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Ein rabenschwarzer Tag für die Bayernmädels Drucken

Sabine Amann    30.11.08
alt Medaillenkandidat landet bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft abgeschlagen auf Platz 8

 

Wie sehr das Losglück manchmal über Erfolg und Misserfolg im Ringen mitentscheidet, mussten am vergangenen Wochenende die Kaderringerinnen des Bayerischen Ringer Verbandes erfahren. Bei der vom Landesverband Nordrhein Westfalen an den ausrichtenden Verein AC Ückerath vergebenen Deutschen Mannschaftsmeisterschaft im gut 700 km entfernten Dormagen musste sich das bayerische Team unter 10 angetretenen Landesverbänden mit dem 8. Platz zufrieden geben – dabei hatte man doch wie in den Vorjahren auf einen Platz auf dem Treppchen spekuliert. Nachdem man im Kampfpool den hohen Favoriten NRW 1 (der Landesverband ging mit 2 Mannschaften an den Start) zum Gegner hatte war klar, daß der Weg ins Finale wohl von Anfang an verbaut war. „Wir wussten, daß wir an NRW 1 nicht vorbei kommen würden. Die Mannschaft war hochklassig besetzt und deklassierte alle anderen Verbandsmannschaften“ wusste BRV-Frauenreferentin schon vor Kampfbeginn um die geschwundenen Chancen. Das 9:23 gegen den späteren Titelgewinner war die logische Folge der NRW Dominanz. „Wir waren einfach das beste Team", stellten die beiden Dormagener Trainer Heinz Schmitz und Detlef Ballas nach den insgesamt fünf deutlich gewonnenen Mannschaftskämpfen ohne Hochmut fest. Der Poolgegner Landesverband Brandenburg, mit dem es die bayerischen Ringerinnen zum Auftakt zutun bekamen, war aber zu besiegen. Die beiden „alten Hasen“ Verena Weiß (59 kg, SC Anger) mit einer Schulterniederlage gegen Luzie Manzke und die vor knapp 2 Wochen 18 gewordene Lisa Geyer (75 kg, TSV Kottern) mit ihrer Punktniederlage gegen Katja Weise enttäuschten indes auf ganzer Linie. „Die Beiden hätten ihre Kämpfe nicht verlieren dürfen. Mit einer solchen Niederlage und dem Misserfolg gegen die Toptruppe aus NRW bist du in einem solchen Turnier weg vom Fenster“ war Amanns ernüchternde Bilanz. Positive Ansätze sah man aus bayerischer Sicht vor Allem im Bereich der jüngeren Ringerinnen, die voll im Rahmen ihrer Möglichkeit gerungen hätten. Dominique Feuchtinger (SV Johannis Nürnberg) besiegte in der Gewichtsklasse – 44 kg im Kampf gegen NRW 1 die 4. Platzierte der Deutschen Meisterschaft 2008 Anna Holtz (KSK Neuss) trotz geschwollenem Auge sicher in 2 Runden (3:0, 3:0). Auch Laura Neuhauser (TSV Kottern) erhielt ein extra Lob von dem Trainergespann: „Sie befindet sich konditionell in hervorragender Form – und ihre Verfassung ist beispielhaft für Viele“ so Frauentrainer Peter Amann der darüber hinaus die starke Leistung von Julia Weiß (SC Anger) hervorhob: „Der Julia merkt man die Freude am Ringen wieder richtig an.“ Dies bekam die NRW-Ringerin Lisa Hug (AC Ückerath) bei ihrem 3:1 Punktsieg genauso wie die amtierende Deutsche Meisterin Frances Zießnitz (Luckenwalder SC) zu spüren, die Weiß in der 2. Runde aufs Kreuz legte. „Natürlich war die Enttäuschung bei allem Beteiligten riesig. Wir müssen diesen Misserfolg erst einmal verarbeiten. Aber andererseits ist auch klar, daß wir – gerade in den vergangenen Frauenturnieren - gezeigt haben, daß die bayerischen Ringerinnen vorne mit dabei sind. Deshalb gibt es für uns nachdem wir das Ganze aufgearbeitet haben auch nur eine Devise: Nächstes Jahr greifen wir wieder voll an!“


An ihr hat die enttäuschende Platzierung nicht gelegen:
alt


Ergebnisliste:

1. Nordrhein-Westfalen I
2. Südbaden
3. Hessen
4. Thüringen
5. Brandenburg
6. Mecklenburg-Vorpommern
7. Saarland
8. Bayern
8. Nordrhein-Westfalen II
10. Sachsen

Link:

http://www.ringen-nrw.de//Dokumente/Bulletin/DMM-2008-11-29-Dormagen.pdf


 
 
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