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2. Bundesliga-Süd: Es ist wieder spannend - Burghausen verliert Drucken

Stefan Günter    05.12.16

Burghausen Coach Alexander Schrader - Foto Stefan Günter cda06Die Meisterschaft in der 2. Bundesliga-Süd ist wieder offen. Der SV Wacker Burghausen kann doch verlieren. Allerdings hätte das 12:13 beim vorletzten Auswärtskampf gegen die RKG Freiburg 2000 in den Augen von Coach Alexander Schrader (siehe Foto) nicht sein müssen. Sichtlich angefressen, ärgerte er sich über einen Teil seiner bulgarischen Ringer. „Wir haben das die ganze Woche besprochen, dass sich jeder bis zur letzten Minute voll reinhauen muss. Und dann kommt da einfach nichts“, wird der Cheftrainer auf der vereinseigenen Homepage zitiert. Es wäre so einfach gewesen, „wenn die Burschen nur halbwegs funktioniert hätten.“ Bis zum letzten Kampf führten die Gäste mit 12:11, als dann Nikolay Kurtev die Matte betrat. „Er hätte einfach nur gewinnen müssen“, lässt Schrader überhaupt kein gutes Haar an den EM-Vierten. Da Hallbergmoos auswärts in Urloffen mit 16:13 gewann, trennen beide bayerischen Teams nur noch einen winzigen Zähler. Am letzten Kampftag folgt noch der Showdown in Hallbergmoos, wenn der Ligaprimus dort zu Gast ist.


Die Ringer des TSV Westendorf sind in der 2. Bundesliga-Süd wieder zurück in der Erfolgsspur. Nach den beiden Auswärtsniederlagen in Urloffen und in Hallbergmoos musste am vergangenen Samstag nun der SV Johannis Nürnberg dran glauben. Die Ostallgäuer fertigen die Franken mit 20:5 ab. „Die beiden letzten Kämpfe haben wir den Arsch voll bekommen, dieses Mal haben wir den Arsch versohlt.“ Treffender hätte Christopher Kraemer diese Aussage nicht tätigen können. Der amtierende deutsche Männermeister von 2016 kassierte in seiner Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm allerdings eine 4:10-Punkteniederlage gegen den Moldawier Alexandru Biciu. Die Zuschauer sahen erneut ein spannendes Duell auf höchstem europäischen Niveau. „Ich hätte natürlich gewinnen können, aber Biciu ist überhaupt kein schlechter Mann. Gegen solche Ringer kannst du verlieren, musst aber nicht“, war ihm die Enttäuschung schon etwas anzumerken. Neben ihm mussten noch Simon Einsle (75 kg) und Matthias Einsle (86 kg), der für den verletzten Steve Masuch nachrückte, die Segel streichen. Am Ende standen aber sieben Einzelsiege auf dem Westendorfer Konto. „Ja, wir haben uns mehr ausgerechnet. Die Niederlage geht in Ordnung. Einige Kämpfe sind allerdings etwas zu hoch ausgefallen“, sagt Johannis-Akteur Philipp Vanek bei der Pressekonferenz. Sicherlich tue ihm das Ergebnis weh. Es sei aus seiner Sicht nicht alles nach Plan gelaufen. Pressesprecher Mario Besold machte auch deutlich, warum man nicht mit der besten Formation ins Allgäu gefahren sei. „Unsere Zweite kämpft noch gegen den Abstieg. Hier wollten wir uns absichern.“

Nürnberg Johannis Ringer am Mattenrand - Foto Stefan Günter 31a95

Ersatzgeschwächt trat Johannis Nürnberg in Westendorf an. Fotos: Stefan Günter

 
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