Home » News » Bundesliga: Grizzlys haben Platz drei sicher - jetzt hilft nur noch Fortuna
Bundesliga: Grizzlys haben Platz drei sicher - jetzt hilft nur noch Fortuna

Bezirk Mittelfranken Stefan Günter    10.12.18

Die Johannis Grizzlys haben das entscheidende Duell um den begehrten dritten Platz in der Südost-Staffel der Ringer-Bundesliga gegen den RSV Rotation Greiz mit 19:12 gewonnen. Somit revanchierten sie sich für die 10:24-Auswärtsniederlage gegen die Thüringer. Die Vorzeichen waren überhaupt nicht optimal: So fehlten mit Soner Demirtas, Tolgahan Karatas und Akhmed Bataev drei Leistungsträger der Grizzlys. Doch das von Christoph Pscherer und Matthias Baumeister trainierte Team ließ sich nicht unterkriegen.

Starker Beginn im leichtesten Limit für den Gastgeber. Marcel Sandeck stand dem Greizer Maximilian Böttger gegenüber. Bereits nach 1:20 Minuten war der einseitige Kampf zugunsten des Nürnbergers vorbei. Sandeck punktete seinen Gegner vorzeitig aus. Im Schwergewicht hatte es Tobias Nendel mit Sebastian Wendel zu tun. Der Grizzly-Akteur verlor den Kampf mit 0:7. Im Limit bis 61 Kilogramm im freien Stil musste Stoyan Iliev gegen Vladimir Codreanu ran. Der Moldawier gab bis zur Pause den Ton an, führte bereits mit 14:0, ehe er im zweiten Durchgang den Sack zumachte. Philipp Vanek stand im Halbschwergewicht bereits auf verlorenem Posten, als er gegen Thomas Leffler bereits mit 1:5 zurücklag und er mit tollen Aktionen den Kampf noch mit 6:5 drehte. Dann kam der Auftritt von Deniz Menekse. Mit Abdul Galamatov stand ihm ein starker Gegner gegenüber. Beflügelt durch die Fans und Zuschauer kämpfte sich der Nürnberger in einen Rausch, führtte sogar mit 9:3-Wertungspunkten, ehe er seinen Kontrahenten vorzeitig schulterte. Zur Pause führte der Gastgeber mit 9:6.

Mit tollen Kämpfen ging es auch im zweiten Durchgang des Abends weiter. Marc Pöhlmann (86 kg/Greco) führte zwar gegen Martin Obst zwischenzeitlich mit 1:0, doch das währte nur eine kurze Zeit. Der Vize-Europameister drehte den Kampf und führte den 3:1, als der Unparteiische Martin Senn aus Stuttgart die Begegnung zu Gunsten des Greizers abpfiff, weil sich Pöhlmann aus dem Kampf heraus verletzte. Dass Tim Stadelmann einer der besten Freistilringer in Deutschland ist, zeigte er eindrucksvoll in seinem Duell gegen Vladimir Gotisan (71 kg). Der Moldawier biss sich buchstäblich am Nürnberger die Zähne aus. Mit 8:1 zwang der Grizzly-Akteur den Greizer in die Knie. Keine Probleme hatte Sven Dürmeier im Limit bis 80 Kilogramm gegen Konstantin Sommer. Schon zur Pause führte Dürmeier mit 11:2, beendete seinen Kampf mit einer Viererwertung zum 17:2-Überlegenheitssieg. Damit führten die Grizzlys vor den abschließenden Duellen in der Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm mit 15:10. Zoltan Levai gewann das Duell im griechisch-römischen Stil gegen Toni Stade vorzeitig mit 15:0-Wertungspunkten. Weil Soner Demirtas nicht zur Verfügung stand, ging Mario Besold auf die Matte. Mit 2:8 gab er das Duell ab. Für Greiz waren es die letzten zwei Punkte des Abends.

Nach dem siebten Saisonsieg kann den Johannis Grizzlys in der Südost-Staffel kein Team mehr Platz drei streitig machen. Jetzt hilft nur noch Fortuna. Denn am 15. Dezember wird das Los entscheiden, ob die Nürnberger nach Ligaprimus Wacker Burghausen und SV Siegfried Hallbergmoos als dritte bayerische Mannschaft in die K.O.-Runde einziehen werden oder nicht.


 
Copyright © 2010 BRV. Alle Rechte vorbehalten.