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Bundesligen

 

Zufriedene Gesichter in Bayern

Vereine ziehen positive Bilanz /
Finale ohne bayerische Beteiligung

 

Mit dem SC Anger musste überraschenderweise gleich eine Topmannschaft im Achtelfinale die Segel streichen. „Wir hatten einen regelrechten schwarzen Samstag und dies hat uns die ganzen Visionen zerstört“, bilanzierte Helmut Pöschl. Der Hinkampf in Mömbris-Königshofen ging verloren. Obwohl Anger den Rückkampf gewann, reichte es nicht mehr, um ins Viertelfinale zu gelangen. „In Anger hatten wir einen super Kampf und eine klasse Stimmung“, blickte der Manager des SCA zurück. Unterm Strich sei es aber die beste Saison für die Oberbayern gewesen, seit sie in der Ersten Bundesliga sind. Der Wunsch mit Luckenwalde dem heimischen Publikum eine Topmannschaft präsentieren zu dürfen, ging nicht in Erfüllung. „Wir hatten Fortuna nicht auf unserer Seite“, so Pöschl, der aber über die verlustpunktfreie Rückrunde sehr zufrieden sein darf. „Die war einfach phenomenal“.

 

Ebenfalls im Achtelfinale war für den Bundesliga-Neuling ASV Hof Schluss. Die Oberfranken mussten sich in der Runde der letzten 16 dem Team aus Weingarten geschlagen geben. „Wir wissen, dass wir deutlich schwächer waren als Weingarten. Wir hatten einen super Play-Off-Kampf. Mehr war für uns nicht möglich gewesen“, bilanzierte der Zweite Vorsitzende Gerhard Vogel. „Die Saison ist für uns durchweg positiv verlaufen. Was dumm gelaufen ist, haben wir uns selbst eingebrockt. Die Resonanz war von Zuschauer- und Sponsorenseite ganz hervorragend“, betonte Vogel. Dadurch, dass Hof in der Nordgruppe war, konnte der Verein viel Geld und Aufwand sparen. „ Der sportliche Anreiz in dieser Liga ist trotzdem da. Wir sind nicht angetreten, um Deutscher Meister zu werden. Für uns stand als Ziel der Nichtabstieg an erster Stelle“, so Vogel. Die Verantwortlichen planen schon jetzt für die Saison 2008. Hier erhofft man sich auf Seiten des ASV über eine ähnliche Platzierung.

 

In Burghausen ist man sehr zufrieden über die gezeigten Leistungen. Nach dem die Truppe von Coach Michael Pronold im Achtelfinale Neuss die Grenzen zeigte, war es im Viertelfinale allerdings vorbei. Es ist bis dato der größte Erfolg der Wacker-Ringer. „Der vierte Rang nach der Gruppenphase in der Südstaffel geht in Ordnung, wenn auch bei optimalem Verlauf Platz zwei möglich gewesen wäre. Gegen den KSV Aalen hatten wir zweimal keine Chance, dafür gelang uns gegen den SC Anger und auch gegen Siegfried Hallbergmoos je ein Erfolg. RKG Freiburg und TSV Dewangen hatten auch eine starke Staffel, die wir aber immer souverän beherrschten“, so Pronold über die Gruppenphase. Zum Achtelfinale meinte er: „Hier hatten wir mit dem Fünften der Bundesliga Mitte, KSK Konkordia Neuss, eine lösbare Aufgabe zugelost bekommen, die wir auch klar zu unseren Gunsten entschieden haben. Viertelfinalkontrahent SC Germania Weingarten war im Gesamten gesehen, vielleicht einen Tick stärker als wir. In Weingarten wäre allerdings einiges mehr drin gewesen, da hatten wir nicht das Glück auf unserer Seite. Im Rückkampf auf eigener Matte mussten wir auf einen Leistungsträger verzichten, zudem hatten einige Athleten nicht ihren besten Tag. Unterm Strich aber eine tolle Saison für uns und man freut sich im Wacker-Lager schon auf die nächste Runde“.

Der noch einzige verbliebene SV Siegfried Hallbergmoos hatte im Halbfinale keine Chance gegen Köllerbach. Auch dürften die Trauben beim Rückkampf ziemlich hoch hängen, so dass für die Oberbayern im Halbfinale Endstation sein wird.

 
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