Home » Archive 2007 » Hallensprecher Karabasch
Hallensprecher Karabasch

 

 

{xtypo_quote}Es ist ein geiles Feeling{/xtypo_quote}
Für Christian Karabash ist Hallensprecher sein eine „heiße Gradwanderung“

 

Die Menge kocht. Die Zuschauer machen schon vor dem Einlauf der Ringer mächtig Stimmung. Viel braucht Hallensprecher Christian Karabash jetzt nicht zu tun, um die TSV-Arena in einen Hexenkessel zu verwandeln. Die treuen Fans sorgen dafür, dass es in keinem Zweitligakampf langweilig wird. Dann passiert es. Das Licht erlischt. Es ist dunkel in der Halle. Der Spot schwenkt durch die Halle und die Show kann beginnen: „und hier ist die Aufstellung unserer Ringer“, schallt es laut aus den Lautsprechern und jetzt ist Christian Karabash in seinem Element. Der Reihe nach werden die 10 Ringer frenetisch angekündigt und das Publikum schenkt jedem einzelnen TSV-Akteur tobenden Beifall.

Wie lange Karabash die Funktion des Hallensprechers schon macht, das wisse er gar nicht mehr so ganz genau. Doch an sein erstes Mal hinter dem Mikrofon könne er sich noch gut daran erinnern. „Es war fünf Minuten vor Kampfbeginn, damals zur Oberligazeit der Westendorfer. Der damalige Hallensprecher fiel aus und so sprang ich ein“. Über seine Premiere meinte er: „Die verlief voll im Chaos. Die Musik hat nicht funktioniert und es hat ewig gedauert bis ich den Dreh raus hatte“.

Wenn im Schnitt zwischen 400 und 600 Westendorfer Fans die TSV-Arena bei einem Heimkampf besuchen, behält Karabash kühlen Kopf. Nach Jahren hat sich die Routine eingespielt. Doch wenn die Stimmung kocht, dann lassen sich die Zuschauer leicht anstecken. „Aufgrund der kleinen Halle kann ich die Situation schon ein wenig steuern. Es darf nur nicht überkochen“, erzählt der ehemalige Abteilungsleiter des TSV. Erst in dieser Saison kam es fast zum Eklat. Im Bundesligakampf gegen Hausen-Zell sprang ein Zuschauer auf die Matte, selbst Becher wurden auf die Arbeitsfläche der Ringer geworfen. „Wir haben hier als Konsequenz vom DRB einen Rüffel bekommen, allerdings ohne Folgen für den Verein“, sagt Karabash erleichtert. Für ihn seien die Heimkämpfe immer eine heiße Gradwanderung.

Doch der eigentliche Höhepunkt ist vor dem Kampf, wenn die heimischen Ringer einlaufen. „Das ist ein geiles Feeling und das Publikum ist voll dabei. Für mich ist das Adrenalin pur“, beschreibt er die Situation. Selbst an kuriose Ereignisse könne er sich noch erinnern. „Da gab es mal eine witzige Sache, als der SC Anger zu Gast war. Das müsste zu Faschingsanfang gewesen sein. Die Mädels der Pforzener Garde haben sich bei jedem Westendorfer Ringer links und rechts eingehakt und sich dann hinter den Sportlern aufgestellt“, so Karabash und musste bei seiner Erzählung lachen. „Bei der Vorstellung der einzelnen Begegnungen hat sich ein Ringer aus Anger dann ein Pforzener Gardemädel geschnappt und ist mit ihr verschwunden“. Als ein echtes Highlight erwies sich für ihn die Live-Übertragung des Aufstiegskampfs gegen Unterelchingen. Der örtliche Lokalsender war beim Kampf hautnah am Mattenrand dabei.


 
Copyright © 2010 BRV. Alle Rechte vorbehalten.