte auf dem Konto, ist also nur ein winziges Pünktchen hinter den fränkischen Teams zurück. Trotz der schon sechs kassierten Niederlagen versprüht der SVU immer noch Elan und das Feuer was er im Kampf gegen Abstieg so nötig braucht. „Es ist einfach ein geiles Gefühl in der 1. Liga zu ringen und dabei zu sein. Unsere oberstes Ziel ist es, Spaß zu haben“, meint der Cheftrainer. Die beiden einzigen Siege gelang Untergriesbach gegen den SV Siegfried Hallbergmoos. Gegen Berlin erkämpfte sich der Liganeuling ein 19:19-Unentschieden. Obwohl es für sein Team auch einige Klatschen gab, steckt das Bundesliga-Team nie auf. „Wir haben hier eine gute Mischung gefunden und auch die Stimmung ist weiterhin super“, so der Neudorfer. Anstrengend sind seiner Meinung schon die langen Auswärtsfahrten. Bis zu acht Stunden saßen die Ringer, Betreuer, Fans und die Trainerriege auf dem Weg nach Luckenwalde im Bus. „Das schlaucht schon“, so der Übungsleiter. Im 6:31-Debakel bei den Ostdeutschen suche er jetzt in der langen Fahrt keine Ausrede, „weil wir haben immer lange Fahrten und müssen unsere Topleistungen abrufen“. Was die Verantwortlichen in Untergriesbach weiterhin positiv stimmt, ist der Rückhalt der Fans bei den Heimkämpfen. „Es ist klar, wenn du nicht zu Hause gewinnst, kommen nicht mehr so viele“, meint Neudorfer. Allerdings haben die Niederbayern stets ein volles Haus. „Die Fans bleiben uns treu“. Es bleibt spannend in der 1. Bundesliga-Ost. Untergriesbach konzentriert sich auf die entscheidenden Kämpfe gegen die bayerischen Kontrahenten Lichtenfels und Nürnberg. „Ich denke, dass wir dann mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben werden“, zeigt sich Neudorfer im Hinblick auf die letzten Kämpfe sehr optimistisch.

Wacker-Staffel sichert sich Herbstmeisterschaft

Während Wacker Burghausen in der vergangenen Saison verlustpunktfrei in die Play-Off-Runde einzog, haben die Oberbayern dieses Mal doch Federn gelassen. Nur gegen den 1. Luckenwalder SC musste der momentane Spitzenreiter eine knappe 20:21-Niederlage einstecken. Lokalmatador Matthias Maasch: „Wichtig ist, dass die Mannschaft gewinnt und dazu will ich meinen Teil beitragen“. Maasch war nach der abgelaufenen Vorrunde übrigens der erfolgreichste Punktesammler in der gesamten Ostgruppe.
Ziel der Burghauser ist es in den Play-Offs möglichst weit zu kommen und dabei attraktiven Ringkampfsport zu bieten.

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Magische Marke von 100 Kämpfen überschritten

Im Rahmen des Bundesligakampfes gegen den SV Johannis Nürnberg hat der Freistilspezialist Miroslav Geshev als erster Ringer in der Burghauser Vereinsgeschichte die magische „Hundertermarke“ geknackt. Gegen Christoph Pscherer holte sich der bulgarische Mittelgewichtler einen 3:0-Sieg. Für ihn war es der 73. Sieg im Wacker-Trikot. „Das ist schon meine sechste Saison in Burghausen. Die Zeit ist so schnell vergangen. Mir kommt es so vor, als wären es erst zwei oder drei Jahre.“, ließ Geshev die Zeit Revue passieren. „Mir gefällt es immer noch sehr gut in Burghauen und ich möchte mit Burghausen ins Finale kommen.“, so der lebensfrohe Bulgare weiter. Auch Klassikspezialisten Matthias Maasch und Eugen Ponomartschuk sind mittlerweile in den „Hunderterclub“ aufgestiegen.

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Westendorf überrascht die Konkurrenz

Was genau momentan beim TSV Westendorf abläuft, ist für Georg Steiner einfach „überragend“. Der Abteilungsleiter des Zweitligisten beschreibt es so: „Die Jungs sind super drauf. Es macht wahnsinnigen Spaß ihnen beim Ringen zuzuschauen. Jeder Athlet bringt wirklich über 100 Prozent Leistung. Das ist einfach topp“.
Dabei waren die Ostallgäuer von vielen Vereinen als der Abstiegskandidat schlechthin schon im Vorfeld abgestempelt worden. Weit gefehlt. Westendorf ist das Überraschungsteam in dieser Saison.
Schon zweimal brachten sie in der laufenden Saison den Erstliga-Absteiger aus Freiburg zu Fall. Zu Saisonbeginn vor rund 1.000 Zuschauern und auch im Breisgau überraschten die Allgäuer mit einem Sieg. Obwohl sie gegen Spitzenreiter TSV Benningen eine deutliche 3:35-Klatsche auswärts kassierten, brannten sie in der heimischen Arena ein Feuerwerk ab. Benningen bis dato ungeschlagen, wurde vom TSV Westendorf abgewatscht. Dass der TSV nicht komplett auflief, war den Jungs um Cheftrainer Bernhard Hofmann und den Fans in der Halle ziemlich egal. „Unsere Jungs sind hier über sich hinausgewachsen und haben einen klasse Kampf abgeliefert“, ist der Abteilungsleiter immer noch baff. Bis zu diesem Fight war der Westendorfer Shenol Ali Ahmed ohne Rundenverlust und ungeschlagen sowieso. Gegen Ivan Guidea musste er zum ersten Mal in dieser Saison eine Runde abgeben. Doch am Ende siegte er mit 3:1. „Shenol ist einfach überragend“, so Georg Steiner, der auch die Leistungen der ungarischen Athleten in keiner Weise schmälern will. Doch ohne die einheimischen Ringer stünde der TSV nicht da wo er jetzt ist. Georg Steiner: „Bemerkenswert ist die Leistungssteigerung von Chris Kraemer und Steve Masuch. Auch ein Michael Heiß wächst in dieser Saison über sich hinaus. Toll ist auch, dass Tizian Reggel bis zum Ende kämpft und in seiner schweren Klasse bis 60 Kilogramm nicht immer vier Punkte abgibt“. Mit dem Abstieg hat der TSV schon längst nichts mehr tu tun. Der Ringer-Chef hofft weiterhin, dass sich die Mannschaft in den noch ausstehenden Saisonkämpfen weiterhin sehr gut verkauft. „Ziel ist es, dass wir zu Hause keinen Kampf mehr verlieren“, will Steiner doch insgeheim die anderen Mannschaften noch ärgern. „Bernhard Hofmann und Philipp Heiß führen das Team wirklich topp. Hier kann ich als Abteilungsleiter nur stolz sein“.

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