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Neue Oberliga-Saison 2007

 

 

Aufsteiger Schonungen und Nürnberg 04 komplettieren 8er-Feld

 

Nach dem Durchmarsch des SV Mietraching und dem Abstieg des TSV Aichach in die Bayernliga sind mit dem SC 04 Nürnberg und dem TSV Schonungen zwei Aufsteiger in Bayerns höchster Liga gelandet. Der SC Anger steht im Nachwuchsbereich vor einer kompletten Umstrukturierung. Daher legt Helmut Pöschl auf einen Aufstieg seiner zweiten Herrenmannschaft nicht allzu viel Wert. Das hat seinen Grund: „Wir können gar nicht Gas geben. Wenn wir eine zweite Mannschaft in der 2. Bundesliga haben, muss ein gewaltiger Apparat ins Rollen gebracht werden“, so der Sportliche Leiter des SCA. Der Unterbau zur Bundesliga-Truppe sei nicht mehr so vorhanden. Doch der Ringermanager weiß um die bekannten Sorgen: „Hallbergmoos, Nürnberg und Anger sträuben sich aufzusteigen, des Geldes wegen“, erzählt er. Dagegen werden seiner Ansicht der SC 04 Nürnberg und der TSV Schonungen ein gewaltiges Wort um die Meisterschaft mitsprechen. Auch der SV Johannis Nürnberg kämpft darum eine zweite Truppe in der Oberliga Woche für Woche stellen zu können. „Wir werden viele Nachwuchsringer in die zweite Mannschaft einbauen“, sagt 07-Abteilungsleiter Udo Schmitt. Viele Ringer pendeln in dieser Saison zwischen der 1. Bundesliga und der Oberliga. Dennoch ein Ziel haben sich die Verantwortlichen gesteckt: Der Abstieg sollte verhindert werden. Mit dem SC 04 Nürnberg Maxvorstadt gibt es auch ein Wiedersehen in der Saison. „Natürlich freuen wir uns auf die Duelle mit ihnen. Das ist schon etwas Besonderes“, berichtet Schmitt. Die Sportler fiebern den Kämpfen schon entgegen. „Wir fahren lieber 3 Kilometer zum entfernten Auswärtskampf als 300 Kilometer“. Für den Johanniser sei der SC Anger Favorit auf den Meistertitel. „Sie haben das größte Potential. Alle Talente ringen bei ihnen in der zweiten Mannschaft“.

Für den Vereinschef des SV Siegfried Hallbergmoos, Josef Niedemair, könnte es theoretisch der Fall sein, dass die Oberliga-Truppe bald eine Etage höher zu Werke geht. Doch hat diese Mission auch gleich schon wieder einen Haken. „Ein Aufstieg ist vom Geld abhängig“, erklärt der Vorsitzende. Auf die Frage, wer denn Favorit in dieser Liga sei, meint er: „Heuer kann jede Mannschaft jeden schlagen. Das macht die Oberliga in diesem Jahr so spannend“. Der Entwicklung zufolge dürften einige Ringer bei den Oberbayern einen riesigen Leistungssprung machen. Davon sei Niedermair überzeugt. Kleine Brötchen muss in dieser Saison der TSV Trostberg backen. Hochkarätige Abgänge wurden durch eigentlich Jugendliche ersetzt. Das Team von Coach Petar Stefanov musste mit Christian Schörgenhuber, Markus Brandstäter und Stefan Sautter drei Abgänge zum TV Traunstein verkraften. Von den beiden Liganeulingen schätzen die Verantwortlichen den SC 04 Nürnberg am Stärksten ein. „Sie werden sicher im vorderen Drittel der Tabelle auftauchen. Schonungen dürfte eher im hinteren Drittel zu finden sein“, heißt es von Vereinsseite. Zu den Favoriten zählt ihrer Meinung auch der TSV Burgebach. Das Team von Coach Alexander Winkler hat mit Milos Govedaricia (TV Unterdürrbach) und Daniel Luptowicz (AC Lichtenfels) zwei Neuzugänge. Aus der eigenen Jugend kommen Christian Giehl, Pascal Marechal und Patrick Rippl. Für Ringer und Trainer wird es eine schwere Saison: „Alle Mannschaften haben sich verstärkt. In diesem Jahr wird es verdammt eng. Zwischen der Spitze und dem Abstiegsplatz wird es gleichwertige Mannschaften geben“, betont Winkler. Mit einem neuen Konzept startet der SC Isaria Unterföhring in die neue Oberliga-Saison. In der vergangenen Wettkampfzeit nahmen die Münchner Vorstädter nur den 7. Rang ein. Das wurmte den Vereinschef Georg Daimer schon sehr. „Obwohl ich zuversichtlich war, musste ich wahrnehmen, dass ich mich bei dem einen oder anderen Ringer in unserer Mannschaft getäuscht habe“. Mit den Brüdern Hanser aus Aichach konnten sich die Unterföhringer für die neue Saison verstärken. Auch für Daimer sei die Liga in dieser Saison sehr ausgeglichen. „Vor den Aufsteigern sollte man sich immer in Acht nehmen. Das ist fast ein ungeschriebenes Gesetz“. Er denkt, dass der SC Anger am Ende die Nase vorn haben wird. „Ich freue mich zudem auf spannende Kämpfe“.


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