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Westendorf und Lichtenfels rüsten sich für neue Saison Drucken

Stefan Günter    13.06.13
brv

 

Die Weichen für eine hoffentlich erfolgreich neue Zweitliga-Saison bei den Ringern des TSV Westendorf sind gestellt. Trotz mehrerer Angebote bleiben alle einheimischen Ringer dem Ostallgäuer Verein erhalten. Speziell Christopher Kramer, Steve Masuch und Christian Stühle waren und sind weiterhin auf dem nationalen Markt heiß begehrt. Allerdings müssen die TSV-Fans einen schmerzvollen Abgang verzeichnen. György Rizmajer wechselt zum Erstliga-Club RWG Mömbris-Königshofen.


"In den letzten beiden Jahren hat sich der Ungar bestens in Westendorf integriert. Er war ein absoluter Publikumsliebling und hat mit Topleistungen überzeugt", ist auch für TSV-Ringerchef Georg Steiner der Weggang des Ungarn ein schmerzvoller Verlust. Rizmajer ging in den Gewichtsklassen 96 und 120 Kilogramm auf die Matte. Doch die Westendorfer haben ihre Hausaufgaben gemacht und adäquaten Ersatz gefunden. Mit dem 33-jährigen Vladislav Metodiew kommt eine Verstärkung aus Bulgarien. Der Neuzugang holte sich übrigens die Silbermedaille bei den Europameisterschaften im März. Nach dem Bernhard Hofmann zum Ende der abgelaufenen Saison seinen Cheftrainerposten abgab, hat nun Philipp Heiß das Sagen. Ihm zur Seite stehen vier Co-Trainer. Mathias Einsle und Shenol Ali Ahmed kümmern sich um den Freistil-Bereich, Michael Heiß und Maximilian Goßner, der auch Bezirkstrainer ist, geben den Ringern im griechisch-römischen Stil ihren Feinschliff. Weil der TSV Westendorf in der neuen Wettkampfzeit keinen Mann in der 55 kg-Klasse stellen kann, mussten sich die Vereinsverantwortlichen umsehen. Der Bulgare Radostin Shindov soll im Fliegengewicht die nötigen Punkte einfahren. Der 24-jährige stand schon für die Bundesligisten AC Lichtenfels und 1. Luckenwalder SC. Ein möglicher Kandidat wie Markus Stechele sei noch zu leicht und soll deshalb nicht unnötig in der 2. Bundesliga "verheizt" werden, heißt es von Vereinsseite. Für die Westendorfer spielt Mihaly Szabo momentan keine Rolle mehr. Mit Patrick Riedler steht in der Gewichtsklasse bis 96 Kilogramm ein heimischer Ringer parat. Der 19-Jährige holte sich in diesem Jahr bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren den dritten Platz und empfiehlt sich weiterhin auch für internationale Aufgaben. Saisonbeginn in der 2. Bundesliga-Süd ist am 14. September. Auf die Ostallgäuer warten drei bayerische Derbys gegen den SC Isaria Unterföhring, Aufsteiger SC Anger und Bundesliga-Absteiger SV Johannis Nürnberg.


Ringer bleiben dem ACL treu

 

Auch in der Korbstadt Lichtenfels bastelten die Verantwortlichen in den letzten Wochen und Monaten am neuen Kader für die Wettkampfzeit. Dat Kerashvili konnte gehalten werden. „Dass ein internationaler Spitzenringer wie er trotz deutlich besserer Angebote, hier bei uns für ein weiteres Jahr unterschrieben hat, zeugt neben der familiären Umgebung und super Stimmung in Lichtenfels auch von den professionellen, sportlichen Gegebenheiten, die die Athleten hier vorfinden“, wird ACL-Vorstandsmitglied Stefan Heinlein auf der vereinseigenen Homepage zitiert. Doch dem 27-Jährigen gefalle es nach eigenen Angaben hervorragend in Lichtenfels. Besonders die Fans und die Atmosphäre im Hexenkessel sollen es ihm angetan haben. Kerashvili wird in der kommenden Saison die meisten Kämpfe in den Gewichtsklassen 96 und 120 Kilogramm bestreiten. Mit Ceyhun Zaidov hat der ACL allerdings auch einen Siegringer verloren. Der beste Punktesammler der Korbstädter entschied sich für einen Wechsel zum TuS Adelhausen. Erfreulich für den Erstligisten ist, dass es den Verantwortlichen gelungen ist, bis auf Zaidov alle Verträge mit deutschen Ringern zu verlängern. Somit dürfte dem neuen und alten Trainer Ali Hadidi eine schlagkräftige Truppe für die neue Saison zur Verfügung stehen.

 

 
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