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Nachgefragt bei Thomas Rösner Drucken

Stefan Günter    05.12.09
Thomas Rösner, Trainer und Technischer Leiter beim RSV Schonungen stellte sich den Fragen von Stefan Günter

Die Meisterschaft ist besiegelt. War es unterm Strich eine anstrengende Angelegenheit das Ziel zu erreichen?

Rösner: Anstrengend ist so eine Saison immer, aber mit vielen Siegen wird es bekanntlich leichter. Im Vorfeld dieser Saison hatten wir eigentlich nicht das Ziel, Meister zu werden. Doch nach der Vorrunde hat sich gezeigt, dass wir es schaffen könnten, da wir mit den Punkten vom Kampfabbruch in Johannis Nürnberg bereits auf dem ersten Platz gestanden wären. Diese Sache ist ja noch immer nicht geklärt und hat seit dem dritten Kampftag die Tabelle fortlaufend verfälscht.

Es war ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem AC Penzberg.
Was war das i-Tüpfelchen für euren Erfolg?


Rösner: Ich ziehe meinen Hut vor der Penzberger Leistung. Wir haben aus meiner Sicht einen etwas ausgeglicheren Kader gehabt.

Warum hatte der RSV in der Vorrunde einige Probleme? Es standen Niederlagen gegen Mietraching und Penzberg zu Buche, was in der Rückrunde nicht der Fall war?

Rösner: In Mietraching waren zwei wichtige Ringer nicht dabei und der SV war an diesem Tag bärenstark. In Penzberg hätten wir nie 18:19 verlieren dürfen, da hatten einige meiner Jungs ihre Nerven nicht im Griff. Ab dem vierten Kampftag haben wir bis jetzt nicht mehr verloren.

Bis zu den Aufstiegskämpfen - wie wird das Training ausschauen, damit die Jungs weiterhin heiß bleiben?

Rösner: Wir werden nichts ändern und drei bis viermal pro Woche trainieren; auch an den Feiertagen.

Kann sich der RSV einen Aufstieg finanziell in die Zweite Liga überhaupt leisten?

Rösner: Das sollte machbar sein. Unser Verein ist zwar erst zwei Jahre alt, aber wir haben eine sehr gute Vereinsführung und keine finanziellen Probleme.

Westendorf und Mietraching haben im ersten Jahr der Zweiten Bundesliga sportlichen Schiffbruch erlitten. Ist euch der Schritt zwischen Oberliga und der 2. Liga bewusst?

Rösner: Was heißt hier Schiffbruch? Beide Vereine existieren noch und haben ihre Erfahrungen gesammelt und daraus gelernt. Westendorf kämpft schon seit Jahren in der 2. Liga. Ich bin jetzt seit 27 Jahren Trainer in Schonungen und es war immer mein Ziel, eine Mannschaft zu formen, die um den Aufstieg in die zweite Liga kämpfen kann. Ich kann mit Stolz behaupten, dass bis auf Valerie Kelsch (hat 2 Kämpfe gemacht), alle meine Ringer das Ringen in Schonungen gelernt haben. Sollten wir tatsächlich den Aufstieg schaffen, so bin ich mir sehr wohl bewusst, was da auf uns zu kommt. Wir wären der Abstiegskandidat Nr.1, aber wir haben eine junge Mannschaft, die noch sehr viel lernen kann und aufsteigen will. Zudem ist das für unseren Verein ein historisches Ereignis. Sollten wir dann wieder absteigen, wäre dies für uns auch kein Untergang.

Muss dann auch punktuell auf der einen oder anderen Position eine Verstärkung her, z.B. ausländische erfahrene Ringer?

Rösner: Erstmal müssen wir den Aufstieg schaffen. Dann haben wir ein Prinzip: Wo Schonungen drauf steht, soll auch Schonungen drin sein. Ich kann alle Gewichtsklassen besetzen. Wir haben noch nie einen Ringer weggeschickt, der für uns kämpfen will, aber keinesfalls werden wir irgendwelche Ringer kaufen.



 

 
 
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