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2. Bundesliga-Süd: Wie schlagen sich Hallbergmoos und Burghausen im Titelrennen? Drucken

Stefan Günter    09.12.16

Die Spannung in der 2. Bundesliga-Süd steigt. Während der Abstieg des SV Untergriesbach bereits schon besiegelt ist, steht der Gewinn der Meisterschaft noch aus. Der SV Wacker Burghausen liegt in der Tabelle nur noch einen mageren Punkt vor dem SV Siegfried Hallbergmoos. Grund ist die bittere Niederlage des Ligaprimus in Freiburg. „Sicherlich wurmt die noch“, macht Jürgen Löblein, Ringerchef des SVW, keinen Hehl daraus und blickt aber dennoch optimistisch auf das Duell gegen den TSV Westendorf. Es ist der letzte Heimkampf der Burghauser gegen die Ostallgäuer. „Wir freuen uns bereits auf die Westendorfer Fans. Sie werden mit Sicherheit auch bei uns für eine gute Stimmung sorgen“, betont Jürgen Löblein. Burghausen Platzwunde bei Fatos Durmishi nach Fight gegen Ivan Djorev - Foto Stefan Günter 13452Westendorf verlor übrigens den Hinkampf gegen Wacker knapp mit 13:17. Allerdings fehlte hier Maximilian Goßner und auch Christopher Kraemer war zu diesem Zeitpunkt nicht hundertprozentig fit. Beide Ringer stehen zur Verfügung und brennen genauso wie die Mannschaft und Cheftrainer Klaus Prestele auf diesen Kampf. „Wir haben nichts zu verlieren, sondern können dort nur überraschen“, sieht Prestele durchaus die Chance, dem Favoriten in eigener Halle ein Bein zu stellen. „Klar, wir sind der Underdog. Jeder unserer Ringer wird sich in den Kampf hineinraufen.“ Und Jürgen Löblein betont ausdrücklich, „dass der Kampf gegen die Ostallgäuer schwer genug sein wird.“ Auch sein Cheftrainer Alexander Schrader schlägt in die gleiche Kerbe: „Ich gehe davon aus, dass Westendorf in Bestbesetzung hier aufschlägt, also brauchen auch wir unsere stärkste Aufstellung“, wird er auf der vereinseigenen Homepage zitiert.

Der Hinkampf endete für den Finnen Fatos Durmishi mit einer Platzwunde. Ivan Djorev (Burghausen) gewann den Kampf mit 1:0 im Bürgerhaus Alpenblick. Foto: Stefan Günter

Für den Tabellenzweiten SV Siegfried Hallbergmoos führte die letzte Auswärtsreise in dieser Saison nach Nürnberg. In der Vorrunde gelang den Oberbayern ein deutlicher 21:8-Heimtriumpf. Da der Rückstand auf Burghausen nun auf einen Zähler geschrumpft ist, wittern die Siegfried-Akteure wieder die Chance dem Team von der Salzach zum Saisonfinale in einer Woche doch noch den Schneid im Titelkampf abkaufen zu können. Hallbergmoos trifft dann daheim auf Burghausen. Doch zuvor muss erst einmal das Duell gegen die Franken erfolgreich gemeistert werden. „Nicht zuletzt deshalb wird man auf Seiten des SVS kein Risiko eingehen und die stärkste Staffel aufbieten. Dennoch könnte es knapp werden, zumindest wenn die Nürnberger an eine Chance glauben und auch ihre beste Mannschaft auflaufen lassen. So könnte es durchaus ein heißer Tanz mit einigen hochklassigen Kämpfen in der Halle werden“, heißt es auf der offiziellen Homepage der Hallbergmooser. Den letzten Auftritt vor heimischen Publikum in dieser Saison bestreitet dagegen der SV Untergriesbach gegen die RKG Freiburg 2000. Aufgrund der engen Personaldecke, bedingt durch Verletzungen, mussten sich die Niederbayern in vielen Kämpfen knapp geschlagen geben. Jetzt will der Tabellenletzte nochmals alle Kräfte mobilisieren, um gegen die Breisgauer doch das Unmögliche möglich machen. Noch im Hinkampf bekamen die Weiß-Blauen auswärts mit 0:31 die Hucke voll. Die Mannschaft von Christoph Scherr will vor eigenem Publikum mit der „bestverfügbaren Mannschaft“ den Gästen das Leben schwer machen, wenn gleich dem SVU bewusst ist, dass die Freiburger vor einer Woche den Tabellenführer Burghausen mit 13:12 bezwungen haben. Der SC Anger erwartet bei seinem letzten Heimkampf den ASV Urloffen.

 
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