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5 x Gold bei den Deutschen Meisterschaften der B-Jugend Drucken

Stefan Günter    28.04.19

Der Bayerische Ringer-Verband feiert seine Titelhelden: Während im unterfränkischen Hösbach Erik Vinkovics (TSV Weißenburg) den einzigen Titel für die Griechisch-Römisch-Spezialisten holte, feierte der BRV in Dortmund bei den nationalen Meisterschaften im freien Stil der B-Jugend ganze vier erste Plätze.

Allen voran triumphierten zwei Allgäuer in Nordrhein-Westfalen. Niklas Steiner (35 kg) und Luis Wurmser (44 kg) vom TSV Westendorf zeigten sich nicht nur in bestechender Form, sondern zwangen jeden Gegner in die Knie, sodass am Ende jeweils die Goldmedaille zu Buche stand. „Luis war richtig stark. Hätte sein Gegner im Finale nicht Übergewicht gehabt, dann wäre er sogar noch zum technisch besten Ringer gekürt worden“, analysiert Marcel Fornoff, hauptamtlicher Landestrainer. Wurmser gab keinen einzigen technischen Punkt ab, feierte drei Schultersiege und zwei technische Überlegenheitssiege. Der Titel sei für ihn nie in Gefahr gewesen. Wie auch bei Niklas Steiner, der ebenfalls einen klasse Auftritt gezeigt hat. „Durch die hervorragende Arbeit, die Matthias Einsle und alle anderen Nachwuchstrainer beim TSV Westendorf machen, kommen solche Erfolge eben zustande“, lobt Fornoff. Groß ist der Jubel auch bei Adam Leifridt, der im Limit bis 57 Kilo seine Konkurrenz in sechs Kämpfen ausstach. Gewann er im vergangenen Jahr noch die Silbermedaille, so krönte sich der Nachwuchsathlet des RC Bergsteig Amberg heuer mit Gold. „Er hat seine Gegner durch die Bank beherrscht. Es war keiner dabei, der ihm in irgendeiner Weise hätte gefährlich werden können“, bringt es der Freistiltrainer des BRV auf den Punkt. Auch Mikael Golling wiederholte seinen Vorjahrestriumph und gewann wieder den Titel, diesmal in der Gewichtsklasse bis 80 Kilo. Der Aichacher gab keinen technischen Punkt ab und demonstrierte eindrucksvoll seine Klasse. Mit Silber kehrte Felix Kirchhoff vom SC Isaria Unterföhring nach Hause. Im Finale musste er sich Jan Madejczyk (KSC Motor Jena) nach Punkten geschlagen geben. Der Nürnberger Damir Shifadugov sicherte sich die einzige Bronzemedaille. Adrian Schöder (TSV St. Wolfgang), Nick Hartung (ASV Hof) und Valentin Seifert (TV Geiselhöring) verloren jeweils das kleine Finale. Der BRV gewann dadurch mit 89 Punkten sogar die Verbandswertung vor Württemberg (76) und Südbaden (59). Insgesamt nahmen 17 Landesorganisationen mit 137 Ringern teil. „Wir haben einen gute Truppe. Dass wir aber so einschlagen, hätte ich jetzt nicht gedacht“, freut sich Fornoff über Platz eins in der Länderwertung.

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Das Freistil-Team des BRV in Dortmund. Foto: Fornoff/BRV

In Hösbach rettete Erik Vinkovics die bayerische Ehre mit dem Gewinn der Goldmedaille. Im Finale schulterte der Weißenburger im Limit bis 38 Kilo Hauke Richter (SV Weißwasser). Es war das einzige Finale um Gold mit bayerischer Beteiligung. Um Bronze verloren Michael Vogl (68 kg/TSV Feucht) und Fabian Meier (41 kg/SC Oberölsbach) ihre Duelle. „Die Ergebnisse täuschen vom Leistungspotential der Ringer“, freut sich Matthias Fornoff, hauptamtlicher Landestrainer für den griechisch-römischen Stil, natürlich über die Medaille von Erik Vinkovics, macht aber deutlich, „dass am Ende bei den anderen Ringern mehr möglich gewesen wäre.“ Unterm Strich sei Fornoff mit dem gesamten Auftritt der bayerischen Athleten zufrieden. „Es gab tolle Leistungen bei dieser für mich sehr harmonischen Meisterschaft.“ Von den insgesamt 14 Teilnehmern hat sich Fornoff sieben Jungs herausgepickt, die in den Elitekader berufen werden. „Bei vielen unserer Ringer gab es knappe Kämpfe, da ist noch jede Menge Luft nach oben“, sagt Fornoff, der viele B-Jugendstarter für den Griechisch-Römischen-Wettbewerb nominiert, die erst im ersten Jahr dieser Altersklasse sind.

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Erik Vinkovics (links im Bild) und sein Teamkollege Simon Hilpert (44 kg), der in seiner Gewichtsklasse Rang neun holte, wurden in Weißenburg empfangen. Foto: TSV Weißenburg

Als sehr erfreulich wertet Florian Geiger, BRV-Vizepräsident Sport, die Ergebnisse der Freistiler, während es bei den Griechisch-Römisch-Spezialisten noch ausbaufähig sei, „aber zumindest sind bei einigen Athleten gute Ansätze vorhanden“.


 
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